Sieben Minuten mit Chatbot wirken stärker gegen Verschwörungstheorien als Fakten
Forscher zeigen, dass schon ein rund siebenminütiger Dialog mit Google Gemini den Glauben an Verschwörungstheorien zu aktuellen Krisen senken kann, selbst wenn kaum gesicherte Fakten vorliegen. Der Effekt übertraf eine statische Faktenliste und wirkte in Nachbefragungen Wochen später sogar auf andere Ereignisse nach.
Read full article about: OpenAI räumt ein: Offenlegungspraktiken für KI-Hacks müssen besser werden
OpenAI bezieht indirekt Stellung zu einem Vorfall, bei dem autonome KI-Agenten zwischen Mai und Juli rund 18.000 Beiträge in einem 25 Jahre alten deutschen Wiki hinterließen. Die Agenten teilten Aufgabenantworten, Rohdaten und einen Trick, mit dem sie ihre abgeschottete Umgebung umgingen. Ein einzelner Moderator löschte wochenlang täglich Dutzende Seiten, konnte aber gegen bis zu 400 neue Einträge pro Tag kaum ankommen.
Laut Reuters wusste OpenAI seit Wochen davon, machte den Vorfall aber nicht öffentlich. OpenAI äußert sich nun auf X zu solchen Vorfällen generell und räumt ein, dass die eigenen Offenlegungspraktiken erweitert werden müssen.
Man habe Fehlausrichtung bisher vor allem als Forschungsfrage behandelt und in Berichten wie System Cards kommuniziert. In diesem Jahr habe man jedoch erstmals gesehen, dass Fehlausrichtung reale Auswirkungen verursache. Den Wiki-Vorfall stufe man als weitere Instanz bereits dokumentierter Fehlausrichtung ein, ähnlich den in früheren Berichten zu internen Coding-Agenten und langfristiger Modellausrichtung beschriebenen Fällen.
Es fehle der gesamten KI-Branche ein klarer Standard, wie Fehlausrichtung gemeldet werden solle, die beim Training, bei der Evaluation oder im Einsatz auftrete. OpenAI arbeite mit Dutzenden Regulierungsbehörden weltweit an diesen Fragen und kündige ein entsprechendes Rahmenwerk an.
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Quelle: OpenAI via X
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OpenAI schaltet GPT-6 Astra für erste zahlende Nutzer frei mit reduzierten Kontingenten
OpenAI hat GPT-6 Astra für Pro-, Enterprise- und Business-Premium-Nutzer freigeschaltet, Plus-Nutzer sollen in den kommenden Tagen folgen. Die Kontingente sind deutlich knapper als bei GPT-5.6 Sol: Plus-Nutzer erhalten bei Astra nur geschätzt 5–45 Nachrichten pro fünf Stunden, bei Sol sind es 10–100. Free- und Go-Nutzer bleiben außen vor.
OpenAIs GPT-6 Astra halluziniert weniger, bleibt aber anfällig für versteckte Prompt-Injections
OpenAIs GPT-6 Astra halluziniert seltener als sein Vorgänger und wehrt direkte Prompt-Injections zu 99,99 % ab. Bei indirekten Angriffen über eingebettete Dokumente wird das Modell aber noch in 8,5 % der Szenarien geknackt, Anthropics Claude Opus 5 liegt bei 4,8 %. Für den autonomen Einsatz von KI-Agenten bleibt das ein Risiko.
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Read full article about: Deepseek plant riesiges Rechenzentrum mit 160.000 Huawei-KI-Chips in der Inneren Mongolei
Deepseek plant, mindestens 160.000 von Huaweis leistungsstärksten KI-Chips in einem riesigen Rechenzentrum in der Inneren Mongolei einzusetzen. Es handelt sich um Huaweis Ascend‑950DT-Chips der nächsten Generation, die DeepSeek allerdings nur für den Betrieb seiner Modelle nutzen will, nicht für das Training, berichtet Bloomberg. Für das rechenintensivere Training setzt das Startup weiterhin auf Nvidia‑Chips. Sollte die Installation wie geplant umgesetzt werden, wäre sie der größte bekannte Cluster von Huawei-Chips und ein konkreter Schritt in Chinas Bestrebungen, sich von Nvidia zu lösen.
Huawei kann die Bestellung allerdings wegen begrenzter Produktionskapazitäten und Engpässen bei Speicherchips voraussichtlich erst in mehr als einem Jahr vollständig liefern. Diese Engpässe könnten sich zumindest beim Speicher mittelfristig lockern: Chinas führender Speicherhersteller CXMT fertigt erstmals in kleinen Mengen HBM3E, einen schnellen Speicher, der in vielen KI-Prozessoren steckt. CXMT liegt damit aber technisch drei bis fünf Jahre hinter Samsung, SK Hynix und Micron, die bereits HBM4 in Serie produzieren. Deepseeks Vorhaben fügt sich in ein größeres Bild, in dem Chinas Regierung versucht, die eigene Chipindustrie zu stärken, ohne die Gesamtentwicklung zu stark zu bremsen.
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Quelle: Bloomberg
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GPT-6 Astra rückt die Frage nach echtem KI-Fortschritt wieder in den Mittelpunkt
OpenAIs GPT-6 Astra sorgt für widersprüchliche Benchmark-Urteile: Epoch AI sieht es mit 169 Punkten vorn, Artificial Analysis nur auf Vorgänger-Niveau, hinter Claude Fable 5.1. Aufsehen erregt vor allem ARC-AGI-3, wo Astra erstmals effizienter arbeitet als der menschliche Durchschnitt. ARC-Prize-Chef François Chollet wertet das nicht als AGI-Beweis, sieht den Fortschritt aber „doppelt so schnell“ wie erwartet – und zieht seine AGI-Prognose vor.