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Wegen Verbot durch Kriegsminister: KI-Firma Anthropic will gegen US-Regierung vor Gericht ziehen

Anthropic will das US-Verteidigungsministerium verklagen. Kriegsminister Pete Hegseth will das KI-Unternehmen als Lieferkettenrisiko einstufen, eine Maßnahme, die bisher nur gegen ausländische Gegner der USA eingesetzt wurde. Laut Anthropic ist diese Einordnung gegen das Gesetz, und man werde jede Anschuldigung vor Gericht anfechten.

Wir glauben, dass diese Einstufung sowohl rechtlich unhaltbar ist als auch einen gefährlichen Präzedenzfall für jedes amerikanische Unternehmen schaffen würde, das mit der Regierung verhandelt.

Anthropic

Hegseth hatte zudem gesagt, dass auch Militärzulieferer keine Geschäfte mehr mit Anthropic machen dürften. Laut Anthropic fehlt ihm dafür die gesetzliche Grundlage: Die Einstufung nach 10 USC 3252 betreffe nur die Nutzung von Claude in direkten Aufträgen des Kriegsministeriums. Für Privatkunden, kommerzielle Verträge und den Zugang über API oder claude.ai ändere sich nichts.

Auslöser des Konflikts ist ein gescheiterter Verhandlungsprozess: Anthropic weigert sich, Claude für massenhafte Inlandsüberwachung und vollautonome Waffen freizugeben. Heutige KI-Modelle seien dafür zu unzuverlässig, Massenüberwachung verletze Grundrechte. OpenAI hat den Deal übernommen.

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Quelle: Anthropic