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Read full article about: Anthropic zahlte Rekordvergleich wegen Bücherpiraterie, dennoch gewinnen die KI-Labore

Anthropic muss Buchautoren in einem Vergleich 1,5 Milliarden US-Dollar zahlen. Ein US-Bundesgericht in San Francisco genehmigte den Vergleich, nachdem Anthropic zwischen 2021 und 2022 Bücher aus den Piraterie-Datenbanken LibGen und PiLiMi heruntergeladen hatte. Von den rund 482.460 gelisteten Werken wurden 91,3 Prozent beansprucht, pro Werk fließen etwa 3000 Dollar, das Vierfache des gesetzlichen Mindestschadenersatzes. Anthropic muss die Piraterie-Dateien vernichten. Es ist der größte Urheberrechtsvergleich in der Geschichte von Sammelklagen.

Das Geld zahlt Anthropic allerdings nur für das Herunterladen aus illegaler Quelle, nicht für das KI-Training selbst. Richter Alsup hatte in einer früheren Entscheidung festgestellt, dass KI-Training mit legal beschafften Büchern "spektakulär transformativ" sei und unter Fair Use falle. Das heißt: Urheberrechtlich geschützte Daten werden beim Training so stark verändert, dass das Copyright nicht greift. Piraterie hingegen bleibt rechtswidrig.

Die Autoren behalten Ansprüche wegen KI-Ausgaben, die Originalwerke wiedergeben, und wegen künftigem Verhalten von Anthropic. Der Vergleich deckt also nicht das Szenario ab, sollten die Modelle Buchinhalte reproduzieren. Offen bleibt, ob massenhaftes Scraping von Internetinhalten ohne Zustimmung der Urheber als rechtmäßige Beschaffung gilt.

Read full article about: AMD investiert bis zu fünf Milliarden US-Dollar in ChatGPT-Konkurrent Anthropic

AMD und Anthropic gehen eine strategische Partnerschaft ein. AMD investiert bis zu 5 Milliarden Dollar in Anthropic. Im Gegenzug will Anthropic bis zu 2 Gigawatt an AMD Instinct MI450 GPUs in sogenannten Helios-Serversystemen für das Training und den Betrieb seiner Claude-Modelle einsetzen. Die erste Gigawatt-Stufe soll in der ersten Jahreshälfte 2027 starten. Die Systeme kombinieren MI455X-GPUs mit AMD EPYC "Venice"-Prozessoren und AMD-Netzwerktechnik. Anthropic nutzt bereits AMDs MI355X-GPUs.

Zusätzlich planen beide Unternehmen eine mehrjährige Zusammenarbeit, um Claude für die Verbesserung von AMDs Software-Plattform ROCm und GPU-Arbeitslasten einzusetzen. AMD will Claude auch intern in seinen Entwicklungsteams nutzen. Anthropic-Mitgründer Tom Brown sagt, verschiedene Hardware-Anbieter ermöglichten es, Arbeitslasten auf die jeweils passende Hardware zu verteilen. Für AMD ist der Deal ein großer Schritt, um neben Nvidia als GPU-Lieferant für KI-Unternehmen Fuß zu fassen. Ähnliche Deals machte AMD zuvor auch mit Meta und OpenAI.

Kritiker weisen auf die Zirkularität solcher Vereinbarungen hin: AMD und andere Chip- und Cloud-Unternehmen geben KI-Laboren Geld, die damit wiederum bei ihnen einkaufen. Offen ist, ob und wann die KI-Labore diese Rechnungen aus eigener Kraft bezahlen können.

Read full article about: Cisco veröffentlicht kleine offene KI-Modelle, die Sicherheitslücken in Code aufspüren

Cisco hat zwei kleine, offene KI-Modelle für Cybersecurity veröffentlicht. Antares-350M und Antares-1B sollen Sicherheitslücken in Software-Code aufspüren. Cisco setzt dabei voll auf Preis-Leistung: Cisco-Entwickler Aman Priyanshu behauptet auf X, dass das kleinste Modell pro Dollar rund 150-mal mehr Schwachstellen erkennt als große KI-Agenten wie Cognitions Devin Security Swarm. Laut Axios scannte Antares in Ciscos eigenen Tests 500 Code-Sammlungen in rund 15 Minuten für unter einen Dollar, während GPT-5.5 dafür etwa fünf Stunden und über 100 Dollar benötigte.

Ciscos Antares-Modelle zielen auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Erkennung von Sicherheitslücken. | Bild: Aman Priyanshu via X
Ciscos Antares-Modelle zielen auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Erkennung von Sicherheitslücken. | Bild: Aman Priyanshu via X

Die Modelle laufen lokal, sodass sensibler Code das Unternehmen nicht verlassen muss. Trainiert wurden sie laut technischem Bericht zu rund 72 Prozent mit Daten zu Sicherheitskonzepten und zu 15 Prozent mit Code-Suchverläufen.

