Die New York Times arbeitet nicht mehr mit einem Freelance-Journalisten zusammen, der offenbar versehentlich mit KI Inhalte einer Buchbesprechung kopiert hat. Autor Alex Preston nutzte ein KI-Tool bei einer Rezension des Romans "Watching Over Her" von Jean-Baptiste Andrea. Die KI übernahm dabei Passagen aus einer älteren Rezension desselben Buchs von Christobel Kent im Guardian, die Preston vor Abgabe nicht erkannte. Ein Leser bemerkte die Übereinstimmungen und die New York Times beendete die Zusammenarbeit.
Preston sagte dem Guardian, er sei "zutiefst beschämt" und habe "einen schweren Fehler gemacht". Da er die Guardian-Besprechung teils fast wörtlich zitierte, ist davon auszugehen, dass sein KI-Tool direkt aus dem Artikel kopierte, ohne dass Preston dies bewusst war – letztlich also inkompetente Nutzung.
Ein ähnlicher KI-Fail, der auf ungelernten Umgang und mangelnde Sorgfalt zurückzuführen ist, ereignete sich kürzlich bei Ars Technica: Ein Redakteur veröffentlichte einen Artikel mit komplett erfundenen Zitaten, die aus einem Entwicklerblog hätten stammen sollen. Der betreffende Entwickler hatte allerdings unwillentlich ChatGPT ausgesperrt. Der Redakteur hätte die Quelle prüfen müssen. Stattdessen vertraute er auf das Internet-Crawling von ChatGPT, das die Zitate anhand der Prompts und der URL frei erfand.

