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Apple blockiert Updates von Vibe-Coding-Apps im App Store

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Midjourney prompted by THE DECODER

Kurz & Knapp

  • Apple blockiert Updates von Vibe-Coding-Apps wie Replit und Vibecode im App Store, weil deren Funktionen gegen bestehende Richtlinien verstoßen sollen.
  • Streitpunkt ist vor allem die Vorschau-Funktion: Apple will nicht, dass innerhalb einer App dynamisch generierter Code ausgeführt wird.
  • Nach monatelanger Eskalation zeichnen sich Kompromisse ab: Replit soll Vorschauen in einem externen Browser öffnen, Vibecode soll die Möglichkeit entfernen, Apps für Apple-Geräte zu erstellen.

Apple verhindert, dass beliebte Vibe-Coding-Apps wie Replit und Vibecode neue Versionen veröffentlichen. Der Konzern beruft sich auf bestehende Richtlinien, doch die Maßnahme trifft eine potenzielle Konkurrenz zum eigenen Ökosystem.

Apple hat laut einem Bericht von The Information mehreren Vibe-Coding-Apps untersagt, Updates im App Store zu veröffentlichen, solange diese keine Änderungen vornehmen. Betroffen sind unter anderem Replit, zuletzt mit 9 Milliarden Dollar bewertet, und Vibecode.

Vibe-Coding-Apps ermöglichen es auch Nutzern ohne Programmierkenntnisse, per natürlichsprachlicher Eingabe funktionierende Anwendungen zu erstellen. Diese Tools haben laut The Information auch zu einer Flut neuer Apps im App Store beigetragen, was den Genehmigungsprozess teilweise verlangsamt habe.

Apple beruft sich auf die Richtlinie 2.5.2, wonach Apps keinen Code herunterladen, installieren oder ausführen dürfen, der ihre eigene Funktionalität oder die anderer Apps verändert. Ein Apple-Sprecher betonte, die Regel richte sich nicht gezielt gegen Vibe-Coding-Apps.

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Vorschau-Funktion als Streitpunkt

Im Kern geht es offenbar darum, wie die Apps Vorschauen neu erstellter Anwendungen anzeigen. Replit argumentierte, der generierte Code laufe in einer separaten virtuellen Maschine und werde lediglich als Web-View innerhalb der App dargestellt, vergleichbar mit dem Öffnen eines Links in sozialen Netzwerken.

Apples Review-Team wies das zunächst zurück. Nach monatelanger Eskalation zeichnet sich laut The Information ein Kompromiss ab: Replit soll generierte Apps künftig in einem separaten Browser statt innerhalb der eigenen App öffnen. Vibecode wurde mitgeteilt, Updates würden voraussichtlich genehmigt, wenn die Möglichkeit entfernt werde, Apps speziell für Apple-Geräte zu erstellen.

Seit dem letzten Update im Januar ist Replits App von Platz 1 auf Platz 3 der Download-Charts für Entwicklertools gefallen. Replit führt den Rückgang teilweise auf die fehlende Möglichkeit zurück, die App zu aktualisieren.

Vibe Coding als potenzielle Bedrohung für Apples Ökosystem

Die Maßnahme trifft Apps, die auf zwei Ebenen an Apples Geschäftsmodell rühren: Sie helfen Nutzern, Web-Apps außerhalb des App Store zu erstellen, und sie konkurrieren mit Apples eigenem Entwicklungswerkzeug Xcode, das inzwischen selbst KI-Funktionen von Anthropic und OpenAI integriert.

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"Apple hat eine Geschichte, Apps oder Features nicht zuzulassen, die Wettbewerb auf ihrer Plattform schaffen", sagte Wettbewerbsanwalt Gene Burrus gegenüber The Information.

Andere Apps mit ähnlichen Funktionen wie Vercels v0 konnten zuletzt allerdings weiterhin Updates veröffentlichen.

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Quelle: The Information