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Jonathan Kemper

Jonathan ist Technikjournalist und beschäftigt sich stark mit Consumer Electronics. Er erklärt seinen Mitmenschen, wie KI bereits heute nutzbar ist und wie sie im Alltag unterstützen kann.
Read full article about: Stimmen-Klonen aus drei Sekunden Audio: Qwen veröffentlicht neue TTS-Modelle

Das Qwen-Team von Alibaba Cloud hat zwei neue KI-Modelle veröffentlicht, die Stimmen per Textbefehl entwerfen oder klonen. Das Modell Qwen3-TTS-VD-Flash erlaubt es Nutzern, Stimmen durch detaillierte Beschreibungen zu generieren und dabei Eigenschaften wie Emotionen und Sprechtempo exakt festzulegen, etwa: "Male, middle-aged, booming baritone - hyper-energetic infomercial voice with rapid-fire delivery and exaggerated pitch rises, dripping with salesmanship". Es soll laut Hersteller in Tests besser abschneiden als OpenAIs im Frühjahr eingeführte API für GPT-4o-mini-tts.

Ergänzend kopiert das Modell Qwen3-TTS-VC-Flash Stimmen anhand von nur drei Sekunden Audio-Material und gibt diese in zehn Sprachen, darunter Deutsch, wieder. Qwen gibt an, dass die Fehlerrate dabei geringer ist als bei Elevenlabs oder MiniMax. Die KI verarbeitet auch komplexe Texte und kann sogar Tierstimmen imitieren oder Stimmen aus Aufnahmen extrahieren. Beide Modelle sind über die API von Alibaba Cloud verfügbar. Demos stehen sowohl für das Design- als auch das Klon-Modell auf Hugging Face bereit.

Offener Google-Standard soll KI-Agenten schnell Nutzeroberflächen generieren lassen

Google stellt mit A2UI einen offenen Standard vor, der KI-Agenten das Erstellen grafischer Oberflächen erlaubt. Statt nur Textnachrichten zu senden, können KIs dynamisch Formulare oder Buttons generieren, die sich optisch nahtlos in die jeweilige App einfügen.

Read full article about: FunctionGemma: Googles lokale Mini-KI steuert Apps und Spiele per Sprache

Google hat FunctionGemma veröffentlicht, eine spezialisierte Version des kleinen Sprachmodells Gemma 3 270M. Das Modell wurde basierend auf dem im August vorgestellten Basismodell gezielt für das sogenannte "Function Calling" erweitert. Damit kann die KI nicht nur Texte generieren, sondern konkrete Befehle an Software weitergeben, um Kalendereinträge zu erstellen oder Spielelemente zu steuern. Über die AI Edge Gallery lässt sich auf Android-Geräten ein Farming-Minispiel ausprobieren, das Prompts wie "Plant the sunflower seed in plot 8" umsetzt. Hier gibt es eine Demo mit Physikrätseln, die sich durch natürliche Sprache direkt im Browser lösen lassen.

Da das Modell sehr kompakt ist, läuft es direkt auf Endgeräten wie Smartphones, was die Datensicherheit erhöht und Verzögerungen minimiert. Laut Google lässt sich die Zuverlässigkeit durch weiteres Training von 58 auf 85 Prozent steigern. FunctionGemma dient als Brücke zwischen natürlicher Sprache und Software und kann auch als "Verkehrsleiter" fungieren, der komplexe Anfragen an größere Modelle weiterleitet. Das Modell ist ab sofort auf Plattformen wie Hugging Face und Kaggle verfügbar.

