OpenAIs Sora-App wurde immer weniger genutzt, kostete das Unternehmen laut dem Wall Street Journal aber rund eine Million US-Dollar pro Tag. Nach einem gehypten Start wuchs die App zwar zunächst auf rund eine Million Nutzer, fiel anschließend jedoch auf etwa 500.000 zurück und erreichte dieses Niveau nicht wieder.
Hinzu kamen Ärger um Copyright-Fragen sowie das Risiko, dass die billigen Engagement-Slop-Videos der Marke OpenAI schadeten. Sora erwies sich damit als teures Produkt, das OpenAI mehr belastete als nutzte. Auch die Weiterentwicklung war kostspielig; das Training neuer Videomodelle wurde dem Bericht zufolge gestrichen.
Ausschlaggebend für Soras Ende war dann der zunehmende Konkurrenzdruck durch Anthropic. OpenAI wollte seine knappen Rechenressourcen deshalb lieber in Coding-, Enterprise- und agentische KI-Produkte mit höherem langfristigem Geschäftswert stecken. Letztlich fiel Sora damit einem Strategiewechsel zum Opfer: weg von aufwendiger Videogenerierung, hin zu den ökonomisch wertvollsten Bereichen. Das Sora-Team soll sich zukünftig auf Weltmodelle für Robotik fokussieren. Die Sora-App wird im April eingestellt, die API folgt im September.

