KI und Gesellschaft

Nach Altman-Drama: EU-Kommission untersucht Microsofts Kontrolle über OpenAI

Matthias Bastian
Widescreen photo of an advanced digital data stream, integrating the European flag, with the provided purple and green striped pattern overlayed as a transparent background. The flag is subtly blended into the stream of binary code and technological patterns. The design maintains a high-tech, clean aesthetic, with the colors of the flag and the overlaying pattern muted to harmonize with the digital background, creating a sophisticated and unified digital environment.

DALL-E 3 prompted by THE DECODER

Update
  • Weitere Aussagen von Margrethe Vestager ergänzt

Update vom 13. Januar 2024:

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte gegenüber Bloomberg TV, dass die Art der Beziehung zwischen OpenAI und Microsoft und ihre möglichen Auswirkungen auf die Unternehmenskontrolle für die EU von besonderem Interesse seien.

Die Untersuchung folgt auf die Entlassung und anschließende Wiedereinstellung des CEO von OpenAI, Sam Altman. Microsoft-CEO Satya Nadella spielte dabei eine zentrale Rolle, was die enge Beziehung zwischen den beiden Unternehmen verdeutlichte.

Vestager erwähnt diesen Vorfall ausdrücklich als Grund für die Untersuchung, die "sehr vorläufig" sei. Sie sei auch Teil einer größeren Initiative, um zu verstehen, wie KI die Märkte beeinflussen könnte, die laut Vestager in den letzten zwei Jahrzehnten bereits stark von der Technologie geprägt wurden.

"Wenn wir KI in dieses Spiel bringen, sehen wir natürlich, dass sie einige der Verhaltensweisen, die wir gesehen haben, und einige der Dinge, über die wir besorgt waren, beschleunigen kann", sagte Vestager.

Ursprünglicher Artikel vom 9. Januar 2024:

Die Europäische Kommission prüft, ob die milliardenschwere Investition von Microsoft in OpenAI unter die EU-Fusionskontrollvorschriften fällt.

Diese vorläufige Prüfung folgt auf ähnliche Untersuchungen der Wettbewerbsbehörden der USA und Großbritanniens im Zusammenhang mit Microsofts Investition von bis zu 13 Mrd. USD in OpenAI, den Erfinder von ChatGPT. Microsoft soll 49 Prozent an OpenAI halten.

Die Kommission untersucht zudem Vereinbarungen zwischen großen Akteuren auf dem digitalen Markt und Entwicklern und Anbietern von generativer KI sowie die Auswirkungen dieser Partnerschaften auf die Marktdynamik. Interessierte Parteien können bis zum 11. März 2024 Stellungnahmen und Beschwerden einreichen.

Wir fordern Unternehmen und Experten auf, uns über Wettbewerbsprobleme zu informieren, die sie in diesen Sektoren wahrnehmen, und wir beobachten KI-Partnerschaften genau, um sicherzustellen, dass sie die Marktdynamik nicht übermäßig verzerren.

Margrethe Vestager, Vizepräsidentin der Kommission, zuständig für Wettbewerbspolitik