Eine größere Version mit drei Milliarden Parametern behält Cisco für eigene Produkte zurück. Diese Version erreicht angeblich eine Leistung nahe GPT-5.5 und übertrifft bis zu 200-mal größere offene Modelle. Das Unternehmen prüft zudem ein Branchenkonsortium für offene KI-Sicherheitstools.

Read full article about: OpenAI plant riesiges Rechenzentrum in Georgia mit 3,2 Gigawatt Leistung

OpenAI plant unter dem Namen "Project Camellia" ein großes Rechenzentrum in Effingham County, Georgia. Für die Stromversorgung hat das Unternehmen einen Vertrag mit Georgia Power über 3,2 Gigawatt abgeschlossen, die zwischen 2028 und 2032 stufenweise bereitgestellt werden sollen. OpenAI betont, dass Strompreise für Anwohner nicht steigen, da es alle Kosten selbst trage. Das komplett privat finanzierte Projekt soll ein geschlossenes Wasserkühlsystem nutzen. Wasser- und Energieverbrauch von Datenzentren werden regelmäßig kritisch diskutiert; bislang hat OpenAI nur unkonkrete Verbrauchszahlen veröffentlicht.

OpenAI sagt zudem 80 Millionen Dollar für die Gemeinde zu, etwa für Schulen, Gesundheitsversorgung und Wohnungsbau, dazu bis zu 71 Millionen Dollar in Codex-Guthaben für Studierende in Georgia – auch Ökosystem-Strategie, um Studierende früh an die eigene Plattform zu binden. Anthropic und andere KI-Firmen haben ähnliche Programme. Dass OpenAI insgesamt betont behutsam vorgeht, hat mit den zahlreichen Protesten gegen Datenzentren in den USA zu tun: Viele Gemeinden sehen in den Ansiedlungen mehr Nach- als Vorteile – hoher Ressourcenverbrauch und Lärm, aber kaum dauerhafte Arbeitsplätze vor Ort.

Read full article about: Samsung verhandelt über Milliarden-Investition in Mistrals nächste Finanzierungsrunde

Samsung verhandelt über eine Investition von bis zu einer Milliarde Euro in das französische KI-Startup Mistral, das damit eine Bewertung von rund 20 Milliarden Euro erreichen könnte. Das berichtet die Financial Times. Vor weniger als einem Jahr lag die Bewertung noch bei 12 Milliarden Euro. Samsung hatte bereits 2024 über seinen Venture-Arm in Mistral investiert, auch der schwedische Investor EQT soll an der neuen Runde beteiligt sein. Samsung baut damit seine Rolle in der KI-Branche weiter aus: Der Konzern ist nicht nur der einer der weltweit größten Hersteller von Speicherchips, sondern führt auch Gespräche mit Anthropic über die Fertigung eines eigenen KI-Chips.

Mistral-CEO Arthur Mensch erwartete einem Interview von Februar zufolge bis Jahresende einen Jahresumsatz von über einer Milliarde Dollar. Erst diese Woche erweiterte Mistral zudem seine Partnerschaft mit Microsoft, bei der sich der US-Konzern verpflichtet, Mistrals Recheninfrastruktur in Milliardenhöhe zu nutzen. Mistral baut dafür seine GPU-Kapazitäten mit tausenden Nvidia-Vera-Rubin-Chips aus und stellt seine Modelle über Microsofts Azure-Cloud bereit, auch in abgeschotteten Umgebungen ohne Internetverbindung für regulierte Branchen wie Finanzwesen und Gesundheit.

OpenAI räumt ein: KI-Modelle haben bei Sicherheitstest versehentlich autonom Hugging Face gehackt

Während einer internen Sicherheitsevaluierung brachen OpenAI-Modelle aus ihrer Sandbox aus, entdeckten eigenständig eine Zero-Day-Schwachstelle und drangen in Hugging Faces Produktionsinfrastruktur ein. Die Modelle wollten bei einem Benchmark schummeln. OpenAI spricht von einem „beispiellosen Cyber-Vorfall“.

Read full article about: Claude Cowork lernt neue Skills per Bildschirmaufnahme und Spracherklärung

Anthropic hat eine neue Funktion für seinen KI-Assistenten Claude Cowork vorgestellt: In der Desktop-App lassen sich jetzt eigene Skills aufzeichnen. Nutzer nehmen dazu ihren Bildschirm auf, während sie eine Aufgabe erledigen, und erklären dabei per Sprache, was sie tun. Claude Cowork wandelt die Aufzeichnung anschließend in einen wiederverwendbaren Skill um und speichert ihn. Wenn dieselbe Aufgabe erneut anfällt, kann der gespeicherte Skill direkt ausgeführt werden, statt alle Schritte manuell zu wiederholen.

Bild: Anthropic

Die Funktion ist über das "+"-Menü in Cowork erreichbar, dem Arbeitsbereich der Claude-Desktop-App. Verfügbar ist "Record a skill" für Nutzer der Tarife Pro, Max und Team. OpenAI bietet eine ähnliche Funktion in Codex an.