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Read full article about: Wegen KI-Betrug: Weltgrößte Buchhaltungsorganisation schafft Online-Prüfungen ab

Die weltweit größte Buchhaltungsorganisation ACCA (Association of Chartered Certified Accountants) beendet ab März 2026 die Möglichkeit, Prüfungen online abzulegen. Grund ist die zunehmende Nutzung von KI-Tools zum Schummeln. "Die Raffinesse der Betrugssysteme überholt die Schutzmaßnahmen", sagte ACCA-Chefin Helen Brand der Financial Times.

Die Organisation mit fast 260 000 Mitgliedern und mehr als 500 000 Studierenden habe intensiv gegen Betrug gearbeitet, doch "Menschen, die schlechte Dinge tun wollen, arbeiten wahrscheinlich schneller". Ein Student berichtete der FT, dass ein Freund Prüfungsfragen fotografiert und in einen KI-Chatbot eingegeben habe. Kürzlich zeigte eine Studie, dass aktuelle Reasoning-Modelle die anspruchsvolle CFA-Zertifizierung (Chartered Financial Analyst) bestehen können.

Online-Prüfungen wurden während der Corona-Pandemie eingeführt. Parallel überarbeitet die ACCA erstmals seit zehn Jahren ihre Qualifikation mit Fokus auf KI, Blockchain und Data Science. Das ICAEW, eine weitere Buchhaltungsorganisation, erlaubt weiterhin einige Online-Prüfungen, meldet aber ebenfalls steigende Betrugszahlen.

Read full article about: Creators Coalition on AI: Hollywood-Stars fordern klare Regeln für KI in der Unterhaltungsindustrie

Die "Creators Coalition on AI" (CCAI) ist eine neue branchenübergreifende Initiative von Filmschaffenden und Künstlern, die gemeinsame Standards für den Einsatz von KI in der Unterhaltungsindustrie fordert. Zu den Gründern gehören die Oscar-Gewinner Daniel Kwan und Jonathan Wang sowie Schauspieler Joseph Gordon-Levitt. Prominente Unterstützer sind unter anderem Natalie Portman, Cate Blanchett, Paul McCartney, Guillermo Del Toro und Mark Ruffalo.

Die Koalition lehnt KI nicht grundsätzlich ab, fordert aber klare Regeln. Vier Kernpunkte stehen im Mittelpunkt: Zustimmung und Vergütung für Trainingsdaten, Schutz von Arbeitsplätzen, Schutzmaßnahmen gegen Deepfakes und Missbrauch sowie der Erhalt menschlicher Kreativität im Schaffensprozess. Die CCAI will als zentrale Anlaufstelle für branchenweite Diskussionen dienen.

YouTube wird laut Studie schon von KI-Slop-Videos überrollt

Eine erste Studie zeigt: Minderwertige KI-Videos sind längst keine Randerscheinung mehr, sondern eine Millionen-Dollar-Industrie, die sich fest im Alltag der Plattform eingenistet hat. Wer sich heute einen neuen YouTube-Account anlegt, bekommt bei jedem fünften Short KI-Slop serviert. Dabei steht die Technologie noch ganz am Anfang.

Kampf gegen KI-Sucht: China veröffentlicht Regelentwurf für virtuelle Begleiter

China verschärft die Regeln für emotionale KI-Chatbots: Anbieter sollen künftig Suchtverhalten erkennen und bei psychischen Risiken eingreifen. Auch Kalifornien hat ähnliche Gesetze auf den Weg gebracht; nach tragischen Todesfällen im Zusammenhang mit KI-Companions.

Read full article about: Australische Finanzaufsicht warnt Banken vor übermäßigem KI-Einsatz bei Verdachtsmeldungen

Die australische Finanzaufsicht Austrac warnt Banken vor dem übermäßigen Einsatz von KI bei der Erstellung von Verdachtsmeldungen. Laut Branchenquellen hätten Austrac-Vertreter in den vergangenen Wochen einigen Banken eindringlich nahegelegt, beim Einsatz von KI bewusster vorzugehen. Eine Großbank sei in einem privaten Treffen gerügt worden.

