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Vibecoding wird zum neuen Stresstest für Softwarefirmen bei Übernahmen

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Nano Banana Pro prompted by THE DECODER

Kurz & Knapp

  • Bain & Company nutzt Vibecoding, um Software potenzieller Übernahmekandidaten per KI nachzubauen und deren Wettbewerbsvorteil zu testen.
  • Die Prototypen zeigen Investoren, wie leicht sich die Technologie eines Unternehmens reproduzieren lässt und ob der Code den eigentlichen Wert darstellt.
  • Dies beeinflusst bereits Kaufentscheidungen: Ein KI-Nachbau von Bain veranlasste einen Investor dazu, aus dem Bieterverfahren für eine Analyseplattform auszusteigen.

Um den Wettbewerbsvorteil von Übernahmekandidaten zu prüfen, lässt die Beratungsfirma Bain & Company deren Software per Vibecoding nachbauen. Die KI-Repliken beeinflussen bereits konkrete Kaufentscheidungen.

Die KI-generierten Nachbauten sollen laut der Financial Times potenziellen Käufern zeigen, wie schwer sich die Technologie eines Zielunternehmens reproduzieren ließe. Da die Kosten für Softwareentwicklung rapide sinken, gewinnt diese Frage an Gewicht. Zugleich lässt sich abschätzen, wie sich ein Produkt weiterentwickeln könnte.

Laut Bain wurden im Rahmen der KI-Due-Diligence bereits Hunderte grober Prototypen vibecodiert. Was 2023 als Aufgabe eines spezialisierten Teams von Softwareingenieuren begann, werde inzwischen von gewöhnlichen Beraterinnen und Beratern genutzt.

"Es ist ungefähr der Unterschied, ob man etwas in 2D oder in 3D sieht", sagt Rebecca Burack, Leiterin von Bains globaler Private-Equity-Praxis. Man nutze Vibecoding, um zu zeigen, was ein Softwareunternehmen leisten könne und was nicht, wo es in der Wertschöpfungskette stehe und ob tatsächlich der Code der verteidigbare Teil des Geschäfts sei oder etwas anderes.

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KI-Repliken beeinflussen bereits Bieterverfahren

Öffentliche Märkte preisen die KI-Disruption bereits ein. Anbieter von Unternehmenssoftware wie Salesforce und ServiceNow verloren in diesem Jahr mehr als ein Drittel ihres Wertes. Im Privatmarkt brach der Gesamtwert von Tech-, Telekom- und Medien-Transaktionen unter Private-Equity-Führung im ersten Quartal 2026 um 69 Prozent gegenüber dem Schlussquartal 2025 ein, so Daten von KPMG.

Zwei Private-Equity-Manager aus dem Silicon Valley berichteten der FT, sie hätten ihr Dealmaking verlangsamt und das KI-Risiko bei jedem Ziel stärker geprüft. "Wenn es im Fragenkasten steht, fassen wir es nicht an", sagte einer von ihnen. Der zweite Investor erklärte, ein von Bain vibecodierter Nachbau einer Analyseplattform habe dazu beigetragen, dass seine Firma aus dem Bieterverfahren ausgestiegen sei.

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Quelle: FT