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KI-Schreibassistent Grammarly verwendet ungefragt echte Namen für Expertentipps

Grammarly nutzt offenbar ohne Erlaubnis die Namen von Journalisten und Autoren für eine KI-Funktion namens "Expert Review". Das Feature gibt Nutzern Schreibtipps, die angeblich von Experten wie Stephen King oder Neil deGrasse Tyson "inspiriert" sind. Auch bereits verstorbene Personen wie Carl Sagan sollen in der Funktion vertreten sein. Wie The Verge, Platformer und Wired berichteten, tauchen zudem zahlreiche Tech-Journalisten auf, darunter Verge-Chefredakteur Nilay Patel und weitere Redakteure. Keiner soll vorab gefragt worden sein.

Screenshot: Grammarly Expert Review-Panel mit AI-Schreibvorschlägen von Technologie- und Stil-Experten.
Das Expert Review-Panel in Grammarly liefert kontextbasierte Schreibempfehlungen.

Nach Kritik soll Grammarly lediglich eine Opt-out-Möglichkeit per E-Mail angeboten haben, jedoch keine Entschuldigung. Alex Gay, Vizepräsident für Produktmarketing bei Mutterkonzern Superhuman, erklärte, die Funktion beanspruche keine direkte Beteiligung der Experten. Die Quellenlinks der Funktion führten laut The Verge teilweise zu Spam-Seiten oder völlig fremden Inhalten. Expertenbeschreibungen enthielten zudem veraltete Jobtitel. Die KI-Vorschläge ähneln in Google Docs echten Nutzerkommentaren, was irreführend wirken kann.

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