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MiniMax M2.5: Neues offenes KI-Modell aus China verspricht Spitzenleistung zu Dumpingpreisen

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Minimax

Kurz & Knapp

  • Das chinesische KI-Unternehmen MiniMax hat mit M2.5 ein Open-Weights-Modell unter MIT-Lizenz veröffentlicht, das Aufgaben eigenständig planen und optimieren soll.
  • Laut Benchmarks erreicht M2.5 beim Programmieren 80,2 % im SWE-Bench Verified und liegt bei Websuche und Büroaufgaben teils vor Claude Opus 4.6, GPT-5.2 und Gemini 3 Pro – bei zehn- bis zwanzigmal niedrigeren Kosten.
  • Die schnelle Variante M2.5-Lightning liefert 100 Token pro Sekunde. Eine Stunde Dauerbetrieb kostet laut MiniMax nur einen Dollar.

Das chinesische KI-Unternehmen MiniMax aus Shanghai hat sein neues Open-Weights-Modell M2.5 unter der MIT-Lizenz veröffentlicht.

M2.5 wurde laut MiniMax mit Reinforcement Learning (bestärkendes Lernen) in hunderttausenden komplexen Umgebungen trainiert und soll daher besonders bei langlaufenden Aufgaben gute Ergebnisse bei geringem Token-Verbrauch erzielen.

Das Modell habe gelernt, seine Aktionen durch eigene Planung zu optimieren – ein Unterschied zu Modellen, die lediglich per Eingabeaufforderung zum Planen angewiesen werden. Es soll auch Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien schnell und flüssig bearbeiten können.

MiniMax M2.5 im Vergleich mit Claude, GPT-5.2 und Gemini 3 Pro. Ob sich die guten Benchmark-Ergebnisse in der Praxis bestätigen, ist wie immer eine andere Frage. | Bild: MiniMax

Das Modell erreicht laut den veröffentlichten Benchmarks Spitzenwerte beim Programmieren: 80,2 Prozent im SWE-Bench Verified, 79,7 Prozent auf der Droid-Plattform und 76,1 Prozent auf OpenCode – teils knapp vor Anthropics Claude Opus 4.6. Auch bei Websuche (BrowseComp: 76,3 %), KI-Agenten-Werkzeugnutzung (BFCL: 76,8 %) und Büroarbeit wie Excel-Aufgaben liegt M2.5 laut MiniMax teils vor GPT-5.2, Gemini 3 Pro und Claude.

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Günstig und schnell

MiniMax bietet zwei Varianten an: M2.5-Lightning liefert 100 Token pro Sekunde und ist damit doppelt so schnell wie andere Spitzenmodelle. Eine Stunde Dauerbetrieb kostet laut MiniMax nur einen Dollar. Das Modell sei zehn- bis zwanzigmal günstiger als vergleichbare Angebote von Anthropic, Google und OpenAI. Vier M2.5-Instanzen könnten ein ganzes Jahr lang für 10.000 Dollar laufen.

Das Modell ist auf Hugging Face und GitHub frei verfügbar. Ein detaillierter technischer Bericht findet sich unter minimax.io/news/minimax-m25. Zugang zur API und ein spezieller Coding-Plan sind über platform.minimax.io erhältlich.

MiniMax entwickelt neben Sprachmodellen auch Video-KI. Im Juni 2025 wurde Hailuo 02 veröffentlicht, die zweite Generation des Video-KI-Modells. Seit September 2025 läuft wegen dieses Modells eine Klage von Disney, Universal und Warner Bros gegen das Unternehmen wegen Urheberrechtsverstößen. Das hinderte MiniMax nicht am erfolgreichen Börsengang Anfang Januar 2026: Der Kurs verdoppelte sich am ersten Tag. MiniMax wurde 2021 von ehemaligen SenseTime-Mitarbeitern gegründet.

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Quelle: Minimax