Taiwan weitet Untersuchung zu Chip-Schmuggel nach China aus
Taiwanesische Behörden haben Büros von Super Micro Computer und mehrerer lokaler Partnerfirmen durchsucht. Super Micro ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Hauptsitz in San Jose, Kalifornien. Die Razzia ist Teil einer Untersuchung zum mutmaßlichen Schmuggel von Nvidia-KI-Chips nach China über Super-Micro-Server, wie die Staatsanwaltschaft des Bezirks Keelung am Montag mitteilte.
Ermittler durchsuchten laut Bloomberg die Wohnungen von sechs Personen sowie drei verbundene Unternehmen, darunter den Rechenzentrumsbetreiber Chief Telecom und den Super-Micro-Händler Albatron Technology. Die Super-Micro-Aktie fiel im US-Handel um acht Prozent. Im Mai gab es erste bekannte Festnahmen, als drei Personen beschuldigt wurden, Exportdokumente gefälscht und mindestens eine Lieferung Nvidia-Chips über Japan nach China geschickt zu haben. Laut Bloomberg wurde zudem ein Mitgründer von Super Micro angeklagt, das Unternehmen selbst aber nicht belastet. Super Micro erklärte, es arbeite eng mit den Behörden zusammen und schütze seine Technologie.
Taiwan behandelt KI-Chip-Exporte nach China bisher nicht als Straftat, erwägt aber, dies zu ändern, um sich an US-Regeln auszurichten. Mehr Details bei Bloomberg.
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