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Nvidia legt angeblich 100-Milliarden-Dollar-Deal mit OpenAI auf Eis

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Kurz & Knapp

  • Der im September 2025 angekündigte 100-Milliarden-Dollar-Deal zwischen Nvidia und OpenAI ist laut Wall Street Journal "auf Eis". Die Verhandlungen seien nicht über frühe Phasen hinausgekommen.
  • Nvidia-CEO Jensen Huang soll intern Kritik an OpenAIs Geschäftsansatz geäußert und Bedenken wegen der wachsenden Konkurrenz durch Google und Anthropic geäußert haben. Er betonte gegenüber Branchenpartnern, dass die ursprüngliche Vereinbarung unverbindlich gewesen sei.
  • Die aktuellen Gespräche drehen sich nun um eine mögliche Eigenkapitalinvestition von mehreren zehn Milliarden Dollar als Teil von OpenAIs laufender Finanzierungsrunde.

Der im September angekündigte Megadeal zwischen OpenAI und Nvidia wird wohl nicht wie geplant finalisiert. Nvidia-CEO Jensen Huang soll intern Zweifel an OpenAIs Geschäftsansatz geäußert haben.

Der geplante 100-Milliarden-Dollar-Deal zwischen Nvidia und OpenAI ist laut einem Bericht des Wall Street Journal "auf Eis". Die Verhandlungen seien nicht über die frühen Phasen hinausgekommen, obwohl OpenAI ursprünglich erwartet hatte, das Abkommen innerhalb weniger Wochen nach der Ankündigung im September 2025 abzuschließen.

Nvidia-CEO Jensen Huang habe Branchenpartnern gegenüber in den vergangenen Monaten betont, dass die ursprüngliche Vereinbarung unverbindlich gewesen sei. Er habe zudem privat kritisiert, was er als mangelnde Disziplin in OpenAIs Geschäftsansatz beschrieb, und Bedenken über die Konkurrenz durch Google und Anthropic geäußert.

Beide Seiten überdenken dem Bericht zufolge nun die Zukunft ihrer Partnerschaft. Die jüngsten Gespräche sollen eine Eigenkapitalinvestition von mehreren zehn Milliarden Dollar als Teil von OpenAIs aktueller Finanzierungsrunde beinhalten.

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Warnsignale gab es schon im Dezember: Nvidia-Finanzchefin Colette Kress hatte damals auf einer Konferenz bestätigt, dass noch keine endgültige Vereinbarung existiere. Die möglichen Einnahmen aus dem OpenAI-Deal waren in Nvidias Umsatzprognose von 500 Milliarden Dollar nicht enthalten.

Wettbewerb durch Google und Anthropic setzt OpenAI unter Druck

Googles Gemini-App kommt zwar lange nicht an ChatGPT heran, verzeichnet aber Wachstumserfolge. Auch Anthropics KI-Coding-Agent Claude Code setzt dem Unternehmen zu.

Dennoch glaubt Huang dem Bericht zufolge weiterhin, dass es wichtig sei, OpenAI finanziell zu unterstützen, nicht zuletzt, weil das Startup einer der größten Kunden des Chipdesigners ist. Sollte OpenAI hinter andere KI-Entwickler zurückfallen, könnte das Nvidias Umsätze beeinträchtigen. Parallel dazu arbeitet OpenAI auch an eigenen KI-Chips, um die Abhängigkeit von Nvidia zu verringern.

Ein OpenAI-Sprecher erklärte gegenüber dem Wall Street Journal, die Teams arbeiteten "aktiv an den Details" der Partnerschaft. Eine Nvidia-Sprecherin sagte, das Unternehmen sei seit zehn Jahren OpenAIs bevorzugter Partner und freue sich auf die weitere Zusammenarbeit.

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Ursprüngliche Ankündigung versprach "größtes Computing-Projekt der Geschichte"

Im September 2025 hatten OpenAI und Nvidia eine Absichtserklärung für den Bau von mindestens 10 Gigawatt Rechenleistung angekündigt. Zur Einordnung: Das entspricht etwa der Leistung von zehn typischen Kernkraftwerken.

Nvidia sollte bis zu 100 Milliarden Dollar investieren, um OpenAI bei der Finanzierung zu unterstützen, während OpenAI die Chips leasen sollte. Huang nannte das Vorhaben damals "das größte Computing-Projekt der Geschichte". Nvidias Aktie stieg daraufhin um fast vier Prozent. OpenAI will angeblich Ende 2026 an die Börse gehen.

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Quelle: WSJ