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Trump und Altman verhandeln über US-Staatsbeteiligung an OpenAI – kurz vor dem Börsengang

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OpenAI und die Trump-Regierung verhandeln über eine mögliche Beteiligung der US-Regierung an dem KI-Startup.

Die Gespräche laufen laut CNBC seit mehr als einem Jahr. CEO Sam Altman hatte die Idee erstmals 2025 vorgestellt. OpenAI könnte Anteile an die Regierung abgeben, um einen "Public Wealth Fund" aufzubauen, von dem US-Bürger direkt profitieren sollen. Konkrete Konditionen stehen bisher nicht fest. Trump sagte, die Öffentlichkeit könne "im Grunde Partner werden". Ein weiteres Treffen solle zeitnah stattfinden.

OpenAI wird von privaten Investoren mit mehr als 850 Milliarden Dollar bewertet und bereitet einen Börsengang vor. Die Trump-Regierung hält bereits Anteile an Intel, IBM und anderen Technologiefirmen.

Auch Senator Bernie Sanders bestätigte, das Konzept eines Staatsfonds mit Altman besprochen zu haben. Sanders will dazu bald den "American A.I. Sovereign Wealth Fund Act" einbringen, wie er in einem Gastbeitrag in der New York Times schreibt. Das Gesetz sieht eine einmalige Steuer von 50 Prozent auf die Aktien der größten KI-Firmen vor. Die Regierung erhielte damit Stimmrechte und Sitze in den Vorständen. Die Erträge sollen als direkte Zahlungen an die Bevölkerung fließen.

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Sanders argumentiert, KI basiere auf dem kollektiven Wissen der Menschheit, und der daraus entstehende Reichtum dürfe nicht nur wenigen Tech-Milliardären zugutekommen. Auch OpenAI und Anthropic hätten selbst ähnliche Fonds vorgeschlagen. Für OpenAI wäre eine enge Beziehung zur Regierung kurz vor dem geplanten Börsengang wiederum ein politisches Schutzschild gegen künftige Regulierung.

Gleichzeitig könnte die Trump-Regierung ein solches Arrangement nutzen, um ihren Einfluss auf eine strategisch wichtige Branche auszubauen, ohne den Kongress einbeziehen zu müssen. Sie hat bereits mehrfach signalisiert, dass sie Kontrolle über KI-Technologie ausüben will.

KI für alle oder Bailout-Vorbereitung

Die kritische Lesart dieser Gespräche ist, dass sich die US-Regierung in eine Abhängigkeit begeben könnte, die an die Finanzkrise 2008 erinnert. Damals wurden Unternehmen, die als "too big to fail" galten, mit öffentlichen Mitteln gerettet, weil der Staat selbst zu tief verstrickt war. Hält die Regierung Anteile an KI-Firmen, hätte sie als Anteilseigner einen direkten Anreiz, bei Schwierigkeiten mit Steuergeldern einzugreifen.

Das Thema ist nicht neu: Bereits Ende 2025 hatte OpenAIs Finanzchefin Sarah Friar vermeintlich staatliche Rettungsgelder ins Spiel gebracht, was sie schnell dementierte. Altman selbst betonte damals, der Staat solle weder Garantien geben noch Unternehmen retten. Scheitere OpenAI, sei das "Teil des marktwirtschaftlichen Prozesses". Gleichzeitig warb OpenAI in einem Schreiben an das Weiße Haus für "Darlehen oder Kreditgarantien" und breite industriepolitische Unterstützung.

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Eine Regierungsbeteiligung könnte diese "too big to fail"-Dynamik nun bei Technologieunternehmen wiederholen. OpenAI und Anthropic haben zwar schnell wachsende Umsätze und eine hohe Nutzung erreicht, verlieren aber weiterhin massiv Geld. Wie sich die Technologie weiterentwickelt und wie lukrativ sie betrieben werden kann, ist noch offen.

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Quelle: CNBC