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Thinking Machines unter Druck: Start-up verliert in einer Woche fünf wichtige Mitarbeiter

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Kurz & Knapp

  • Thinking Machines Lab, das KI-Start-up von Ex-OpenAI-CTO Mira Murati, verlor letzte Woche fünf Mitarbeiter – vier davon wechselten zu OpenAI.
  • Unter den Abgängen ist Mitgründer und CTO Barret Zoph, den Murati wegen schlechter Leistung entlassen hatte.
  • Die Turbulenzen treffen das Unternehmen vor einer geplanten Finanzierungsrunde mit 50 Milliarden Dollar Bewertung. Investoren zeigen sich verunsichert.

Das KI-Start-up von Ex-OpenAI-CTO Mira Murati erlebte eine turbulente Woche: Nach der Entlassung eines Mitgründers wechseln mehrere Forscher ausgerechnet zu ihrem früheren Arbeitgeber. Eine geplante Finanzierungsrunde mit 50-Milliarden-Dollar-Bewertung könnte ins Wanken geraten.

Ein All-Hands-Meeting bei Thinking Machines Lab endete letzte Woche im Chaos. Laut einem Bericht von The Information verkündete CEO Mira Murati am Mittwoch die Entlassung von CTO und Mitgründer Barret Zoph wegen schlechter Leistung und Gesprächen mit Konkurrenten. Noch während der Versammlung kündigten zwei weitere Forscher, Luke Metz und Sam Schoenholz, per Slack-Nachricht. Murati soll sichtlich überrascht gewesen sein.

Wenig später gab OpenAI-Managerin Fidji Simo bekannt, dass ihr Unternehmen alle drei eingestellt habe. Am Donnerstag folgten zwei weitere Abgänge. Von insgesamt fünf Mitarbeitern, die Thinking Machines diese Woche verliessen, wechselten vier zu OpenAI.

Finanzierungsrunde unter Druck

Die Abgänge treffen das erst ein Jahr alte Start-up in einem kritischen Moment. Thinking Machines strebt eine Finanzierungsrunde mit einer Bewertung von 50 Milliarden Dollar an, mehr als das Fünffache der letzten Runde. Investoren zeigten sich laut The Information verunsichert. Zu den bisherigen Geldgebern zählen Andreessen Horowitz, Accel und Nvidia.

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Das Unternehmen hat bislang nur ein Produkt veröffentlicht: eine API zur Modellanpassung. Geplant sind ein Sprach-Assistent für Konsumenten sowie eigene Modelle im Laufe des Jahres.

Murati selbst hatte OpenAI Ende 2024 während einer wichtigen Fundraising-Phase verlassen und dabei 20 Kollegen mitgenommen. Nun kehrt sich das Muster um. Im Sommer konnte sie noch Abwerbeversuche von Meta abwehren. Mit dem Verlust von zwei der sechs Mitgründer und einem dritten, der bereits im Herbst zu Meta ging, steht nun die Frage im Raum, ob das Vertrauen der Investoren in Muratis Führung bestehen bleibt. Laut The Information zeigten sich einige Investoren von Thinking Machines durch die Ereignisse dieser Woche "verunsichert". Details nennt der Bericht nicht.

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Quelle: The Information