USA und Taiwan einigen sich auf Handelsabkommen mit 250 Milliarden Dollar Chip-Investitionen
Taiwanesische Halbleiterunternehmen sollen massiv in US-Produktionskapazitäten investieren. Im Gegenzug senkt Washington die Zölle auf 15 Prozent.
Taiwanesische Halbleiterunternehmen sollen massiv in US-Produktionskapazitäten investieren. Im Gegenzug senkt Washington die Zölle auf 15 Prozent.
OpenAIs GPT-5.2 Pro hat laut Mathematiker Terence Tao erstmals weitgehend autonom ein offenes Erdős-Problem gelöst. Tao sieht darin einen echten Meilenstein, warnt aber vor übertriebenen Schlussfolgerungen. Für den Mathematiker etwas anderes die eigentlich spannende Entwicklung.
Cloudflare will mit der Übernahme des britischen Startups Human Native ein neues Bezahlmodell aufbauen. Das Unternehmen betreibt einen Marktplatz für KI-Trainingsdaten und wandelt Multimedia-Inhalte in strukturierte, lizenzierbare Daten um.
Der Hintergrund: KI-Crawler durchforsten das Internet massenhaft, ohne dass Webseitenbetreiber dafür bezahlt werden. Statt dass KI-Firmen Inhalte einfach abgreifen, sollen Publisher ihre Daten über einen Index bereitstellen und dafür Geld bekommen.
Cloudflare arbeitet bereits an Tools wie "AI Crawl Control" und "Pay Per Crawl", mit denen Webseitenbetreiber kontrollieren können sollen, wer ihre Inhalte für KI-Training nutzen darf. Zusammen mit Coinbase hat Cloudflare außerdem die x402 Foundation gegründet, die automatische Zahlungen zwischen Maschinen ermöglichen soll. Cloudflare betreibt eine eigene KI-Plattform und hat diese kürzlich durch die Übernahme von Replicate gestärkt.
Andrea Vallone, eine führende Sicherheitsforscherin bei OpenAI, ist zu Anthropic gewechselt. Sie wird dort im Alignment-Team arbeiten, das sich mit den Risiken von KI-Modellen beschäftigt. Vallone war drei Jahre bei OpenAI und gründete dort das "Model Policy"-Forschungsteam. Sie arbeitete an wichtigen Projekten wie GPT-4, GPT-5 und den Reasoning-Modellen.
Im vergangenen Jahr leitete Vallone bei OpenAI dann die Forschung zu einer akut gewordenen Frage: Wie sollten KI-Modelle reagieren, wenn Nutzer Anzeichen von emotionaler Abhängigkeit oder psychischen Problemen zeigen? Einige Nutzer, darunter Jugendliche, haben sich nach Gesprächen mit Chatbots das Leben genommen. Mehrere Familien haben Klagen eingereicht, und der US-Senat hat eine Anhörung zu dem Thema abgehalten.
Bei Anthropic arbeitet Vallone nun unter Jan Leike. Leike war selbst Sicherheitsforschungsleiter bei OpenAI und verließ das Unternehmen im Mai 2024. Leike hatte damals kritisiert, dass Sicherheit bei OpenAI hinter neuen Produkten zurückstehe.
Die Wikipedia hat große KI-Unternehmen als Partner gewonnen: Amazon, Meta, Microsoft, Mistral AI und Perplexity sind dem Partnerprogramm Wikimedia Enterprise beigetreten. Bereits zuvor waren Google, Ecosia und weitere Unternehmen Partner. Die Firmen nutzen die Schnittstellen von Wikimedia Enterprise, um Wikipedia-Inhalte in ihre Produkte einzubinden.
Wikipedia gilt als einer der hochwertigsten Datensätze für das Training großer Sprachmodelle. Ihre Inhalte speisen zudem die Antworten von Chatbots, Suchmaschinen und Sprachassistenten. Entsprechend sieht die Wikimedia Foundation menschlich gepflegtes Wissen im KI-Zeitalter wichtiger denn je an. Ohne finanzielle Beiträge sei das offene Wissensmodell gefährdet.
Bereits Ende Oktober beklagte Wikipedia einen Besucherschwund durch KI-Systeme, die Inhalte ausspielen, ohne Nutzer auf die Webseite zu bringen, und forderte eine faire Lizenzierung über die dafür angebotene API.
Ähnliche Fälle dürfte es in Zukunft immer häufiger geben: Chatbots saugen das WWW leer, bei einer rechtlich nach wie vor ungeklärten Lage. Nicht alle Webseiten-Betreiber werden wie die Wikipedia oder die offene CSS-Bibliothek Tailwind verlorenen Umsatz durch Partner und APIs ausgleichen können.
TranslateGemma zeigt, wie Google mit gezieltem Training mehr aus kleineren Modellen herausholt: Das 12B-Modell übersetzt besser als das doppelt so große Basismodell – und läuft auf einem Consumer-Laptop. Mit der wachsenden Gemma-Familie positioniert sich Google im Wettbewerb um offene KI-Modelle.
OpenAI wollte angeblich nie Apples KI-Partner werden und konzentriert sich stattdessen auf eigene Hardware. Die ChatGPT-Integration auf dem iPhone wurde angeblich kaum genutzt.
Was China kann, kann die USA auch: OpenAI will die heimische Produktion von KI-Hardware stärken und hat dazu eine Ausschreibung veröffentlicht. Das Unternehmen sucht Hersteller und Zulieferer für Rechenzentrumskomponenten wie Kühlung, Stromversorgung und Netzwerktechnik sowie für Unterhaltungselektronik und Robotik. KI hängt laut OpenAI nicht nur von Chips ab, sondern von einem breiten Ökosystem physischer Komponenten. Bewerbungen werden bis Juni 2026 angenommen.
Die Ankündigung folgt auf Gerüchte, dass China die Einfuhr von Nvidia-H200-Chips stark einschränkt und heimische Hersteller zwingt, Hardware mehrheitlich aus inländischer Produktion zu beziehen. Sollte China mit dieser Abkopplung erfolgreich sein, muss die USA mit Gegenmaßnahmen rechnen. Wenn einer unabhängig sein will, müssen es letztlich beide sein.
Freilich ist die Ankündigung auch eine Anbiederung an Trumps "America First"-Politik. OpenAI spricht von einer "Reindustrialisierung des Landes". OpenAI-Präsident Greg Brockman spendete 25 Millionen US-Dollar für Trumps Wahlkampf.