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Trump bezeichnet KI-Warnung als Hoax und vergleicht sie mit der Klimawandel-Debatte

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Nano Banana Pro prompted by THE DECODER

Kurz & Knapp

  • KI-Labore wie Anthropic und OpenAI fordern eine koordinierte Verlangsamung bei der Entwicklung hochentwickelter KI-Modelle sowie Ausnahmen vom Kartellrecht, was sie offiziell mit Sicherheitsrisiken begründen.
  • Branchenvertreter wie Cohere-Chef Aidan Gomez und Entwickler von Hugging Face kritisieren den Vorstoß scharf und bezeichnen ihn als Versuch, Wettbewerber durch Markteintrittsbarrieren auszubremsen und quelloffene Systeme zu schwächen.
  • Auf politischer Ebene bezeichnet US-Präsident Donald Trump die Warnungen vor einer KI-Übernahme als Schwindel, während US-Demokraten wie Barack Obama und Kamala Harris eine Verlangsamung und mehr Transparenz unterstützen.

OpenAI, Anthropic und Google wollen die KI-Entwicklung verlangsamen, angeblich aus Sicherheitsgründen. Doch es gibt Zweifel an der Begründung.

Anthropic-CEO Dario Amodei hat kürzlich die Industrie und Regierungen aufgefordert, die Frontier-KI-Entwicklung koordiniert zu verlangsamen und dafür Ausnahmen vom Kartellrecht zu gewähren. Weitere führende KI-Kräfte wie Sam Altman und Elon Musk stimmten zu. Doch auch Kritiker melden sich zu Wort.

Cohere-CEO: "Ein Kartell unter anderem Namen"

Die ausführlichste Gegenrede kommt von Aidan Gomez, Mitgründer und CEO des KI-Unternehmens Cohere. In einem Blogbeitrag bezeichnet er den Vorstoß als Versuch, die Regeln zu definieren und den Markt zu dominieren. Zwar unterstützt Gomez unabhängige Prüfungen leistungsfähiger KI-Systeme ausdrücklich. Doch Anthropics Vorschlag gehe weit darüber hinaus: Wenige dominante Labs sollen eine Kartellrechtsausnahme erhalten, gemeinsame Standards festlegen und alle anderen Entwickler weltweit zwingen, diesen Regeln zu folgen.

Besonders scharf kritisiert er die Eintrittsbarrieren, die der Vorschlag implizit errichte: massive Rechenleistung, permanente Monitoring-Infrastruktur, eigene Sicherheitsorganisationen, eingebettete Evaluierungsteams und Regierungsbeziehungen, die tief genug seien, um das alles zu navigieren.

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Die wenigen als "unabhängig" bezeichneten Evaluierungsorganisationen würden von denselben Unternehmen finanziert, die sie prüfen sollen. Laut Gomez definiere Anthropics Rahmenwerk Risiko als Funktion von Skalierung. Das mache die Unternehmen mit den größten Systemen zu den einzigen, die als qualifiziert gelten, Risiken zu beurteilen.

Die Sicherheitswarnungen hält er für Ablenkung. Während die Branche über hypothetische Superintelligenz debattiere, könnten Voice-Cloning-Werkzeuge, billiger als eine Telefonrechnung, bereits heute das Konto eines Rentners in Minuten leeren.

Hugging-Face-Ingenieur: "Bizarrer Unsinn"

Niels Rogge, Machine-Learning-Engineer bei Hugging Face, dessen Geschäftsmodell auf einer breiten Auswahl offener KI-Modelle basiert, bezeichnet die Äußerungen von Amodei und Co. als "bizarren Unsinn". Amodei sorge sich vor allem um chinesische Modelle wie die von Deepseek und Z.ai und wolle Open-Weight-Modelle einschränken, um seinen Wettbewerbsvorteil zu sichern. Die KI-Labore seien enorme Wetten auf

Aktuelle LLMs seien weit davon entfernt, existenzielle Risiken darzustellen. Rogge verweist auch auf den Vorfall, bei dem OpenAI Hugging Face gehackt habe: ein Closed-Source-Akteur mit enormen Rechenressourcen. Open-Source-Modelle hätten bei der Verteidigung geholfen. Gerade deshalb brauche es Transparenz und Offenheit, nicht geschlossene Türen.

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Sacks: "Hört auf, so zu tun, als bräuchtet ihr Erlaubnis"

Auch David Sacks, KI- und Krypto-Beauftragter des Weißen Hauses unter Präsident Trump und Venture Capitalist, reagierte auf X direkt auf Amodei und Altman. OpenAI und Anthropic hätten nach jeder vernünftigen Metrik ein Duopol bei Frontier-Intelligenz. Wenn die unveröffentlichten Modelle beängstigend genug seien, unterstütze er eine freiwillige Verlangsamung.

Die Motivation sei keineswegs rein altruistisch. Beide Unternehmen seien massiver Produkthaftung ausgesetzt, sollten ihre Modelle einen schwerwiegenden Cyberangriff ermöglichen. Der Markt bestrafe bereits unvorhersehbare Modelle. Es sei schlicht gutes Geschäft, Rohleistung gegen Zuverlässigkeit einzutauschen.

Sacks warnt: Werde die Verlangsamung an einen bestimmten Regulierungsrahmen geknüpft, sehe das nach Erpressung aus. China werde sich keinem globalen Abkommen anschließen.

Trump sieht KI-Angst als "den neuen Klimawandel"

Noch deutlicher positionierte sich US-Präsident Donald Trump selbst. In zwei Posts auf Truth Social bezeichnete er die Warnung, KI werde "die Welt übernehmen", als "Hoax" und stellte sie in eine Reihe mit der Klimawandel-Debatte, der Russland-Affäre und seinen Impeachment-Verfahren.

Auf Trump können OpenAI und Anthropic wohl eher nicht zählen. | Bild: Screenshot via Truth Social

In einem zweiten Post und weiteren folgenden legte er nach: Der "KI-Schwindel" der "radikalen Linken" erinnere an den "Klimawandel-Betrug". Auch der Technikchef des Department of War, Emil Michael, stimmt Trump zu. Michael hat insbesondere eine tiefe, ideologisch geprägte Abneigung gegenüber Anthropic, basierend auf den ethischen Leitlinien des Unternehmens.

Politische Gegner der Trump-Regierung wie Barack Obama, Bernie Sanders und Kamala Harris sprechen sich indes für eine Verlangsamung aus und begrüßen primär den Vorstoß der Labore, transparenter zu agieren.

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