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Read full article about: Turing-Preisträger Sutton gründet Oak Lab und will KI-Agenten bauen, die wirklich selbst lernen

Richard Sutton, Turing-Preisträger 2024 und Mitbegründer des modernen Reinforcement Learning, hat zusammen mit Khurram Javed das Startup Oak Lab in Toronto gegründet. Beide kommen von John Carmacks KI-Firma Keen Technologies. Sutton kritisiert aktuelle Deep-Learning-Methoden als "schwach und ineffizient" und fordert grundlegend neue Ansätze.

Einen Hinweis auf Suttons Pläne geben seine jüngsten Aussagen. Im Juni argumentierte er, generative KI sei gut im Nachahmen, könne aber eigene Ergebnisse nicht bewerten und sei daher unfähig zur echten Entdeckung. Stattdessen will er KI-Agenten bauen, die kontinuierlich aus ihrer Umgebung lernen, innere Weltmodelle aufbauen und Variation, Bewertung und Selektion selbst organisieren. Oak Lab verfolgt genau diesen Ansatz, setzt wie Keen auf Reinforcement Learning und die Überzeugung, dass KI während des Betriebs aus Erfahrung lernt, statt nur einmalig aus Datensätzen. Das Fernziel ist ein Agent mit "einer Billion Parametern, der in Echtzeit lernt und plant und dabei nur 20 Watt Energie verbraucht."

16 Nobelpreisträger warnen: KI-Umbruch könnte größer als Industrielle Revolution werden

Mehr als 200 Ökonomen und KI-Forscher, darunter Nobelpreisträger und Vertreter von Google, OpenAI und Anthropic, fordern in einem koordinierten Statement sofortiges Handeln: Die KI-Transformation könne größer als die Industrielle Revolution sein, entfalte sich aber in einem deutlich kürzeren Zeitrahmen. Konkrete Maßnahmen nennt das Papier allerdings nicht und bisherige Studien belegen noch keine signifikanten KI-Effekte auf den Arbeitsmarkt.

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Read full article about: "Ironisch": Microsoft-Chef wirft großen KI-Anbietern Doppelmoral bei Trainingsdaten vor

Microsoft-CEO Satya Nadella kritisiert auf seinem Blog die gängige Praxis großer KI-Anbieter bei der Destillation, dem Verfahren, bei dem kleinere Modelle aus den Ausgaben größerer Modelle lernen. Anbieter wie OpenAI und Anthropic verbieten dies in ihren Nutzungsbedingungen, vor allem gegen chinesische KI-Unternehmen gerichtet. Nadella findet es "ironisch", dass dieselben Anbieter öffentliche Daten vermeintlich per Fair Use zum Training nutzen, Destillation aber verbieten und gleichzeitig aus Kundeninteraktionen lernen. So konzentriere sich der ökonomische Wert bei den Infrastrukturbetreibern statt bei den Unternehmen, die das Wissen erzeugen.

Wer Intelligenz konsumiert, erschafft Intelligenz.

Satya Nadella

Dieses Problem beschreibt Nadella als "umgekehrtes Informationsparadoxon": Unternehmen zahlten doppelt für KI. Erst mit Geld, dann mit dem sogenannten "Exhaust", also Korrekturen, Bewertungen und Nutzungsdaten, die in der Interaktion mit KI-Systemen anfallen und internes Firmenwissen preisgeben. KI-Anbieter könnten daraus lernen und womöglich Konkurrenzprodukte entwickeln.

Unternehmen müssten daher ihre eigene Lernschleife kontrollieren können. Die dafür nötige Lerninfrastruktur stellt selbstverständlich Microsoft bereit.

Deutsches Konsortium veröffentlicht offenes KI-Modell Soofi S für Deutsch und Englisch

Ein deutsches Forschungskonsortium hat mit Soofi S 30B-A3B ein offenes Sprachmodell veröffentlicht, das komplett auf der Telekom-Cloud in München trainiert wurde und einen bewussten Fokus auf deutsche Sprachdaten legt. Dank einer sparsamen Hybridarchitektur aktiviert das Modell pro Token nur einen Bruchteil seiner Parameter und hält seinen Durchsatz auch bei sehr langen Kontexten stabil. Laut Benchmarks übertrifft es alle vollständig offenen Konkurrenten in Deutsch und Englisch. Nun sucht das Konsortium Industriepartner für den Praxiseinsatz.

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Read full article about: Claude Fable 5 bleibt doch im Abo: Anthropic gibt Abo-Nutzern mehr Zeit

Anthropic verlängert die Verfügbarkeit von Fable 5 im Flatrate-Tarif. Eigentlich hätte das Modell ab heute nur per Direktbezahlung verfügbar sein sollen. Laut der Support-Seite von Anthropic können Nutzer von Pro-, Max-, Team- und Enterprise-Tarifen Claude Fable 5 bis zum 19. Juli 2026 ohne Zusatzkosten verwenden. Bis zu 50 Prozent des wöchentlichen Nutzungslimits dürfen für Fable 5 genutzt werden. Danach kann man entweder per Credits weitermachen oder auf ein anderes Modell wechseln. Auch die 50-prozentige Erhöhung der Claude-Code-Limits wurde bis zum selben Datum verlängert. Fable 5 verbraucht das Kontingent schneller als andere Claude-Modelle.

