Anzeige
Skip to content
Read full article about: "Nur Fable 5 ist besser": Alibabas Qwen-Team kontert Kimi K3 mit offenem Qwen3.8-Modell

Alibaba hat mit Qwen3.8 ein neues KI-Modell mit 2,4 Billionen Parametern vorgestellt. Laut dem Qwen-Team ist es mit führenden Modellen vergleichbar und nur hinter Fable 5 einzuordnen. Eine Vorschauversion ist bereits über Alibabas Token PlanQoder und QoderWork zu zehn Prozent des Standardpreises zugänglich, offene Gewichte sollen bald folgen.

Gegenüber dem Vorgänger Qwen3.7-Max soll das Modell laut Alibaba vor allem beim Programmieren und bei komplexen Produktivitätsaufgaben wie Full-Stack-Entwicklung, Datenanalyse und Office-Workflows besser abschneiden. Laut Entwickler Shuai Bai ist es zudem das erste multimodale Modell des Teams mit mehr als einer Billion Parametern und verarbeitet Bilder, Videos und Dokumente. Benchmarks gibt es bisher nicht.

Dass das Qwen-Team hier in die Offensive geht, dürfte auch am erfolgreichen Release von Kimi K3 liegen, das zwar ebenfalls Open Weight angekündigt hat, aber derzeit noch den Hauptteil des Interesses in die eigene Chat-App und API umleitet. Moonshot hat im Juni laut Bloomberg 300 Millionen Dollar jährlich wiederkehrenden Umsatz erreicht und plant einen Börsengang innerhalb von sechs Monaten.

Google Deepmind sieht in KI-Videogeneratoren mächtige Bildverarbeitungswerkzeuge

Google Deepmind zeigt mit GenCeption, dass ein umgebautes Video-Generierungsmodell klassische Bildverarbeitungsaufgaben wie Tiefenschätzung und Segmentierung auf State-of-the-Art-Niveau lösen kann. Trainiert wurde fast ausschließlich mit synthetischen Daten und einem Bruchteil der sonst üblichen Datenmenge. Das befeuert die Debatte, ob in Videogeneratoren bereits eine Art universelles Weltmodell steckt.

Read full article about: Moonshots Kimi K3 schlägt Claude und GPT bei Frontend, bleibt bei komplexer Mathematik aber weit zurück

Moonshots KI-Modell Kimi K3 sorgt derzeit für Diskussionen in der westlichen KI-Szene. Wie gut ist das Modell wirklich? In der Frontend Code Arena steht es mit einem Score von 1.679 auf Platz 1. In diesem Benchmark bewerten menschliche Tester die Frontend-Ergebnisse der Modelle. Kimi K3 schlägt damit Claude Fable 5 (1.631), GPT-5.6 Sol (1.618) und alle anderen getesteten Modelle deutlich. Es ist das erste Mal, dass ein chinesisches Modell die Spitze dieses Benchmarks erreicht.

Bei anspruchsvoller Mathematik zeigt Kimi K3 jedoch klare Schwächen. Laut Daten von Epoch AI erreicht es im FrontierMath-Benchmark (Tier 4, die schwierigsten Experten-Mathematikaufgaben) nur etwa 39 Prozent Genauigkeit. Modelle von OpenAI oder Anthropic erzielen dort teils beinahe 90 Prozent.

Bei komplexen mathematischen Aufgaben liegt Kimi K3 deutlich hinter den westlichen Spitzenmodellen. | Bild: Epoch AI
Anzeige

KI-Textdetektoren schwächeln, wenn Sprachmodelle den Stil eines Autors imitieren

Epoch AI hat drei führende KI-Textdetektoren – Pangram, GPTZero und Originality.ai – mit stilimitierten Texten konfrontiert. Ergebnis: Bis zu 18 Prozent der KI-Texte blieben unerkannt. Bei wissenschaftlichen Texten stieg die Fehlerquote auf bis zu 48 Prozent, ausgerechnet dort, wo Detektoren am häufigsten eingesetzt werden.

Read full article about: China positioniert sich mit massiver KI-Initiative als Gegenpol zum Westen

Xi Jinping hat auf der World AI Conference in Shanghai 5000 KI-Trainingsplätze für Länder des Globalen Südens in den nächsten fünf Jahren angekündigt. Bereits am Donnerstag hatten 29 Staaten die Gründung der schon 2025 vorgeschlagenen "World Artificial Intelligence Cooperation Organization" (WIKO) mit Sitz in Shanghai besiegelt, darunter Russland, Brasilien, Südafrika, Pakistan und Indonesien. Kein westliches Land gehört zu den Gründungsmitgliedern. China positioniert sich damit als Gegenpol zu westlichen KI-Initiativen und baut über regionale Bündnisse Einfluss auf die globale KI-Governance aus.

