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Matthias Bastian

Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
Read full article about: Microsoft und Stripe bringen Shopping-Funktion direkt in den KI-Copilot

In einer glorreichen KI-Zukunft bestellt ihr Pizza direkt aus Excel. Microsoft und Stripe kündigen eine neue Einkaufsfunktion für den KI-Assistenten Copilot an: US-Nutzer können künftig Produkte direkt im Chat kaufen, ohne die Anwendung zu verlassen. Zum Start sind Etsy-Händler sowie Einzelhändler wie Urban Outfitters und Anthropologie dabei.

Die Funktion heißt "Copilot Checkout" und wird von Stripe betrieben. Technisch basiert sie auf dem "Agentic Commerce Protocol", einem offenen Standard für KI-gestützten Handel, den Stripe mitentwickelt hat. Auch ChatGPT nutzt das Protokoll samt Stripe-Checkout.

Parallel arbeitet Google an einem eigenen offenen Protokoll namens "Agent Payments Protocol" (AP2), das mehr als 60 Unternehmen wie Mastercard, PayPal, Coinbase und Adobe unterstützen. OpenAI und Google haben auch Kooperationen mit PayPal angekündigt, um Zahlungen direkt in KI-Chats zu ermöglichen.

Für die großen Chatbot-Anbieter ist das ein potenziell lukratives Geschäft: Wenn Käufe über ihre Chatbots gestartet und abgeschlossen werden, können sie am Umsatz mitverdienen. OpenAI launchte kürzlich einen eigenen Agenten für die Produktrecherche, der Chatbots als Shopping-Kanal stärken soll. Auch Copilot in Edge bietet KI-gestütztes Shopping.

China will Nvidia-Chip-Importe offenbar noch dieses Quartal genehmigen

Das KI-Wettrennen zwischen den USA und China geht in die nächste Runde: Die USA erlauben wieder mehr Nvidia-Exporte, doch China stoppt angeblich die Käufe. Peking will die eigene Chipindustrie schützen und erwägt eine Kaufquote für heimische Produkte.

Tailwind-CSS-Debakel zeigt, wie KI-Assistenten etablierte Online-Geschäftsmodelle austrocknen

Tailwind CSS ist eines der erfolgreichsten Open-Source-Projekte der Webentwicklung. Doch während das Framework boomt, ist der Umsatz des Unternehmens um 80 Prozent eingebrochen. Gründer Adam Wathan macht KI dafür verantwortlich. Die Geschichte ist ein Vorzeichen, was weiten Teilen des Webs blühen könnte.

Read full article about: Claude-Chatbot-Firma Anthropic plant 10 Milliarden Dollar Finanzierung bei 350 Milliarden Bewertung

Anthropic, das Unternehmen hinter dem Chatbot Claude, sammelt 10 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 350 Milliarden Dollar ein. Das ist fast eine Verdopplung der Bewertung von vor vier Monaten (183 Milliarden Dollar). Die Finanzierungsrunde wird von GIC, Singapurs Staatsfonds, und Coatue Management angeführt. Der Abschluss wird in den kommenden Wochen erwartet, und die Summen könnten sich noch ändern, berichtet das Wall Street Journal.

Das neue Kapital kommt zusätzlich zu den bis zu 15 Milliarden Dollar, die Nvidia und Microsoft in das Unternehmen investieren wollen. Im Gegenzug kauft Anthropic Rechenkapazität im Wert von 30 Milliarden Dollar bei Microsoft Azure mit Nvidia-Systemen. Das Unternehmen rechnet damit, 2028 erstmals die Gewinnschwelle zu erreichen.

Gerade eben erst kündigte xAI eine Finanzierungsrunde über 20 Milliarden US-Dollar an bei einer Bewertung von mehr als 230 Milliarden US-Dollar. Auch OpenAI soll angeblich schon die nächste Finanzierungsrunde über bis zu 100 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 750 Milliarden US-Dollar planen. Es sieht also derzeit nicht danach aus, dass der KI-Hype 2026 abkühlt.

