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heise KI PRO Workshop | Zwei Tage Workshop, zwölf Monate Weiterbildung – Dein Weg zur professionellen KI-Nutzung

Zwischen gelegentlichem KI-Chatten und echtem Produktivitätsgewinn liegt ein zweitägiger Workshop: heise KI PRO vermittelt praxiserprobte Prompt-Frameworks, skalierbare Workflows und rechtssicheren KI-Einsatz nach EU‑AI-Act. Im Ticket enthalten: zwölf Monate heise KI PRO, mehr als sechs weitere Live-Webinare, Experten-Talks, THE DECODER-Abo, LinkedIn-eBadge und Zugang zum Multi-LLM-Tool heise I/O mit 30‑€‑Token-Budget. Nächster Start: 12. Oktober 2025.

Read full article about: GPT-Live-1: OpenAIs Full-Duplex-Sprachmodell ist jetzt für Entwickler verfügbar

OpenAI stellt GPT-Live-1 als API für Entwickler bereit. Das Sprachmodell kann gleichzeitig zuhören und sprechen, was OpenAI als Full-Duplex bezeichnet. Es kommt bereits in ChatGPT zum Einsatz. Statt wie bisher Spracherkennung, Sprachmodell und Sprachausgabe einzeln zu verketten, läuft bei GPT-Live-1 alles in einem Modell. Das soll Verzögerungen verringern und Unterbrechungen im Gespräch besser abfangen. Entwickler können GPT-Live-1 je nach Aufgabe mit verschiedenen Backend-Modellen kombinieren und so Rechenleistung, Geschwindigkeit und Kosten an den jeweiligen Einsatzzweck anpassen. Mit 0,05 Dollar pro Minute ist das Modell nicht günstig. Yelp setzt es für telefonische Reservierungen ein und meldet laut CTO Alex Levy bessere Anrufbearbeitung.

In OpenAIs eigenen Benchmarks liegt GPT-Live-1 klar vor seinen Vorgängern: Bei Full-Duplex-Tests erreicht es 80,1 Prozent gegenüber 45,4 Prozent für GPT-Realtime-2.1. Die Reaktionszeit sinkt von 1,4 auf 0,8 Sekunden. Die Genauigkeit bei Tool-Aufrufen steigt von 60 auf 87 Prozent. In einem Banking-Sprachtest kommt GPT-Live-1 auf 32 Prozent, der Vorgänger auf 12,4 Prozent. Dazu gibt es zwölf neue Stimmen in verschiedenen Akzenten, Dialekten und Sprachen. Details stehen in der API‑Dokumentation (bislang nicht online).

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Read full article about: Ex-Deepmind-Sprecher enthüllt: Forscher durften nicht über existenzielle KI-Risiken sprechen

Nicht überraschend, aber dennoch interessant: Ein ehemaliger Pressesprecher von Google Deepmind beschreibt, welche Vorschriften das Team hatte, wenn es über KI-Sicherheit sprach. Laut Vishal Maini, von 2018 bis 2022 im Kommunikations- und Politikteam von Deepmind, waren externe Aussagen über eine mögliche Auslöschung der Menschheit durch KI nicht erlaubt. Forscher wurden trainiert, solche Risiken als Alarmismus abzutun und stattdessen auf positive Anwendungen in Gesundheit oder Klima zu verweisen.

Intern sei jedoch klar gewesen, dass das Alignment-Problem – die sichere Ausrichtung von KI auf menschliche Ziele – ungelöst war und zu wenige Leute daran arbeiteten. Nach monatelangem Einsatz lockerte Deepmind die Regel: Positiv formulierte Inhalte zu KI-Sicherheit wurden erlaubt, etwa ein Blogpost, der das Risiko der Auslöschung in freundlichem Ton verpackte. Laut Maini schließe sich die Lücke zwischen interner Realität und externer Kommunikation, weil die Risiken schwerer zu ignorieren seien.

