Der KI-Agenten-Hype rund um OpenClaw hat auch in China voll eingeschlagen. Mindestens sieben chinesische Lokalregierungen haben innerhalb weniger Tage Förderprogramme rund um OpenClaw aufgelegt, berichtet die SCMP. Die Maßnahmen zeigen: Peking betrachtet KI-Agenten als industriepolitisches Werkzeug.
Der Technologiebezirk Hefei in der Provinz Anhui bietet bis zu 1,4 Millionen Dollar an Subventionen für Wohnraum, Büros und Rechenleistung. unter anderem zur Förderung sogenannter "Ein-Personen-Unternehmen", bei denen ein einzelner Gründer mit KI-Agenten als Belegschaft arbeitet. Shenzhen zog mit ebenfalls bis zu 1,4 Millionen Dollar nach, Wuxi mit rund 700.000 Dollar plus Rechenressourcen, Changshu mit etwa 830.000 Dollar. Changzhou bietet rund 700.000 Dollar Förderung und zusätzlich 280.000 Dollar für Rechenleistung, Nanjing lockt mit kostenlosen Büroflächen und Rechenressourcen.
"KI für [die Nutzer] arbeiten zu lassen, Aufgaben in ihrem Namen zu erledigen, bietet ein Erlebnis, das über das bloße Gerede rund um die Technologie hinausgeht", sagt Li Zhi, Leiterin des Intelligent Institute bei Analysys International. "Es hat ein gesellschaftliches Gefühl und eine Vision von Produktivität getroffen und letztlich einen landesweiten Hype ausgelöst, der alle mitgerissen hat – von Tech-Geeks bis zu gewöhnlichen Nutzern."
Hume AI veröffentlicht TADA als Open Source, ein KI-System zur Sprachgenerierung, das Text und Audio synchron verarbeitet. TADA ordnet jedem Text-Token genau ein Audio-Signal zu, statt wie bisherige Systeme deutlich mehr Audio-Frames pro Text-Token zu erzeugen. Das Ergebnis laut Hume AI: TADA ist über fünfmal schneller als vergleichbare Systeme und produzierte in Tests mit über 1.000 Samples keine Transkriptions-Halluzinationen, also keine erfundenen oder übersprungenen Wörter im Vergleich zum Ausgangstext. Bei menschlichen Bewertungen erreichte das System 3,78 von 5 Punkten für Natürlichkeit.
TADA soll kompakt genug sein für den Einsatz auf Smartphones. Einschränkungen gibt es bei langen Texten, wo die Stimme gelegentlich abdriftet. Verfügbar sind Modelle mit 1B und 3B Parametern auf Llama-Basis, für Englisch und sieben weitere Sprachen (nur 3B). Code und Modelle stehen auf GitHub und Hugging Face unter der MIT-Lizenz bereit, technische Details gibt es im Paper.
Das KI-ForschungsinstitutAi2hat Robotik-Modelle vorgestellt. Sie wurden ausschließlich in Simulationen trainiert und sollen ohne zusätzliche manuell erhobene Daten oder Feinabstimmung direkt auf echten Robotern funktionieren – ein sogenannter Zero-Shot-Sim-to-Real-Transfer. Das soll die Entwicklung effizienter machen: Bei herkömmlichem Training benötigten Forscher monatelang teleoperierte reale Demonstrationen, um simulationstrainierte Roboter zuverlässig zu machen.
Die zwei neuen Open-Source-Systeme heißen MolmoSpaces und MolmoBot. MolmoSpaces umfasst über 230.000 Innenraum-Szenen, mehr als 130.000 kuratierte Objekte und über 42 Millionen physikbasierte robotische Greif-Annotationen. MolmoBot, darauf aufbauend, kann Objekte greifen und ablegen sowie Schubladen und Türen bedienen, ohne je reale Trainingsdaten für diese Aufgaben gesehen zu haben.
Laut Ranjay Krishna, Direktor des PRIOR-Teams bei Ai2, schrumpft die Lücke zwischen Simulation und Realität, wenn man die Vielfalt der simulierten Umgebungen, Objekte und Kamerabedingungen stark erhöht. Alle Modelle und Werkzeuge sind offen verfügbar, technische Details gibt es im Paper.
