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Maximilian Schreiner

Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
Read full article about: Werbefrei: Auch Perplexity will sich von ChatGPT und Google abheben

Das KI-Startup Perplexity hat nach eigenen Angaben Werbung auf seiner Suchplattform eingestellt, weil sie das Vertrauen der Nutzer gefährden könnte. Perplexity war 2024 eines der ersten generativen KI-Unternehmen, das Anzeigen testete. Ende letzten Jahres begann das Unternehmen jedoch, diese wieder abzubauen.

Ein Perplexity-Manager sagte gegenüber der Financial Times, Nutzer würden bei Werbung anfangen, an allen Antworten zu zweifeln. Das Unternehmen sehe sich im "Geschäft der Genauigkeit" und setze stattdessen auf Abo-Modelle zwischen 20 und 200 Dollar im Monat. Perplexity hat laut eigenen Angaben über 100 Millionen Nutzer und wird mit 18 Milliarden Dollar bewertet.

Im Gegensatz dazu hat OpenAI gerade erst Werbung in ChatGPT eingeführt. Auch Google zeigt Anzeigen in seinem KI-Modus. Anthropic hat sich ebenfalls gegen Werbung in seinem Chatbot Claude entschieden und beim amerikanischen Super Bowl explizit damit geworben. Das Timing von Perplexitys Ankündigung ist insofern auch ein Marketing-Manöver – etwas, das das Unternehmen schon häufiger gemacht hat, etwa als es anbot, TikTok und Chrome zu übernehmen.

Read full article about: Nvidia sucht mit Indiens größten Risikokapitalfirmen nach KI-Startups

Nvidia baut seine Partnerschaften in Indien stark aus. Wie CNBC berichtet, arbeitet der Chipkonzern mit großen Risikokapitalfirmen zusammen, um indische KI-Startups zu finden und zu finanzieren. Mehr als 4.000 KI-Startups in Indien sind demnach bereits Teil von Nvidias globalem Startup-Programm.

Gleichzeitig hat der indische Cloud-Anbieter Yotta laut Economic Times rund zwei Milliarden Dollar in Nvidia-Chips investiert. Nvidia kooperiert zudem mit indischen Cloud-Anbietern beim Aufbau von Rechenzentren.

Indien erwartet laut Regierungsangaben bis zu 200 Milliarden Dollar an Investitionen in Rechenzentren in den nächsten Jahren. Adani allein plant 100 Milliarden Dollar für KI-fähige Rechenzentren. Die Aktivitäten sind Teil von Indiens „IndiaAI Mission", die das Land zu einer globalen Technologiemacht ausbauen soll.

Read full article about: Warner Bros. wirft Bytedance Urheberrechtsverletzung von Batman, Superman und „Game of Thrones" vor

Warner Bros. wirft Bytedance vor, mit seinem neuen KI-Videodienst Seedance 2.0 Urheberrechte zu verletzen. Das Studio schickte am Dienstag einen Brief an Bytedances Chefjuristen John Rogovin, der früher selbst bei Warner Bros. arbeitete.

Nutzer hatten mit Seedance KI-Videos von Superman, Batman, "Game of Thrones", "Harry Potter", "Herr der Ringe" und weiteren Warner-Figuren erstellt. Warner Bros. betont, nicht die Nutzer seien das eigentliche Problem: Seedance komme bereits mit den geschützten Figuren vorgeladen, was eine bewusste Entscheidung von Bytedance gewesen sei.

Zuvor hatten bereits Disney und Paramount Unterlassungsschreiben verschickt. Bytedance kündigte daraufhin zusätzliche Schutzmaßnahmen an. Warner Bros. kritisiert jedoch, dass solche einfach umsetzbaren Schutzmechanismen nicht von Anfang an vorhanden waren. Das ist mittlerweile gängige Praxis, auch OpenAI entdeckt immer wieder Urheberrechte erst nach der Veröffentlichung seiner Modelle.

Read full article about: Anthropic gewinnt Infosys als ersten großen Partner in Indien

Anthropic und der indische IT-Konzern Infosys entwickeln gemeinsam KI-Agenten für regulierte Branchen. Im Fokus stehen Telekommunikation, Finanzwesen, Fertigung und Softwareentwicklung. Die Agenten sollen eigenständig komplexe Aufgaben übernehmen – etwa Schadensfälle bearbeiten, Compliance-Prüfungen durchführen oder Netzwerkbetrieb bei Telekommunikationsanbietern automatisieren.

Dafür werden Anthropics Claude-Modelle mit Infosys Topaz kombiniert, einer KI-Plattform für Unternehmen. Anthropic-CEO Dario Amodei sagte, zwischen einer KI-Demo und dem Einsatz in regulierten Branchen liege eine große Lücke und Infosys bringe das nötige Branchenwissen mit, um diese zu schließen.

Indien ist laut Anthropic der zweitgrößte Markt für Claude. Infosys ist einer der ersten Partner von Anthropics neuem Büro in Bengaluru.

Read full article about: Indiens Adani-Konzern plant 100 Milliarden Dollar für KI-Rechenzentren in Indien bis 2035

Der indische Mischkonzern Adani will bis 2035 rund 100 Milliarden Dollar in KI-fähige Rechenzentren investieren, die mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Die Adani-Gruppe ist ein Großkonzern mit Geschäftsfeldern von Häfen bis Energie. Das Unternehmen erwartet laut Reuters, dass die Investition weitere 150 Milliarden Dollar in verwandten Branchen wie Serverfertigung und Cloud-Plattformen auslöst – insgesamt ein KI-Infrastruktur-Ökosystem von 250 Milliarden Dollar in Indien.

Adani will seine Rechenzentrumskapazität von 2 auf 5 Gigawatt ausbauen und damit laut Unternehmensangaben die weltweit größte integrierte Rechenzentrumsplattform schaffen. Zusätzlich fließen 55 Milliarden Dollar in erneuerbare Energien. Adani arbeitet bereits mit Google zusammen und baut mit Walmart-Tochter Flipkart ein zweites KI-Rechenzentrum. Auch Amazon, Meta, Microsoft und Reliance investieren in Indiens KI-Infrastruktur. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen des KI-Gipfels in Neu-Delhi.

Read full article about: EU-Datenschutzbehörde ermittelt gegen Musks X wegen sexualisierter KI-Bilder durch Grok

Die irische Datenschutzbehörde (DPC) hat eine umfassende Untersuchung gegen Elon Musks Plattform X eingeleitet. Es geht um KI-generierte sexualisierte Bilder realer Personen, einschließlich Kindern, die mit dem in X integrierten Chatbot Grok erstellt wurden.

Die DPC prüft, ob X gegen grundlegende Pflichten der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verstoßen hat – etwa bei der rechtmäßigen Datenverarbeitung, beim Datenschutz durch Technikgestaltung und bei der Pflicht zur Datenschutz-Folgenabschätzung vor dem Start riskanter Funktionen. Vize-Kommissar Graham Doyle erklärte, die Behörde stehe seit den ersten Medienberichten vor einigen Wochen mit X in Kontakt.

Anfang Januar hatten Nutzer tausende sexualisierte Deepfakes mit Grok erzeugt, was heftige Kritik von Nutzern, Sicherheitsexperten und Politikern, sowie mehrere behördliche Untersuchungen auslöste.