Tavus stellt mit Griffin ein KI-Modell vor, das Videogespräche fast so menschlich führt wie ein Mensch
Tavus hat mit Griffin das nach eigenen Angaben erste "Human Interaction Model" (HIM) vorgestellt. Diese neue Modellklasse soll Gespräche von Angesicht zu Angesicht in Echtzeit verstehen und führen. Griffin verarbeitet Sprache, Mimik, Tonfall, Gesten und Pausen und empfängt und erzeugt dabei Video.
Laut Tavus hielten in einer Studie 48 Prozent der Teilnehmer Griffin nach einem einminütigen Videogespräch für einen Menschen. Bisherige Systeme erreichten höchstens zwei Prozent. In einem laut Tavus unabhängigen Nvidia-Test zur menschlichen Wirkung im direkten Gespräch erzielte Griffin 3,83 Punkte. Menschen kamen auf 3,92, das zuvor beste KI-Modell auf 2,80 Punkte.
Die Vorschauversion Griffin-Lite ist für ausgewählte Tester verfügbar, eine leistungsfähigere Version soll folgen. Als mögliche Anwendungen nennt Tavus Nachhilfe, das Üben schwieriger Gespräche und technische Hilfe per Kamera.
Das KI-Startup aus San Francisco wurde laut eigenen Angaben 2020 gegründet und hat rund 64 Millionen US-Dollar eingesammelt. Es entwickelte zunächst personalisierte KI-Videos für Vertrieb und Marketing, später auch Technik für direkte Videogespräche mit digitalen Personen. Den frühen Ansatz beschreibt Investor Sequoia Capital. Details zu Griffin bietet der Forschungsbericht von Tavus.
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