Banken nutzen seit Jahren maschinelles Lernen zur Erkennung verdächtiger Transaktionen. Doch der verstärkte Einsatz moderner großer Sprachmodelle kam erst in den vergangenen zwei Jahren auf, da Banken in der Technologie auch eine Möglichkeit zur Kostensenkung sehen.

Die stellvertretende Austrac-Chefin Katie Miller sagte, die Behörde wolle keine Flut von "minderwertigen" computergenerierten Berichten, die zwar datenreich, aber nachrichtendienstlich wertlos seien. Banken könnten massenhaft Berichte einreichen, nur um Strafen zu vermeiden. Sollten sie KI nur zur Steigerung der Berichtsmenge nutzen, müsse Austrac das bewerten. Je mehr Daten vorhanden seien, desto größer sei das Problem des "Rauschens". Daher sollten Banken eher auf höhere Qualität bei geringeren Mengen setzen.

Autoren verklagen sechs KI-Giganten wegen Buchpiraterie

Pulitzer-Preisträger John Carreyrou und weitere Autoren verklagen OpenAI, Anthropic, Google, Meta, xAI und Perplexity wegen Buchpiraterie. Die KI-Unternehmen sollen ihre Werke aus illegalen Online-Bibliotheken gestohlen haben. Die Klage hat gute Karten, und dieses Mal sind die Kläger aufs große Geld aus statt auf die „Pennys“ eines Sammelklagen-Vergleichs.

Read full article about: OpenAI will angeblich bis zu 100 Milliarden US-Dollar einsammeln

OpenAI führt angeblich vorläufige Gespräche mit Investoren über eine neue Finanzierungsrunde. Die angestrebte Bewertung liegt dann bei rund 750 Milliarden Dollar, berichtet The Information. Das Unternehmen könnte dabei mehrere zehn Milliarden Dollar einsammeln, möglicherweise sogar bis zu 100 Milliarden Dollar.

Die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium, nichts sei finalisiert, so die Quellen. Eine Bewertung in dieser Höhe würde einen Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem letzten Aktienverkauf im Oktober bedeuten.

Zudem verhandelt Amazon derzeit über eine Investition von 10 Milliarden Dollar oder mehr. Hier handelt es sich erneut um ein Zirkelgeschäft: Der Tech-Konzern gibt OpenAI Geld, für das er dann bei Amazon Chips und Rechenleistung kauft.

OpenAI erreichte laut The Information einen annualisierten Umsatz von 19 Milliarden Dollar und liegt damit auf Kurs, sein Ziel von 20 Milliarden Dollar annualisiertem Umsatz bis Jahresende zu erreichen. Für 2026 prognostiziert OpenAI einen Umsatz von 30 Milliarden Dollar, bis 2030 sollen es rund 200 Milliarden Dollar werden. Demgegenüber steht ein enormer Cashburn von rund 26 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Read full article about: Mathe-Star Terence Tao definiert KI neu: Cleverness statt echter Intelligenz

Der KI-interessierte Mathematik-Star Terence Tao hat eine eigene KI-Definition. Der Mathematiker bezweifelt auf Mastodon, dass echte "künstliche allgemeine Intelligenz" (AGI) mit aktuellen KI-Werkzeugen erreichbar ist. Stattdessen schlägt er den Begriff "künstliche allgemeine Cleverness" (AGC) vor.

Laut Tao bedeutet "allgemeine Cleverness" die Fähigkeit, komplexe Probleme mit teils improvisierten Mitteln zu lösen. Diese Lösungen können zufallsbasiert sein, auf roher Rechenleistung beruhen oder aus Trainingsdaten stammen. Sie seien daher keine echte "Intelligenz", könnten aber bei vielen Aufgaben erfolgreich sein, besonders wenn strenge Prüfverfahren falsche Ergebnisse aussortieren.

Das Ergebnis sei eine Technologie, die gleichzeitig nützlich und unbefriedigend wirke, ähnlich wie ein Zaubertrick, dessen Wirkung nachlässt, sobald man den Trick kennt. Bei Menschen seien Cleverness und Intelligenz verbunden, bei KI jedoch entkoppelt, so Tao. Der Mathematiker hatte sich zuletzt mehrfach positiv darüber geäußert, dass KI seine Arbeit beschleunigt habe.