Read full article about: Wie Googles KI-Bildmodell "Nano Banana" zu seinem seltsamen Namen kam

Googles "Nano Banana"-Bildmodell ist mit Abstand das derzeit mächtigste Bildmodell am Markt. Aber der Name ist seltsam. Laut Wall Street Journal entstand er zufällig um 2:30 Uhr nachts, als Projektmanagerin Naina Raisinghani einen Namen für den Upload auf die Benchmark-Plattform LM Arena brauchte. Niemand war erreichbar, also kombinierte sie einfach zwei Spitznamen, die Freunde ihr gegeben hatten: Nano und Banana. Innerhalb weniger Tage erreichte das Tool den Spitzenplatz in den Leistungsrankings und wurde zum Social-Media-Trend. Der KI-Modell-Name "Gemini" hat im Vergleich eine etwas seriösere Herkunft.

via WSJ

Noch eine Anekdote aus dem WSJ-Bericht: Ausgerechnet ein OpenAI-Forscher soll dafür gesorgt haben, dass Google-Mitgründer Sergey Brin aus dem Ruhestand zurückkehrte und Googles KI-Ambitionen vorantrieb. Daniel Selsam fragte ihn auf einer Party, warum er angesichts von ChatGPT nicht Vollzeit an KI arbeite.

Read full article about: Neues KI-Ranking: GPT-5.2 führt vor Claude Opus 4.5 und Gemini 3 Pro

Artificial Analysis hat Version 4.0 seines Intelligence Index veröffentlicht, der die Leistung von KI-Modellen über verschiedene Benchmarks hinweg misst. OpenAIs GPT-5.2 mit höchster Reasoning-Stufe führt das Ranking an, gefolgt von Anthropics Claude Opus 4.5 und Googles Gemini 3 Pro.

Die Bewertung deckt vier gleichgewichtete Kategorien ab: Agenten, Programmierung, wissenschaftliches Denken und Allgemeines. Im Vergleich zur Vorgängerversion sind die Ergebnisse weniger gesättigt: Spitzenmodelle erreichen maximal 50 Punkte statt zuvor 73.

Artificial Analysis Intelligence Index v4.0: Gesamtranking der KI-Modelle. GPT-5.2 (xhigh) führt mit 50 Punkten, gefolgt von Claude Opus 4.5 (49) und Gemini 3 Pro Preview (48). Die Spitzenmodelle liegen eng beieinander. | Bild: Artificial Analysis
Balkendiagramm mit Kostenvergleich verschiedener KI‑Modelle. Dargestellt sind die Gesamtkosten zur Ausführung des Artificial Analysis Intelligence Index, aufgeteilt in Input‑, Output‑ und Reasoning‑Kosten. Links stehen sehr teure Modelle mit mehreren tausend US‑Dollar Gesamtkosten, rechts deutlich günstigere Modelle mit Kosten im zweistelligen Dollarbereich.
An der Spitze der Kostentabelle steht GPT-5.2 (xhigh) mit Gesamtkosten von 2.322 US-Dollar, gefolgt von Grok 4 (1.574 US-Dollar) und Claude 4.5 Opus (1.510 US-Dollar). Mit deutlichem Abstand reiht sich dahinter Gemini 3 Pro Preview (988 US-Dollar) ein. | Bild: Artificial Analysis

Der neue Index ersetzt drei bisherige Tests (AIME 2025, LiveCodeBench und MMLU-Pro) durch drei neue: AA-Omniscience prüft Wissen und Halluzinationen über 40 Themen, GDPval-AA testet KI-Modelle auf wirtschaftlich wertvolle Aufgaben in 44 Berufen und CritPt bewertet Physik-Forschungsaufgaben.

Alle Tests wurden laut Artificial Analysis unabhängig und mit standardisierter Methodik durchgeführt, die auf der Webseite von Artificial Analysis einsehbar ist.

Read full article about: Chinas Handelsministerium prüft Metas Milliarden-Kauf des KI-Startups Manus

Chinas Handelsministerium prüft Metas zwei Milliarden Dollar schweren Kauf des KI-Startups Manus auf mögliche Verstöße gegen Exportkontrollen. Das berichtet die Financial Times. Die Behörden untersuchen, ob die Verlegung von Manus-Mitarbeitern und Technologie nach Singapur sowie der anschließende Verkauf an Meta eine Exportlizenz erfordert hätte. Das Kernteam zog im Sommer 2025 nach Singapur, um geopolitische Risiken im Zusammenhang mit China zu minimieren. Die Pekinger Büros stehen seitdem leer. Auch die drei Gründer Red Xiao, Peak Ji und Tao Zhang verlegten ihren Wohnsitz von China nach Singapur.

Die Verlagerung folgte auf eine Finanzierungsrunde der US-Firma Benchmark über 75 Millionen Dollar. Schon diese Investition löste Anfragen des US-Finanzministeriums aus – allerdings aus umgekehrtem Grund: Washington prüfte, ob US-Gelder unerlaubt in eine chinesische KI-Firma fließen. Laut Meta waren bei Abschluss der Transaktion keine chinesischen Eigentumsanteile an Manus mehr vorhanden. Die Gründer lehnten zuvor Investitionen von lokalen Regierungen in China ab.