KI führt bei Meta wohl zu Massenentlassungen, aber anders als gedacht: Primär möchte Meta so wohl die hohen Kosten für KI-Infrastruktur absichern. Zudem wolle sich der Konzern auf die erwarteten Effizienzgewinne durch KI-gestützte Arbeit "vorbereiten", so Reuters. Führungskräfte planen demnach, bis zu 20 Prozent der Belegschaft abzubauen – das wären rund 16.000 der knapp 79.000 Beschäftigten. Ein genaues Datum und die endgültige Zahl stehen bisher nicht fest. Meta-Sprecher Andy Stone nannte die Berichte "spekulative Berichterstattung über theoretische Ansätze".
Ein weiteres Neo-Lab gründet sich, dieses Mal aus dem Anthropic-Team: Mirendil will KI-gestützte Forschung in Bereichen wie Biologie und Materialwissenschaft betreiben. Die Gründer Behnam Neyshabur (CEO) und Harsh Mehta (CTO) verließen Anthropic im Dezember und verhandeln laut The Information über eine Finanzierungsrunde von 175 Millionen Dollar bei einer Bewertung von einer Milliarde Dollar. Andreessen Horowitz und Kleiner Perkins sollen die Runde gemeinsam anführen. Die Konditionen sind noch nicht endgültig.
Neyshabur leitete bei Anthropic ein Team für wissenschaftliches KI-Reasoning und arbeitete zuvor mehr als fünf Jahre bei Google DeepMind. Mehta war Senior Research Scientist bei Anthropic. Zum Gründerteam gehören auch Shayan Salehian (zuvor xAI) und Tara Rezaei (zuvor Praktikantin bei OpenAI).
Anthropic macht das extra große Kontextfenster von Claude viel günstiger. Die Modelle Opus 4.6 und Sonnet 4.6 bieten ab sofort ein Kontextfenster von einer Million Token zum Standardpreis. Vor der Preisanpassung nahm Anthropic für Anfragen mit mehr als 200.000 Token einen Aufschlag von bis zu 100 Prozent. Das Kontextfenster bestimmt, wie viel Text ein KI-Modell auf einmal verarbeiten kann.
Opus 4.6 kostet 5/25 Dollar pro Million Token (Eingabe/Ausgabe), Sonnet 4.6 liegt bei 3/15 Dollar. Ob eine Anfrage 9.000 oder 900.000 Token umfasst, spielt jetzt preislich keine Rolle mehr. Zudem steigt das Limit für Medien von 100 auf 600 Bilder oder PDF-Seiten pro Anfrage. Das Angebot gilt auch für Claude Code (Max, Team, und Enterprise) sowie über Amazon Bedrock (bis auf Medienlimit), Google Cloud Vertex AI und Microsoft Foundry.
Der Benchmark misst, wie gut KI-Modelle über große Textmengen logisch schlussfolgern können. Das neue Opus 4.6 hat dabei angeblich fast keinen Leistungsverlust. | Bild: Anthropic
Elon Musks KI-Firma xAI steckt in einer Krise: Musk gab auf der Plattform X zu, dass das Unternehmen "beim ersten Mal nicht richtig aufgebaut" wurde und nun von Grund auf neu strukturiert werde. Sechs der zwölf Mitgründer haben xAI seit Januar verlassen, darunter zuletzt Guodong Zhang und Zihang Dai. Nur noch Manuel Kroiss und Ross Nordeen sind neben Musk geblieben.
Bildgenerierung mit Nano Banana: Google erklärt die Unterschiede der drei Modelle
Ein offizieller Leitfaden von Google ordnet die drei Nano-Banana-Bildmodelle ein und zeigt, wann sich welches lohnt. Das günstigere Nano Banana 2 soll 95 Prozent der Pro-Fähigkeiten bieten und kann vor der Bildgenerierung eigenständig im Internet nach Referenzbildern suchen.