Maini äußert sich im Kontext zahlreicher KI-Sicherheitsforscher, die derzeit öffentlich warnen – vor ungesicherten KI-Modellen, die Menschen gefährliche Handlungen ermöglichen, oder vor extrem fortschrittlicher KI, die sich verselbständigt. Auch bei Deepmind melden sich Forscher zu Wort.

Read full article about: Analyse zeigt: Claude Fable 5.1 schreibt weniger schmeichelhaft und verzichtet auf typische KI-Floskeln

Arena.ai hat analysiert, wie sich der Schreibstil von Anthropics Claude zwischen den Versionen Fable 5 und Fable 5.1 verändert hat. Grundlage waren Zehntausende Antworten aus dem Text-Arena-Benchmark. Das Ergebnis: Fable 5.1 schreibt weniger zustimmende Eröffnungen wie "yes" oder "exactly" (minus 58 Prozent), verwendet seltener Wörter wie "honestly" oder "frankly" (minus 45 Prozent pro 1.000 Wörter) und nutzt weniger Gedankenstriche (minus 32 Prozent).

Sprachliche Stilmerkmale im Vergleich: Fable 5.1 nutzt deutlich weniger Gedankenstriche (11,0 pro 1.000 Wörter) als Fable 5 (16,2), setzt dafür aber häufiger Semikolons ein (6,09 vs. 3,73). Auch Ehrlichkeitsfloskeln und zustimmende Eröffnungen gehen stark zurück. | Bild: Arena.ai
Sprachkomplexität im Vergleich: Fable 5.1 schreibt im Median 414 Wörter pro Antwort, 30 Prozent mehr als Fable 5 (319), aber kürzer als Opus 5 (525). Die Satzlänge liegt mit 12,54 Wörtern leicht über Opus 5 (12,20). Der Anteil langer Wörter sinkt auf 38,6 Prozent. | Bild: Arena.ai

Gleichzeitig sind die Antworten im Median 30 Prozent länger geworden (319 auf 414 Wörter), bleiben aber 21 Prozent kürzer als bei Opus 5. Auch Floskeln, Absicherungsformulierungen wie "perhaps" und Lob kommen seltener vor. Semikolons nehmen dagegen um 63 Prozent zu. Abstrakte Nomen und lange Wörter gehen ebenfalls zurück.

GPT-6 Astra lässt Mathematiker durchpusten, weil OpenAI es so will

OpenAIs GPT-6 Astra führt den ErdosBench für offene Mathematikprobleme an – obwohl Mathematik laut Chefwissenschaftler Jakub Pachocki bewusst nicht priorisiert wurde. OpenAI investiert stattdessen vorrangig in rekursive Selbstverbesserung und Alignment-Forschung. Das stützt die These einer zunehmend „stacheligen“ KI-Entwicklung mit extremer Stärke in einzelnen Domänen statt breitem Fortschritt, jedenfalls solange KI sich nicht selbst verbessert, sondern gezielt mit von Menschen gemachten Daten optimiert werden muss.

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Read full article about: Anthropic muss 1,5 Milliarden Dollar wegen Urheberrechtsverletzung zahlen, doch bei der Auszahlung herrscht Chaos

Autoren und Verlage streiten um die Aufteilung des 1,5-Milliarden-Dollar-Vergleichs mit Anthropic, dem größten Urheberrechtsvergleich der US-Geschichte. Anthropic muss 3.000 Dollar pro illegal heruntergeladenem Buch zahlen, das zum Training seines Chatbots Claude genutzt wurde. Über 482.000 Titel sind betroffen.

Doch bei der Auszahlung melden Autoren und Verlage wiederholt konkurrierende Ansprüche beim Vergleichsverwalter an, berichtet die New York Times. Mary Rasenberger, Chefin der Authors Guild, sagt, viele Verlage führten keine genauen Aufzeichnungen über zurückgefallene Rechte. Besonders Lehrbuchautoren seien betroffen und manche erhielten laut Vertrag nur 10 bis 15 Prozent. Auch Literaturagenturen beanspruchen laut Writer Beware Anteile, obwohl sie keinen Anspruch haben.

