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Mehr als 200 berühmte Musikerinnen und Musiker, darunter Billie Eilish, Katy Perry und Smokey Robinson, fordern in einem offenen Brief KI-Unternehmen auf, den Einsatz von KI zu stoppen, der die Rechte menschlicher Künstlerinnen und Künstler verletzt und entwertet.

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Der Brief wurde von der Künstlerrechtsorganisation The Artist Rights Alliance (ARA) initiiert. ARA-Direktorin Jen Jacobsen betonte gegenüber Axios, dass es nicht um Gesetzgebung gehe, sondern darum, mit Technologie- und Digitalpartnern zusammenzuarbeiten, um einen verantwortungsvollen Markt zu schaffen, der menschliche Künstler nicht ersetzt.

Die Unterzeichner fordern den Verzicht auf KI-Technologien zur Musikgenerierung, die die Kreativität von Songwritern und Künstlern untergraben oder ersetzen und ihnen eine faire Vergütung vorenthalten.

Der offene Brief der ARA-Künstler erkennt an, dass KI die menschliche Kreativität fördern kann, wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt wird. Einige Plattformen und KI-Entwickler würden die Technologie jedoch nutzen, um Kreativität zu sabotieren und Künstlern, Songwritern, Musikern und Rechteinhabern zu schaden.

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Eine unregulierte und unkontrollierte Nutzung von KI sei nicht der richtige Weg, so die Künstler.

"Dieser Angriff auf die menschliche Kreativität muss gestoppt werden. Wir müssen uns gegen den räuberischen Einsatz von KI schützen, der professionellen Künstlern ihre Stimmen und Bilder stiehlt, die Rechte der Urheber verletzt und das Musik-Ökosystem zerstört."

Aus dem Brief

Dass der Brief gerade jetzt erscheint, scheint kein Zufall zu sein: Zuletzt gab es enorme Fortschritte bei generativer KI, die aus Text-Prompts passende Musikstücke generiert - zusammenhängend, bis zu zwei Minuten lang und mit passendem Text. Die Technologie steht noch am Anfang und dürfte noch viel Entwicklungspotenzial haben. Suno AI, eines der führenden Start-ups in diesem Bereich, rühmt sich damit, KI-Musik in Radioqualität generieren zu können.

"Einige der größten und mächtigsten Unternehmen nutzen unsere Arbeit unerlaubt, um KI-Modelle zu trainieren. Diese Bemühungen zielen direkt darauf ab, die Arbeit menschlicher Künstler durch riesige Mengen von KI-erstellten "Klängen" und "Bildern" zu ersetzen, die die Tantiemen, die an die Künstler ausgezahlt werden, erheblich verwässern. Für viele berufstätige Musiker, Künstler und Songschreiber, die nur versuchen, über die Runden zu kommen, wäre dies eine Katastrophe."

Aus dem Brief

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Zusammenfassung
  • Mehr als 200 prominente Musiker, darunter Billie Eilish und Katy Perry, haben einen offenen Brief an KI-Unternehmen verfasst, in dem sie diese auffordern, keine KI einzusetzen, die die Rechte und den Wert der Arbeit menschlicher Künstler verletzt.
  • Die Petition, die von der Artist Rights Alliance initiiert wurde, zielt nicht auf eine Gesetzgebung ab, sondern will in Zusammenarbeit mit Technologiepartnern einen verantwortungsvollen Markt schaffen, der menschliche Kreativität nicht ersetzt.
  • Der Zeitpunkt des Briefes fällt mit enormen Fortschritten in der generativen KI zusammen, die auf Basis von Texteingaben passende, zusammenhängende Musik inklusive Text generieren kann. Die Unterzeichner sehen darin eine Existenzbedrohung für viele professionelle Musiker.
Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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