Anzeige
Skip to content
Read full article about: KI-Betrug an US-Colleges: Falsche Studierende erschleichen mit KI Studienbeihilfen

KI ermöglicht offenbar eine neue Art von Betrug an US-Community-Colleges. Laut einem Bericht des New Yorker werden dort von Betrügern falsche Studierende in Kurse eingeschrieben. Um deren Beihilfen zu kassieren, müssen sie jedoch Kursaufgaben erledigen. Dafür nutzen sie KI.

Professor David Song vom East Los Angeles College berichtet, dass ihm das Problem vor einigen Jahren auffiel: In seinem Geschichtskurs tauchten Studierende mit generisch angelsächsischen Namen auf, obwohl die Studierendenschaft überwiegend aus Latinos und Asiaten besteht. Ihre Angaben, bereits Kurse zu asiatisch-amerikanischen Themen belegt zu haben, klangen laut Song unglaubwürdig.

Song erlaubt KI in seinen Kursen, verlangt aber Kennzeichnung und akademische Ehrlichkeit. Daran halte sich niemand, selbst bei offensichtlich KI-generierten Inhalten. Viele Community-College-Studierende wollten primär Pflichtfächer abhaken, statt wirklich zu lernen. Den schlimmsten Missbrauch sehe er in asynchronen Online-Kursen, in denen Studierende anonym blieben.

Auch andere vom New Yorker befragte Lehrende berichten über KI-Frust. Geschichtsprofessor David Roach schätzt, dass mehr als die Hälfte seiner Studierenden KI für Hausarbeiten nutzt: "War es schon immer so, dass die Hälfte unserer Studierenden schummeln würde, wenn es einfach genug wäre?"

Read full article about: Britische Beschäftigte nutzen ChatGPT statt Anwälte und überlasten damit die Justiz

Künstliche Intelligenz überflutet Britanniens Arbeitsgerichte mit Klagen. Die Zahl der Anträge auf einstweilige Maßnahmen ("interim relief") ist laut einem Memo der beiden Gerichtspräsidenten Barry Clarke und Susan Walker um das Hundertfache gestiegen. Beschäftigte nutzen ChatGPT oder Grok, um kostenlos Klageschriften zu erstellen, statt Anwälte zu bezahlen.

Die Folge: 39 Prozent mehr Klagen im Jahr bis März 2026, der Rückstau ungelöster Fälle stieg um 55 Prozent auf 64.000. Viele KI-generierte Schriftsätze sind jedoch hunderte Seiten lang, voller erfundener Gesetze und unrealistischer Forderungen.

Diese Flut könnte noch zunehmen: Die Labour-Regierung erweitert mit dem neuen Employment Rights Act die Klagegründe um rund 25 weitere und streicht Entschädigungsobergrenzen. Eine "Tragödie der Gemeingüter", wie The Economist titelt. Denn für Beschäftigte mit echten Beschwerden bedeutet der Ansturm längere Wartezeiten auf Gerechtigkeit. Für Arbeitgeber bedeutet er höhere Anwaltskosten, um auf Klagen zu reagieren, egal ob berechtigt oder frei erfunden.

In den USA ist es ähnlich: Dort bezeichnete ein Richter KI-Klagen als "existenzielle Bedrohung für die Bundesgerichte". Dass es auch anders geht, zeigt eine Studie aus Pakistan: Hier konnten Richter dank KI-Zugang und Training schneller mehr Fälle bearbeiten.

Anzeige

Google DiffusionGemma: So funktioniert das schnelle Text-Diffusionsmodell

Google Deepmind zeigt im technischen Bericht zu DiffusionGemma, wie sich das bestehende Gemma-4-Modell mit unter zehn Prozent des ursprünglichen Trainingsbudgets in ein Diffusionsmodell umwandeln lässt. Statt Token für Token erzeugt es 256 Tokens parallel und erreicht rund 1.500 Tokens pro Sekunde. In Benchmarks bleibt die Qualität allerdings hinter dem autoregressiven Ausgangsmodell zurück, vor allem bei Reasoning-Aufgaben.

Read full article about: KI-Energiehunger treibt Amazon und Nvidia zu Milliarden-Investitionen in Strominfrastruktur

Amazon und Nvidia benötigen mehr Energie für KI. Nvidia investiert laut The Information bis zu drei Milliarden Dollar in Lancium, den Strominfrastruktur-Entwickler hinter dem OpenAI- und Oracle-Rechenzentrum in Texas. Für zwei Milliarden Dollar erhält Nvidia etwa 20 Prozent an dem Unternehmen, das mit rund zehn Milliarden Dollar bewertet wird. Lancium hat bereits vier Gigawatt Strom in Texas unter Vertrag und entwickelt Standorte für bis zu 15 weitere Gigawatt.

