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Zuckerberg gesteht Schwächen im KI-Umbau von Meta ein

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Auf einem internen Townhall gestand Mark Zuckerberg Schwächen im Konzernumbau ein. Ausgerechnet die KI-Agenten, für die Meta massiv umstrukturiert hat, entwickeln sich laut Zuckerberg langsamer als geplant. Sein KI-Chef zeichnet dagegen ein optimistischeres Bild.

Meta-CEO Mark Zuckerberg hat laut einer Tonaufnahme, die Reuters vorliegt, bei einer internen Betriebsversammlung am Donnerstag eingeräumt, dass die als KI-Agenten bekannten Systeme nicht so schnell vorangekommen seien wie erwartet. Die Konzernumstrukturierung sei zudem nicht so "clean" verlaufen wie möglich, und Führungskräfte hätten sich beim Timing verkalkuliert.

Die "Entwicklung der agentischen Fähigkeiten" habe sich "über mindestens die letzten vier Monate nicht so beschleunigt, wie wir es erwartet hatten", zitiert Reuters Zuckerberg. Die Wetten auf die neue Struktur "haben sich noch nicht ausgezahlt".

Das Eingeständnis wiegt schwer, weil Zuckerberg im vergangenen Jahr alles auf die KI-Aufholjagd ausgerichtet hat. Er berief Alexandr Wang an die Spitze der KI-Sparte, die er in Meta Superintelligence Labs umbenannte, und bot Spitzenkräften teils dreistellige Millionenbeträge, um sie abzuwerben. Im April veröffentlichte der Konzern mit Muse Spark das erste Modell einer neuen Reihe, das in Benchmarks zwar solide abschnitt, OpenAI und Anthropic aber nicht erreichte.

Ein Umbau, der auf Agenten setzte

Meta entließ im Mai rund zehn Prozent der globalen Belegschaft und versetzte etwa 7.000 Beschäftigte in KI-Teams. Ziel war es, teure KI-Infrastruktur zu finanzieren und Effizienzgewinne durch KI-gestützte Arbeit zu nutzen. Als die Planung im Januar und Februar begann, seien führende Köpfe besorgt gewesen, nicht schnell genug zu reagieren, so Zuckerberg. Damals habe man sich "super optimistisch" über Werkzeuge wie Claude Code des Start-ups Anthropic gezeigt.

Meta will dieses Jahr bis zu 145 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur stecken, einen erheblichen Teil der über 700 Milliarden Dollar, die Big Tech insgesamt aufwendet. Zuckerberg erwartet, dass sich innerhalb der nächsten drei bis sechs Monate spürbarere Vorteile einstellen. Ein Meta-Sprecher wollte sich nicht äußern.

Laut Bloomberg baut Meta parallel ein Cloud-Geschäft auf, das überschüssige KI-Rechenkapazität verkaufen soll.

Der KI-Chef widerspricht dem Eindruck

Auf derselben Versammlung schlug KI-Chef Alexandr Wang laut Business Insider einen anderen Ton an. Metas kommendes Modell mit dem Codenamen "Watermelon" habe OpenAIs Spitzenmodell GPT-5.5 eingeholt, sagte er unter Verweis auf Benchmarks, die er nicht näher benannte. Watermelon befinde sich im Training und nutze eine Größenordnung mehr Rechenleistung als der Vorgänger Avocado, Metas interner Codename für das im April veröffentlichte Muse Spark.

Auf X betrieb Wang derweil Schadensbegrenzung: Zuckerberg habe über den Fortschritt der gesamten Branche gesprochen, nicht speziell für Metas KI-Bemühungen. Ein Muse-Spark-Update mit deutlichen Verbesserungen bei Coding und agentischen Fähigkeiten komme bald. Ein Coding-Modell auf dem Niveau von Anthropics Claude Opus sei "sehr bald" zu erwarten.

Ausgang bleibt umstritten: Mitarbeiterdaten fürs KI-Training

Getrennt vom Modellthema ging Bosworth im selben Townhall auf die umstrittene Mouse-Tracking-Software ein, die Mausbewegungen und digitale Aktivität von Mitarbeitern erfasst, um damit KI zu trainieren. Meta hatte das Programm zuletzt pausiert, nachdem möglicherweise sensible Daten offengelegt worden waren.

Eine Prüfung des Vorfalls habe ergeben, dass keine Mitarbeiterdaten ins KI-Training geflossen seien, so Bosworth. Als Meta die Software im April auf den Rechnern von US-Beschäftigten installierte, hatte er ihnen noch mitgeteilt, es gebe keine Möglichkeit, sich abzumelden.

Bei einer Reaktivierung nach Abschluss der Prüfung solle das Programm nun auf Opt-in-Basis laufen: "Für Menschen, die sich damit wohlfühlen, ist das großartig, sie können zu dieser Art großer menschlicher Erhebung beitragen. Für Menschen, die das nicht wollen, ist es kein Problem."

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