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Maximilian Schreiner

Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
Read full article about: Kostenloses Deezer-Tool lässt Nutzer aller Streamingdienste ihre Playlists auf KI-Musik prüfen

Deezer bietet ab sofort einen kostenlosen KI-Musik-Detektor an, mit dem Nutzer aller großen Streamingplattformen prüfen können, ob sich KI-generierte Songs in ihren Playlists verstecken. Laut CEO Alexis Lanternier haben 43 Prozent der Nutzer, die von anderen Plattformen zu Deezer wechseln, bereits KI-Tracks in ihren Playlists. Das Tool ist in 27 Sprachen verfügbar und unterstützt 20 Plattformen.

Eine von Deezer und Ipsos durchgeführte Umfrage in acht Ländern zeigte laut dem Unternehmen, dass 97 Prozent der Befragten KI-Musik nicht von menschlicher unterscheiden konnten, 80 Prozent aber eine klare Kennzeichnung forderten. Deezer erhalte aktuell täglich rund 75.000 KI-generierte Tracks, das sind über 44 Prozent aller täglichen Uploads.  KI-Songs werden auf Deezer aus Empfehlungen und redaktionellen Playlists entfernt.

Read full article about: Preiskampf zwischen OpenAI und Anthropic: Tokens könnten günstiger werden

OpenAI erwägt drastische Preissenkungen im API-Segment, um im Wettbewerb mit Anthropic Kunden zu gewinnen, berichtet das Wall Street Journal. OpenAI rechne damit, dass Anthropic ähnliche Schritte plane. CEO Sam Altman sagte bei einer Veranstaltung, die Kosten seien für Unternehmen "ein riesiges Problem" geworden.

Anthropics Coding-Tool Claude Code war zuletzt unter Entwicklern viral gegangen, das Startup überholte OpenAI erstmals bei der Bewertung. Mit dem breiteren Einsatz von KI-Agenten in solchen Tools sind auch die Verbrauchskosten gestiegen, die lange vor allem über Flatrates gedeckt wurden. Mittlerweile haben die meisten Anbieter ihr Angebot angepasst und rechnen für Unternehmenskunden nach Verbrauch ab. In der Praxis kann das schnell dazu führen, dass der gleiche KI-Einsatz von vorher 200 US-Dollar im Monat auf mehrere tausend oder sogar zehntausend Dollar steigt. In dieser entstehenden Tokenökonomie drosseln daher bereits einige Firmenkunden ihre KI-Ausgaben.

Ein Preiskampf könnte die ohnehin milliardenschweren Verluste beider Firmen verschärfen. OpenAI hat diese Woche vertraulich IPO-Unterlagen eingereicht und plant seinen Börsengang aber wohl erst 2027. Anthropic hat ebenfalls Unterlagen eingereicht und plant noch in diesem Jahr an die Börse zu gehen.

Read full article about: Claude Fable 5: Anthropic gesteht "falschen Kompromiss" bei unsichtbarer Modell-Drosselung ein

Anthropic rudert bei einer Maßnahme zurück, die KI-Forscher heimlich sabotiert hätte, doch ein zweiter Streitpunkt bleibt bestehen.

Anthropic hatte für sein neues Modell Claude Fable 5 vorgesehen, die Leistung für Nutzer, die damit konkurrierende KI-Modelle trainieren wollen, gezielt und unsichtbar zu verschlechtern. Nach scharfer Kritik aus der Forschungsgemeinschaft macht das Unternehmen nun einen Rückzieher: "Wir haben den falschen Kompromiss gewählt und entschuldigen uns dafür, die Balance nicht richtig getroffen zu haben", teilte Anthropic WIRED mit. Künftig sollen die Schutzmaßnahmen für Nutzer sichtbar sein.

Dean Ball, ehemaliger KI-Berater des Weißen Hauses, nannte das heimliche Vorgehen "schockierend feindselig". Will Brown vom Open-Source-Startup Prime Intellect formulierte den Kern der Kritik so: "Es fühlte sich an, als würde Anthropic der Öffentlichkeit sagen: 'Wir trauen niemand anderem zu, KI-Forschung zu betreiben. Wir sind die Einzigen, die KI-Forschung betreiben dürfen.'"

Ungelöst bleibt jedoch ein zweites Problem: Claude Fable 5 verlangt Datenspeicherung, um die neuen Sicherheits-Klassifikatoren zu betreiben – Prompts und Ausgaben werden bis zu 30 Tage, bei Regelverstößen sogar bis zu zwei Jahre aufbewahrt. Microsoft schränkt das Modell laut The Verge deshalb intern ein: Während alle anderen Claude-Modelle unter Zero-Data-Retention-Regeln laufen, fehlt Fable 5 in der internen Modellauswahl der GitHub-Copilot-Version.

Read full article about: 500-Milliarden-Projekt: OpenAI plant Mega-Rechenzentrum in Ohio mit Nvidia-Rückendeckung

OpenAI verhandelt laut The Information über die Anmietung eines geplanten Rechenzentrums mit 10 Gigawatt Leistung in Ohio, das von Nvidia finanziell abgesichert werden könnte. Das berichten zwei Personen mit direktem Wissen über die Gespräche. Der Standort entsteht auf Bundesland im Süden Ohios und wird von SB Energy entwickelt, das mehrheitlich dem OpenAI-Investor SoftBank gehört.

Bei vollem Ausbau lägen die Kosten bei mindestens 500 Milliarden Dollar. OpenAI würde einen Mietvertrag über 20 Jahre eingehen, seine bisher größte Infrastruktur-Verpflichtung. Nvidia soll als Bürge für Mietvertrag und Projektfinanzierung dienen und mit seiner Bilanz für die Zahlungen geradestehen, was für den Chiphersteller in dieser Größe Neuland wäre. Das Vorhaben erinnert an das im Januar 2025 im Weißen Haus angekündigte Stargate-Projekt mit Oracle und SoftBank, das letztlich ohne große Fortschritte blieb. Die erste Phase mit 800 Megawatt wird für 2028 erwartet.

Das Gelände war früher eine Anlage zur Uran-Anreicherung in Pike County. Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen, Pläne können sich ändern. OpenAI hatte am Montag vertraulich Unterlagen für einen Börsengang eingereicht.

Chefin der EU-Drogenagentur sieht KI als neuen Treiber des illegalen Drogenmarkts

Die EU-Drogenagentur EUDA warnt: Europäische Kartelle nutzen zunehmend KI, um neue Vorläuferchemikalien zu designen, die bestehende Verbotslisten umgehen. „Es ist auf der illegalen Seite genau dasselbe Prinzip“ wie in der Pharmaforschung, sagt Direktorin Lorraine Nolan.

Musk vor dem SpaceX-IPO: KI-Rechenzentren im Orbit sind "kein besonders schwieriges Problem"

SpaceX will Rechenzentren ins All bringen – Elon Musk nennt das vor dem Börsengang ein „nicht besonders schwieriges Problem“. Ein erster KI-Satellit soll die Leistung eines einzelnen Nvidia-GB300-Racks liefern. Für echtes KI-Training bräuchte es laut Googles Berechnungen allerdings rund 10.000 eng gekoppelte Satelliten.