Google und OpenAI beklagen KI-Datendiebstahl durch Modell-Destillation
Google und OpenAI beschweren sich über Datendiebstahl (ja, richtig gelesen). Laut Google wurde Gemini massiv von Angreifern attackiert, die das Modell durch sogenannte Destillation kopieren wollten. Eine Kampagne habe Gemini über 100.000 Mal mit Anfragen bombardiert, berichtet NBC News. Google nennt das Diebstahl geistigen Eigentums. Die Angreifer seien vor allem Firmen und Forscher auf der Suche nach einem Wettbewerbsvorteil.
Parallel hat OpenAI dem US-Kongress ein Memo vorgelegt, in dem es Deepseek vorwirft, mit neuen, verschleierten Methoden US-Modelle zu kopieren. OpenAI warnt zudem vor Chinas massivem Energieausbau: 2025 habe China zehnmal so viel neue Stromkapazität zugebaut wie die USA. In dem Memo bestätigt OpenAI zudem, dass ChatGPT derzeit mit rund zehn Prozent monatlich wächst.
Bei der Destillation wird ein KI-Modell mit Tausenden gezielten Anfragen dazu gebracht, insbesondere seine innere Logik, die sogenannten "Reasoning-Schritte", preiszugeben. Daraus lässt sich ein günstigeres Modell mit ähnlichen Fähigkeiten bauen – ohne selbst Milliarden zu investieren. Googles Sicherheitschef John Hultquist warnt, dass künftig auch kleinere Firmen mit eigenen KI-Modellen gefährdet seien, besonders wenn diese mit sensiblen Geschäftsdaten trainiert wurden.
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