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Claude Cowork kann jetzt euren Computer bedienen

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Anthropic

Kurz & Knapp

  • Anthropic hat eine neue Funktion für seinen KI-Assistenten Claude auf dem Desktop vorgestellt: Die KI kann ab sofort den Mac-Desktop steuern, Apps öffnen, den Browser navigieren und Tabellenkalkulationen ausfüllen.
  • Das Feature ist als Research Preview in Claude Cowork und Claude Code verfügbar und bisher auf macOS beschränkt. Es kommt vom Start-up Vercept AI, das Anthropic erst vor rund vier Wochen übernommen hat.
  • Zusätzlich hat Anthropic ein Feature namens "Dispatch" eingeführt, das die Fernsteuerung des eigenen Rechners von jedem Ort aus ermöglicht.

Anthropic gibt Claude die Fähigkeit, den Mac-Desktop zu steuern. Das Feature ist als Research Preview in Claude Cowork und Claude Code verfügbar.

Anthropic hat eine neue Funktion für seinen KI-Assistenten Claude angekündigt: Claude kann ab sofort den Computer des Nutzers bedienen und soll alles erledigen können, was Nutzer sonst selbst am Schreibtisch tun würden.

Dabei nutzt Claude laut Anthropic zunächst vorhandene Integrationen wie Slack, Kalender und andere verbundene Apps. Erst wenn für ein benötigtes Tool keine direkte Schnittstelle existiert, fragt die KI um Erlaubnis, die entsprechende Anwendung direkt auf dem Bildschirm des Nutzers zu öffnen. Die Desktop-Steuerung ist also eine Rückfallebene, kein Standardverhalten.

Die Funktion ist als Research Preview in Claude Cowork und Claude Code verfügbar und bisher auf macOS beschränkt. Damit geht Anthropic einen Schritt weiter in Richtung KI-Agent, der aktiv in die digitale Arbeitsumgebung eingreift, anstatt nur Text zu generieren.

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Vercept-AI-Übernahme liefert Grundlage für Computer-Steuerung

Hinter der neuen Funktion steckt unter anderem Technologie aus der Übernahme von Vercept AI, einem Start-up, das sich auf KI-gestützte Computersteuerung spezialisiert hatte. Laut Kiana Ehsani, Mitgründerin von Vercept AI, hat ihr Team weniger als vier Wochen nach dem Beitritt zu Anthropic bereits den ersten Produkt-Launch realisiert.

Neben der Computer-Bedienung in Cowork hat Anthropic auch ein Feature namens "Dispatch" eingeführt, das die Fernsteuerung des eigenen Rechners von jedem Ort aus erlaubt.

Vor dem Wechsel hätten alle Beteiligten befürchtet, eine Übernahme würde die Entwicklung verlangsamen. Das Gegenteil sei eingetreten, so Ehsani. Sie führt das auf die Unternehmenskultur bei Anthropic zurück: "Alle arbeiten schnell, alle sind unglaublich klug, bescheiden und hilfsbereit, und es ist wirklich einfach, Dinge umzusetzen", schreibt sie auf X. Anthropics größter Wettbewerbsvorteil seien die Mitarbeiter.

Desktop-Steuerung durch KI muss sich noch beweisen

Ob sich die Computer-Use-Funktion über den Status einer Research Preview hinaus als zuverlässig und sicher genug für den produktiven Einsatz erweist, bleibt abzuwarten. Die Steuerung eines kompletten Desktops durch eine KI wirft Fragen nach Datenschutz, Fehleranfälligkeit und Kontrollierbarkeit auf, die Anthropic für einen breiteren Rollout beantworten müsste.

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Ähnliche Funktionen, die sich nur auf den Browser beschränken, sind bislang nicht verlässlich genug und haben keine wirklichen Abnehmer gefunden, etwa im Fall des ChatGPT-Operators und -Agents von OpenAI. Anthropic geht mit der vollständigen Desktop-Steuerung einen jetzt noch deutlich ambitionierteren Weg, der allerdings auch eine entsprechend größere Angriffsfläche bietet.

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Quelle: Claude.ai