Ein unter dem Pseudonym "roon" bekannter OpenAI-Entwickler hat eine interessante Prognose für die Zukunft der Software-Entwicklung: Viele Entwickler in Softwareunternehmen würden bald offen zugeben, dass sie den Code, den sie einreichen, nicht mehr vollständig verstehen. Das werde früher oder später zu Systemausfällen führen, die schwerer zu finden und zu beheben seien als üblich – am Ende aber dennoch behoben würden. Er selbst schreibe keinen Code mehr von Hand.
Die Aussage berührt eine offene Debatte: Ist KI-gestütztes Programmieren ein großer Wandel der Programmierarbeit oder eine riskante Sollbruchstelle? Befürworter sehen darin eine immense Produktivitätssteigerung, Kritiker warnen vor Abhängigkeiten und schwer auffindbaren Fehlern.
Dieser Widerspruch zeigt sich unmittelbar in einer Entwicklerumfrage aus dem Sommer 2025: Nur 33 Prozent der Entwickler:innen halten die KI-Ergebnisse für zuverlässig, während gleichzeitig 84 Prozent KI-Tools nutzen oder es planen. Wie so häufig bei derart kontrovers geführten Debatten dürfte die Wahrheit in der Mitte liegen.
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Wer braucht schon echte Daten? Forscher zeigen, dass ein KI-Modell mit rein synthetischen Programmieraufgaben trainiert werden kann und dabei größere Konkurrenten schlägt. Mehr Aufgaben schlagen mehr Lösungen.
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Anthropic muss Einstellungstests immer wieder neu gestalten, weil Claude sie löst
Das KI-Unternehmen Anthropic kämpft mit einem ungewöhnlichen Problem: Das Recruiting-Team muss ständig neue Take-Home-Tests entwicklen, weil die eigenen Modelle menschliche Bewerber abhängen.
Google verbindet Gmail und Google Photos mit seiner KI-Suche. Abonnenten von Google AI Pro und Ultra in den USA können dafür ihre E-Mails und Fotos für personalisierte Suchergebnisse freigeben.
Das System liest dann etwa Hotelbestätigungen oder analysiert Urlaubsfotos, um passende Restaurants oder Aktivitäten vorzuschlagen. Beim Shopping berücksichtigt die Suche gekaufte Marken und Reisedaten.
Die Funktion namens "Personal Intelligence", die bereits in Gemini verfügbar ist, nutzt das KI-Modell Gemini 3 und ist freiwillig aktivierbar. Google räumt ein, dass das System Fehler machen und falsche Zusammenhänge herstellen kann. Nutzer sollen fehlerhafte Empfehlungen korrigieren können. Workspace-Geschäfts- und Bildungskonten sind komplett ausgeschlossen.
OpenAIs API-Geschäft wächst laut CEO Sam Altman rasant. Allein im letzten Monat kamen über eine Milliarde Dollar an jährlich wiederkehrendem Umsatz hinzu.
OpenAI erzielte Ende 2025 einen ARR von über 20 Milliarden Dollar – nach 6 Milliarden 2024 und 2 Milliarden 2023. ARR ("Annual Recurring Revenue") ist der hochgerechnete Jahreswert der wiederkehrenden Umsätze aus laufenden Abos/Verträgen (Run-Rate), typischerweise ohne einmalige Einnahmen.
Der von Altman auf X gemeldete API-Zuwachs von rund einer Milliarde Dollar ARR in einem einzigen Monat entspricht damit ungefähr fünf Prozent des gesamten ARR. Wichtig: Das ist kein Umsatzanteil, sondern zusätzliches Wachstum – wie viel vom ARR insgesamt auf API-Kunden entfällt, lässt sich daraus nicht ableiten.
Demgegenüber stehen Verpflichtungen von rund 1,4 Billionen Dollar für Rechenleistung in den kommenden Jahren. Das Unternehmen bereitet daher auch Werbung in ChatGPT vor, obwohl Altman Werbung noch vor zwei Jahren als "letzten Ausweg" bezeichnete: "Werbung plus KI ist irgendwie besonders beunruhigend für mich", sagte er im Mai 2024 bei einer Veranstaltung in Harvard. Zunächst sollen die Anzeigen für kostenlose und das neue ChatGPT-Go-Abonnement starten.
OpenAIs Marketingchefin Kate Rouch hat auf X die Unterstützung von Teilen von OpenAI für Donald Trump bekräftigt. Sie reagierte damit auf Vorwürfe der rechtskonservativen MAGA-Aktivistin Katie Miller, OpenAI sei "Woke AI" und die Führungskräfte seien gegen Trump eingestellt.
Miller hatte zuvor auch ein Bild weitergegeben, das Pläne Trumps für eine Invasion Grönlands unterstützt. Es zeigte die Umrisse von Grönland, überdeckt von einer US-Flagge mit der Überschrift "SOON". Der Post löste eine diplomatische Krise aus, da Grönland zu Dänemark gehört und eine Invasion einen Angriff auf einen NATO-Verbündeten bedeuten würde.
Elon Musks KI-Chatbot Grok hat innerhalb von nur neun Tagen mindestens 1,8 Millionen sexualisierte Bilder von Frauen erstellt und auf X veröffentlicht. Das berichten die New York Times und das Center for Countering Digital Hate (CCDH) nach einer Datenanalyse. Das CCDH schätzt, dass etwa 65 Prozent der Bilder sexualisierte Darstellungen von Männern, Frauen oder Kindern enthielten.
Anzahl in Stichprobevon 20.000 Stichproben (basierend auf KI-gestützter Analyse)
Anteil an StichprobeProzentsatz von 20 000 Stichproben (basierend auf KI-gestützter Analyse)
Geschätzte Gesamtzahl auf Xhochgerechnete Schätzung (basierend auf insgesamt 4,6 Mio. von Grok erstellten Bildern)