Autorin April Henry entdeckte beispielsweise, dass HarperCollins Rechte an einem Buch beanspruchte, die längst an sie zurückgefallen waren. Eine Ratgeberautorin berichtete, ihr Verlag wolle ihr nur 10 Prozent zugestehen. Ein Gericht hatte Anthropics Nutzung illegal beschaffter Bücher als rechtswidrig eingestuft, das Training mit legal erworbenen Büchern aber als "Fair Use" bewertet. Bei ungelösten Streitfällen soll ein gerichtlich bestellter Schlichter entscheiden.

Read full article about: Nvidias eigene Lieferkette wird zum Testlabor für KI-gestützte Logistik mit Palantir

Nvidia und Palantir wollen Lieferketten mit KI steuern. Erster Einsatzort ist Nvidias eigene Lieferkette mit Millionen Teilen, Tausenden Zulieferern und einem globalen Partnernetzwerk. Allein ein Vera-Rubin-Rack besteht laut Nvidia aus 1,3 Millionen Komponenten.

Palantir bindet dafür offene Nemotron-Modelle, die sich mit eigenen Betriebsdaten anpassen lassen, in seine Plattform Foundry ein. Nvidia cuOpt übernimmt Szenarioplanung und Optimierung. Das System soll Engpässe früher erkennen, Materialzuweisungen beschleunigen und Alternativen bewerten. Entscheidungen und ihre Ergebnisse fließen zurück in die Modelle. Unternehmen aus Fertigung, Pharma oder Energie können den Stack über die Referenz-Architektur Sovereign AI OS auf eigener Hardware oder in der Cloud betreiben. Als Infrastrukturpartner sind Dell, Cisco, Rackspace und Nebius beteiligt. Details zeigt Palantir auf der AIPCon 11.

Nvidia baut die Nemotron-Reihe als Alternative zu chinesischen Open-Weight-Modellen aus. Das Spitzenmodell Nemotron 3 Ultra war zum Start im Juni laut Artificial Analysis das stärkste offene US-Modell, inzwischen liegt Inkling von Thinking Machines Lab vorn. Palantir-CEO Alex Karp wirbt dafür, dass Unternehmen eigene Modelle betreiben, statt ihr Wissen externen Anbietern zu überlassen. Mistral-Gründer Arthur Mensch argumentierte kürzlich ähnlich.

Read full article about: Neues Forschungsinstitut will KI-Sicherheit mit mathematischen Methoden garantieren

Der kanadische Mathematiker Jacob Tsimerman, frischer Fields-Medaillen-Träger, hat die Gründung des Mathematical A.I. Safety Institute (MAISI) angekündigt. Das unabhängige Forschungsinstitut im Großraum San Francisco soll ab Januar 2027 mit zehn bis dreißig Mathematikern an KI-Sicherheitsproblemen arbeiten, berichtet die New York Times. Tsimerman, der auch eine Stelle in der Sicherheitsabteilung von OpenAI antritt, fordert "ein viel höheres Maß an Sicherheit, als wir derzeit bekommen".

Bei einem Verschlüsselungsverfahren lässt sich beweisen, dass es nicht zu knacken ist, ohne jeden Angriff durchzuprobieren. Bei KI fehlt diese Abkürzung bisher: Sicherheit zeigt sich erst im Betrieb, und laut MAISI fehlt sogar eine klare Definition, was "sicher" überhaupt heißt, selbst in der Theorie.

Genau solche Beweise will MAISI möglich machen: dass ein System verantwortungsvoll handelt und richtige Ergebnisse liefert, dass mehrere KI-Agenten im Zusammenspiel nichts Unerwünschtes auslösen und die Systeme auch gegen bislang unbekannte Schwachstellen gewappnet sind. Ein Werkzeug könnten Zero-Knowledge-Proofs sein, mit denen ein System nachweist, dass es nicht betrügt, ohne die Geschäftsgeheimnisse der KI-Labore offenzulegen.

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