Xi forderte zudem, KI müsse unter menschlicher Kontrolle bleiben, und wandte sich gegen eine überdehnte Berufung auf nationale Sicherheit im KI-Bereich – ein kaum verhohlener Seitenhieb auf die US-Exportkontrollen bei KI-Chips und KI-Technologie. Den Wert der chinesischen "Smart Economy", die neben KI auch andere digitale Technologien umfasst, bezifferte Xi auf mindestens eine Billion Renminbi (rund 125 Milliarden Euro).

Anzeige

Offene KI-Modelle werden billiger und gefährlicher: Zeitfenster für Cyber-Verteidiger schrumpft

Das britische AI Security Institute zeigt: Open-Weight-Modelle wie GLM-5.2 und DeepSeek V4-Pro liegen bei Cyber-Fähigkeiten nur noch vier bis sieben Monate hinter geschlossenen Frontier-Modellen. Anfang 2025 waren es noch bis zu zehn Monate. Sicherheitsvorkehrungen offener Modelle erwiesen sich weitgehend als wirkungslos. Das Zeitfenster, in dem Verteidiger sich vorbereiten können, wird spürbar enger.

Read full article about: Anthropic kürzt Claude-Fable-5-Limits drastisch, Pro-Nutzer müssen bald API-Preise zahlen

Claude Fable 5 wird ab dem 20. Juli weiter in allen Max- und Team-Premium-Plänen enthalten sein, allerdings mit deutlich reduzierten Limits. Am selben Tag endet auch die aktuelle Bonus-Nutzungsphase, wodurch die regulären Limits für alle Nutzer um 33 Prozent sinken. Fable 5 ist dann nur mit 50 Prozent dieser bereits reduzierten Limits nutzbar. Für Pro- und Team-Standard-Nutzer fliegt Fable 5 faktisch aus dem Abo: Sie erhalten einmalig ein Guthaben von 100 Dollar in Form von Usage-Credits, danach müssen sie die API-Preise zahlen. Die 100 Dollar dürften schnell aufgebraucht sein.

Anthropic räumt ein, dass die Nachfrage nach Fable schwer zu bewältigen gewesen sei und die Situation für Nutzer frustrierend war. Mit der Änderung wolle man mehr Planungssicherheit schaffen. Das Unternehmen investiere weiter in zusätzliche Kapazitäten.

Anthropic

Ursprünglich wollte Anthropic Claude Fable ganz aus den Aboplänen entfernen. Dass das Unternehmen ein wenig einlenkt, dürfte mit dem Wettbewerb zusammenhängen: OpenAI hat mit GPT-5.6 Sol ein ähnlich leistungsfähiges, aber günstigeres Modell veröffentlicht. Parallel gibt es für alle Aufgaben unterhalb der Frontier-Grenze massiven Preisdruck aus China.

Anzeige
Read full article about: Anthropic braucht dringend Rechenleistung und klopft jetzt auch bei Meta an

Meta verhandelt Berichten zufolge mit Anthropic über die Vermietung von Rechenleistung aus seinen Rechenzentren. Der Deal könnte laut New York Times bis zu 10 Milliarden Dollar über zwei Jahre umfassen. Anthropic schlug den Deal im Juni vor, Meta prüft ihn derzeit, und beide Seiten könnten noch vorzeitig aussteigen. Für Meta wäre es ein neues Geschäftsfeld. CEO Mark Zuckerberg hatte zuvor schon gegenüber Investoren angedeutet, überschüssige Kapazitäten verkaufen zu können, falls die eigene KI-Nachfrage nicht mithalte.

Meta plant dieses Jahr bis zu 145 Milliarden Dollar auszugeben, vor allem für KI. Parallel baut Meta mit kostenpflichtigen KI-Abos wie "Meta One" weitere Einnahmequellen auf und investiert sogar in weltraumbasierte Solarenergie für seine Rechenzentren. Anthropic braucht die Kapazitäten wegen stark gestiegener Nachfrage nach Claude Code und hat bereits einen 45-Milliarden-Dollar-Deal mit SpaceXAI abgeschlossen. Langfristig will Anthropic aber auch eigene Rechenzentren aufbauen und hat dafür Ex-Google-Manager angeworben.