Grund für die Verlängerung dürfte der wachsende Preisdruck sein. OpenAIs GPT-5.6 Sol ist im regulären ChatGPT-Abo enthalten, über die API günstiger und soll zudem Token-effizienter arbeiten. Allein mit dem bisherigen Premium-Modell Claude Opus 4.8 kann Anthropic dagegen kaum bestehen. Hinzu kommt starker Wettbewerb im Budget-Segment, zuletzt durch GLM 5.2, Metas Spark 1.1 und Grok 4.5.

Read full article about: LinkedIn ist laut Analyse die KI-Slop-Schleuder unter den Social-Media-Plattformen

Laut einer Pangram-Analyse ist jeder vierte längere Social-Media-Beitrag ab 250 Wörtern vollständig KI-generiert. LinkedIn ist am stärksten betroffen: 41 Prozent der Langform-Posts wurden als KI-geschrieben erkannt. Obwohl LinkedIn nur ein Drittel der gescannten Beiträge ausmachte, entfielen fast zwei Drittel aller KI-Inhalte auf die Plattform. Bei X/Twitter-Artikeln war fast die Hälfte KI-generiert oder KI-unterstützt. Substack hatte mit rund 10 Prozent die niedrigste KI-Rate bei Langform-Inhalten. Reddit-Antworten waren zu 98 Prozent menschlich, eigenständige Posts dort enthielten aber deutlich häufiger KI-Texte.

Tabelle zeigt den Anteil KI-generierter Inhalte auf fünf Social-Media-Plattformen, aufgeteilt in Kurzform (50-250 Wörter) und Langform (über 250 Wörter). LinkedIn hat mit 30 Prozent bei Kurzform und 41 Prozent bei Langform die höchsten Werte. Es folgen Medium (28/31 Prozent), X/Twitter (9/29 Prozent), Reddit (3/13 Prozent) und Substack (12/10 Prozent).
Anteil vollständig KI-generierter Beiträge nach Plattform und Textlänge, April bis Juni 2026. LinkedIn führt mit 41 Prozent bei Langform-Inhalten. | Bild: Pangram

Die Daten stammen aus Pangrams Chrome-Erweiterung, die zwischen April und Juni 2026 über eine Million Beiträge auf fünf Plattformen auswertete. Das Erkennungsmodell Pangram 3.3 hat eine Falsch-Positiv-Rate von 0,01 Prozent. Da es eher verlässlich Mensch- als KI-Inhalte erkennt, könnte die tatsächliche Quote noch höher liegen. Über die Qualität der Inhalte macht die Studie keine Aussage, aber zumindest LinkedIn selbst fühlt sich offenbar gestört und hat KI-Inhalten bereits den Kampf angesagt.

Read full article about: Claude Code bekommt integrierten Browser direkt in der Desktop-App

Claude Code hat jetzt einen Browser. Anthropic hat seine Desktop-Entwicklungsumgebung Claude Code um ein integriertes Browser-Fenster erweitert. Damit kann Claude direkt in der App Webseiten aufrufen, etwa Dokumentationen oder Issue-Tracker, und mit ihnen interagieren – lesen, klicken, tippen. Der Browser funktioniert wie ein Tab-Browser und lässt sich per Tastenkombination öffnen.

Claude nutzt dabei dieselben Werkzeuge wie bei der Vorschau lokaler Apps, allerdings mit zusätzlichen Sicherheitsprüfungen: Schreibaktionen auf externen Seiten werden durch Klassifizierer geprüft, und Claude kauft ohne Zustimmung nichts, erstellt keine Konten und umgeht keine CAPTCHAs. Der Browser verwendet ein eigenes Profil ohne gespeicherte Logins. Unternehmen können den Zugriff auf externe Seiten per Allowlist einschränken oder die Browser-Tools komplett deaktivieren. Wer Claudes Aktionen in eigenen Login-Sessions nutzen will, soll stattdessen die Chrome-Erweiterung verwenden.

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Read full article about: S&P sieht OpenAI als zentrales Risiko für Oracle und senkt Kreditbewertung

S&P Global bewertet OpenAI als zentrales Kreditrisiko für Oracle und hat Oracles Kreditrating von "BBB" auf "BBB-" herabgestuft, nur noch eine Stufe über Ramschniveau. Oracles KI-Geschäft verschlingt weit mehr Geld als erwartet: Die Investitionsausgaben sollen 2027 bis zu 95 Milliarden Dollar erreichen statt der geschätzten 60 Milliarden, während Einnahmen erst über Jahre fließen. OpenAI macht dabei laut S&P rund die Hälfte von Oracles 638 Milliarden Dollar an Vertragsverbindlichkeiten aus. Fällt OpenAI aus, sitzt Oracle auf riesigen Rechenzentrumskapazitäten, die es kaum loswird. Im Vergleich zu den großen Hyperscalern wie AWS, Google oder Microsoft, die eigene interne Arbeitslasten als Puffer und mehr finanzielle Reserven haben, sei Oracle schlechter aufgestellt. Allerdings würden auch deren Bilanzen wohl massiv unter einem OpenAI-Ausfall leiden.

Auch andernorts wachsen Zweifel: SoftBank musste einen durch OpenAI-Anteile besicherten Kredit von 10 auf 6 Milliarden Dollar kürzen, weil Kreditgeber den Wert des nicht börsennotierten Unternehmens schwer einschätzen können. OpenAI hat seinen Börsengang auf 2027 verschoben.