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Studie warnt vor "AI Brain Fry" durch intensive KI-Nutzung am Arbeitsplatz

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Eine BCG-Studie mit knapp 1.500 Beschäftigten zeigt, dass die gleichzeitige Überwachung zu vieler KI-Tools kognitive Erschöpfung auslöst. Die Folgen sind messbar, von höheren Fehlerquoten bis zu steigender Kündigungsabsicht.

KI soll Arbeit erleichtern, doch eine neue Studie der Boston Consulting Group zeichnet ein differenzierteres Bild. Die Forschenden befragten 1.488 Vollzeitbeschäftigte in den USA zu ihren KI-Nutzungsmustern und deren kognitiven Auswirkungen. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus. Intensive Überwachung von KI-Tools führt zu einem Phänomen, das die Autorinnen und Autoren als "AI Brain Fry" bezeichnen, also eine akute mentale Erschöpfung durch kognitive Überlastung.

Betroffene beschreiben ein "Summen" im Kopf, mentalen Nebel, verlangsamte Entscheidungsfindung und Kopfschmerzen. Ein leitender Ingenieur formulierte es laut der Studie so: "Ich habe härter daran gearbeitet, die Tools zu managen, als das eigentliche Problem zu lösen."

Drei KI-Tools gleichzeitig sind das Maximum

Die Studie identifiziert die direkte Überwachung von KI-Agenten als stärksten Treiber der Belastung. Beschäftigte mit hohem Überwachungsaufwand wendeten demnach 14 Prozent mehr mentale Energie auf, berichteten über 12 Prozent mehr Ermüdung und 19 Prozent mehr Informationsüberflutung.

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Besonders aufschlussreich ist die Produktivitätskurve. Beim Einsatz von einem auf zwei gleichzeitige KI-Tools steigt die wahrgenommene Produktivität deutlich. Bei drei Tools erreicht sie ihr Maximum. Ab vier Tools sinkt sie wieder. Multitasking mit KI-Agenten stößt offenbar an dieselben kognitiven Grenzen wie klassisches Multitasking.

14 Prozent der KI-nutzenden Befragten gaben an, "AI Brain Fry" erlebt zu haben. In Marketing-Abteilungen lag der Wert bei 26 Prozent, in Rechtsabteilungen bei lediglich 6 Prozent.

Messbare Kosten für Unternehmen

Die geschäftlichen Folgen sind laut der Studie erheblich. Betroffene berichten über 33 Prozent mehr Entscheidungsmüdigkeit und 39 Prozent mehr schwerwiegende Fehler. Die Kündigungsabsicht stieg von 25 auf 34 Prozent. Unternehmen, die KI-Nutzung als Leistungsmetrik verwenden, könnten diese Dynamik laut den Forschenden noch verstärken.

Gleichzeitig zeigt die Studie, dass KI-Nutzung nicht zwangsläufig schadet. Wer KI gezielt zum Ersetzen repetitiver Aufgaben einsetzt, berichtet über 15 Prozent niedrigere Burnout-Werte. Der entscheidende Unterschied liegt in der Art der Belastung. Burnout ist eine emotionale Erschöpfung, "AI Brain Fry" dagegen eine kognitive. KI kann das eine lindern und das andere auslösen.

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Die Forschenden empfehlen, Obergrenzen für die gleichzeitige Nutzung von KI-Agenten zu definieren und Produktivitätsmetriken nicht an die Intensität der KI-Nutzung zu koppeln. Beschäftigte, deren Organisationen Wert auf Work-Life-Balance legen, wiesen laut der Studie 28 Prozent niedrigere Ermüdungswerte auf.

Sämtliche Daten beruhen auf Selbsteinschätzungen und ob "AI Brain Fry" ein dauerhaftes Phänomen ist oder eine Anpassungsphase an neue Werkzeuge widerspiegelt, bleibt offen. Zudem stammt die Studie von BCG, einem Beratungsunternehmen, das selbst KI-Transformationsprojekte begleitet.

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