Read full article about: OpenAI weitet Zugang zu günstigerem ChatGPT-Tarif "Go" deutlich aus

OpenAI hat die Verfügbarkeit seines günstigen Abonnements ChatGPT Go massiv ausgeweitet. Nach dem Start im August in Indien ist das Abo nun in über 70 weiteren Ländern verfügbar, darunter viele in Europa und Südamerika, wie aus einem aktualisierten Hilfe-Dokument hervorgeht. In Deutschland kostet der Zugang 8 Euro monatlich. Neben dem erweiterten Zugriff auf das Flaggschiff-Modell umfasst das Abo auch mehr Möglichkeiten zur Bildgenerierung, Datei-Analyse und Datenauswertung sowie ein größeres Kontextfenster für längere Gespräche. Nutzer können zudem Projekte organisieren und eigene GPTs erstellen. Nicht enthalten sind hingegen der Zugriff auf Sora, die API oder ältere Modelle wie GPT-4o.

Dem breiteren Rollout geht auch eine Sparmaßnahme voran: OpenAI hat den automatischen Modell-Router für Nutzer der kostenlosen Version und des Go-Abos kürzlich entfernt. Anfragen werden nun standardmäßig vom schnelleren GPT-5.2 Instant beantwortet. Nutzer müssen die leistungsfähigeren Reasoning-Modelle nun manuell auswählen, während der automatische Router nur noch in den teureren Tarifen aktiv bleibt.

Read full article about: Meta plant neue KI-Modelle Mango und Avocado für 2026

Meta entwickelt unter den Codenamen "Mango" und "Avocado" neue KI-Modelle für Bilder, Videos und Text. Die Veröffentlichung ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf interne Aussagen von Metas KI-Chef Alexandr Wang. Wang erklärte in einem internen Q&A mit Produktchef Chris Cox, dass "Mango" auf visuelle Inhalte fokussiert ist, während das Sprachmodell "Avocado" besonders gut im Programmieren sein soll. Zudem erforscht Meta sogenannte Weltmodelle, die ihre Umgebung visuell erfassen.

Hintergrund ist eine Umstrukturierung, bei der CEO Mark Zuckerberg persönlich Forscher von OpenAI abwarb und die Abteilung "Meta Superintelligence Labs" unter Wangs Leitung gründete. Der Markt für Bildgenerierung ist zudem umkämpft. Gerade erst hatte Google mit Nano Banana Pro ein beeindruckendes Modell mit präziser Promptbefolgung veröffentlicht, wenige Wochen später legte OpenAI mit GPT Image 1.5 nach. Zuletzt hatte Meta im April die vierte Generation seiner Llama-Reihe vorgestellt und arbeitet für den Videofeed Vibes mit Midjourney und Black Forest Labs zusammen.

Read full article about: Vibe-Coding-App Lovable läutet nach Finanzierungsrunde die "Age of the Builder" ein

Das europäische KI-Startup Lovable hat eine Series-B-Finanzierungsrunde über 330 Millionen Dollar abgeschlossen und wird nun mit 6,6 Milliarden Dollar bewertet. Die unter anderem von Google angeführte Runde umfasst Investitionen von Nvidia, HubSpot und der Deutschen Telekom. Das Unternehmen, mit der Nutzer Webanwendungen durch Textprompts erstellen können, gilt als eines der am schnellsten wachsenden Startups weltweit. Laut eigenen Angaben erreichte das in Schweden ansässige Start-up mit inzwischen 120 Mitarbeitenden innerhalb von acht Monaten nach der ersten Million einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von 100 Millionen Dollar. Im Sommer schloss es auch eine der größten europäischen Series-A-Runden über 200 Millionen bei einer Bewertung von 1,8 Milliarden US-Dollar ab.

Lovable ruft dabei die "Age of the Builder" aus: Eine Zeit, in der Menschen ohne technische Vorkenntnisse – etwa Lehrer, Marketer oder Gründer – ihre Ideen eigenständig in Software verwandeln können. Trotz des rasanten Wachstums bleibt Lovable in absoluten Nutzerzahlen hinter Marktführern wie ChatGPT zurück. Kürzlich sammelte der US-Konkurrent Cursor 2,3 Milliarden Dollar ein, was den intensiven Wettbewerb im Bereich der KI-gestützten Softwareentwicklung, aber auch den Unterschied im Investitionsvolumen unterstreicht.