Gleichzeitig investiert Amazon in ein riesiges Gaskraftwerk in Pecos County, Texas, das laut New York Times bis zu 33 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr ausstoßen dürfte und damit das schmutzigste Kraftwerk der USA werden könnte. Es soll mit 35 Gasturbinen bis zu 7,65 Gigawatt Strom für ein Amazon-Rechenzentrum erzeugen. Amazon-Sprecherin Margaret Callahan betonte, das Klimaziel des Unternehmens bleibe bestehen, räumte aber ein, dass KI-Rechenzentren die Klimaziele erschweren könnten. Umweltgruppen warnen vor Gesundheits- und Umweltschäden.

Klimaforscher Zeke Hausfather schätzt, dass ein intensiver Nutzer agentischer KI pro Jahr etwa so viel Energie verbraucht wie ein Wäschetrockner, Tendenz steigend.

Anzeige

Anthropic schaltet Claude Code standardmäßig auf Auto-Mode – zum Schutz der Entwickler

Anthropic macht den Auto-Mode in Claude Code ab dem 14. August zum Standard für Pro-, Max- und Team-Tarife. Der Grund: die Sicherheit von IT-Projekten. Denn in Tests erkannte der Klassifikator 89 Prozent gefährlicher Befehle, menschliche Prüfer hingegen nur 13,6 Prozent. Für das meistgenutzte KI-Coding-Tool bedeutet das: Der Entwicklerjob verschiebt sich weiter vom Coden zum Überwachen.

Read full article about: Claude-Code-Sessions können ab sofort miteinander kommunizieren und Informationen austauschen

Claude-Code-Sessions können jetzt miteinander reden: Ab Version 2.1.224 können Sessions auf macOS und Linux einander Nachrichten schicken. Statt Informationen manuell zwischen Terminals zu kopieren, kann Claude einer anderen Session eine Text-Zusammenfassung schicken.

Laut Anthropic funktioniert das in beide Richtungen: Man kann eine andere Session etwas fragen und die Antwort direkt erhalten. Claude kann auch selbstständig eine Nachricht senden, etwa wenn eine Änderung die Arbeit einer anderen Session betrifft. Typische Anwendungsfälle sind laut Dokumentation das Weitergeben von Erkenntnissen, die Koordination paralleler Worktrees und Statusabfragen bei langen Aufgaben.

Auf demselben Rechner läuft die Kommunikation lokal, zwischen verschiedenen Rechnern über Anthropic-Server – dort sind nur Antworten möglich. Admins können das Feature per Einstellungen einschränken. Es ist nicht auf Amazon Bedrock, Google Cloud Agent Platform oder Microsoft Foundry verfügbar.

Anzeige
Read full article about: Backflip AI verwandelt 3D-Scans in wenigen Minuten in bearbeitbare CAD-Modelle

Das KI-Startup Backflip AI hat sein zweites KI-Modell für CAD-Generierung veröffentlicht. Es wandelt 3D-Scans und Mesh-Dateien in vollständig bearbeitbare, parametrische CAD-Modelle um. Normalerweise ist dieser Prozess zeitaufwendig und erfordert viel CAD-Erfahrung. Backflip reduziert ihn laut eigenen Angaben auf wenige Minuten. Der Bedarf ist groß: Laut CEO Greg Mark haben die meisten Fabriken für weniger als ein Prozent ihrer Teile digitale Modelle. Besonders in der Automobil- und Luftfahrtindustrie spielt die Digitalisierung von Bauteilen eine zentrale Rolle, etwa beim Prototyping oder dem Design neuer Komponenten.

CAD-Modell in Autodesk Fusion 360 mit Backflip.AI-Plugin | Bild: Backflip AI
CAD-Modell in Autodesk Fusion 360 mit Backflip.AI-Plugin | Bild: Backflip AI

Anders als bisherige KI-Modelle, die lediglich Oberflächen aus Dreiecken erzeugen, generiert Backflip echte CAD-Operationen wie Extrudieren oder Drehen. Die Ergebnisse bleiben dadurch schnell anpassbar. Das Tool läuft als Add-in für Autodesk Fusion. Vier Rekonstruktionen sind kostenlos, danach starten Pläne ab 20 Dollar pro Monat. Das seit Dezember 2024 aktive Startup ist mit 30 Millionen Dollar finanziert.