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Matthias Bastian

Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
Read full article about: Meta schließt 27-Milliarden-Dollar-Deal mit Nebius für KI-Infrastruktur ab

Meta hat einen Vertrag über bis zu 27 Milliarden US-Dollar mit dem niederländischen Cloud-Anbieter Nebius für KI-Infrastruktur abgeschlossen. Der Deal läuft über fünf Jahre und umfasst 12 Milliarden Dollar für dedizierte Kapazitäten an mehreren Standorten sowie bis zu 15 Milliarden Dollar für zusätzliche verfügbare Rechenleistung, wie CNBC berichtet.

Nebius wird dabei laut eigenen Angaben eine der ersten großen Installationen von Nvidias neuesten KI-Chips namens Vera Rubin betreiben. Nebius-Gründer und CEO Arkady Volozh sprach von einer Erweiterung der bestehenden Partnerschaft mit Meta, die den Ausbau des KI-Cloud-Geschäfts beschleunigen soll. Die Nebius-Aktie stieg nach der Ankündigung um 14 Prozent im vorbörslichen Handel.

Meta hatte im vergangenen November Investitionen über bis zu 600 Milliarden Dollar für KI-Technologie, Infrastruktur und den Ausbau der Belegschaft bis 2028 angekündigt. Aufgrund der hohen Kosten für KI-Infrastruktur soll angeblich beim Personal gespart werden. Konkrete Ergebnisse dieser Investitionen sieht man bei Meta bislang nicht: Derzeit teilen sich Google, OpenAI und Anthropic den KI-Markt auf. Meta und xAI sind nach anfänglichen Erfolgen zunächst abgehängt.

Read full article about: Chinas zweitgrößter Chiphersteller entwickelt 7-Nanometer-Fertigung

Chinas zweitgrößter Chiphersteller Hua Hong Group hat laut Reuters fortschrittliche Fertigungstechnologien für KI-Chips entwickelt. Die Tochterfirma Huali Microelectronics bereitet in ihrer Fabrik in Shanghai eine 7-Nanometer-Chipproduktion vor. Damit wäre Hua Hong nach SMIC der zweite chinesische Hersteller mit dieser Technologie. Laut vier mit der Sache vertrauten Personen arbeitet der chinesische Technikkonzern Huawei bei der 7-nm-Technik mit Hua Hong zusammen.

Die Forschung begann vergangenes Jahr, unterstützt von heimischen Zulieferern wie dem Huawei-nahen Unternehmen SiCarrier. Huali plant bis Jahresende eine anfängliche Kapazität von einigen tausend Wafern pro Monat. Der chinesische Chipdesigner Biren, der seit 2023 auf einer US-Handelssperrliste steht und keinen Zugang mehr zu TSMC hat, nutzt Hualis 7-nm-Linie bereits für erste Prototypen.

Peking treibt die technologische Unabhängigkeit voran und drängt insbesondere bei KI heimische Firmen, chinesische Technologie zu kaufen. Hintergrund sind die US-Restriktionen für den Kauf von Nvidia-Chips und die Abhängigkeit von einer Kerntechnologie für KI eines westlichen Rivalen. Der Weg dürfte für China noch weit sein: Gerade erst kaufte Bytedance angeblich rund 500 Nvidia-Blackwell-Systeme.

Hundebesitzer entwirft mit ChatGPT und Co. einen Impfstoff gegen den Krebs seines Hundes

In sozialen Medien geht die Geschichte eines australischen KI-Beraters viral, der mit ChatGPT, AlphaFold und Grok einen möglichen Behandlungsansatz für den unheilbaren Krebs seiner Hündin Rosie identifiziert hat.

Wegen Hollywood-Beschwerden: Bytedance stoppt weltweiten Start von KI-Videogenerator Seedance 2.0

ByteDance wollte sein KI-Videomodell Seedance 2.0 Mitte März weltweit starten. Daraus wird vorerst nichts: Hollywood hat dem Unternehmen gemeinschaftlich einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Read full article about: KI-Agenten-Hype durch OpenClaw: China fördert Ein-Personen-Unternehmen mit Millionen-Subventionen

Der KI-Agenten-Hype rund um OpenClaw hat auch in China voll eingeschlagen. Mindestens sieben chinesische Lokalregierungen haben innerhalb weniger Tage Förderprogramme rund um OpenClaw aufgelegt, berichtet die SCMP. Die Maßnahmen zeigen: Peking betrachtet KI-Agenten als industriepolitisches Werkzeug.

Der Technologiebezirk Hefei in der Provinz Anhui bietet bis zu 1,4 Millionen Dollar an Subventionen für Wohnraum, Büros und Rechenleistung. unter anderem zur Förderung sogenannter "Ein-Personen-Unternehmen", bei denen ein einzelner Gründer mit KI-Agenten als Belegschaft arbeitet. Shenzhen zog mit ebenfalls bis zu 1,4 Millionen Dollar nach, Wuxi mit rund 700.000 Dollar plus Rechenressourcen, Changshu mit etwa 830.000 Dollar. Changzhou bietet rund 700.000 Dollar Förderung und zusätzlich 280.000 Dollar für Rechenleistung, Nanjing lockt mit kostenlosen Büroflächen und Rechenressourcen.

"KI für [die Nutzer] arbeiten zu lassen, Aufgaben in ihrem Namen zu erledigen, bietet ein Erlebnis, das über das bloße Gerede rund um die Technologie hinausgeht", sagt Li Zhi, Leiterin des Intelligent Institute bei Analysys International. "Es hat ein gesellschaftliches Gefühl und eine Vision von Produktivität getroffen und letztlich einen landesweiten Hype ausgelöst, der alle mitgerissen hat – von Tech-Geeks bis zu gewöhnlichen Nutzern."

Read full article about: TADA: Hume AI veröffentlicht schnelles Open-Source-Modell für Sprachgenerierung ohne Halluzinationen

Hume AI veröffentlicht TADA als Open Source, ein KI-System zur Sprachgenerierung, das Text und Audio synchron verarbeitet. TADA ordnet jedem Text-Token genau ein Audio-Signal zu, statt wie bisherige Systeme deutlich mehr Audio-Frames pro Text-Token zu erzeugen. Das Ergebnis laut Hume AI: TADA ist über fünfmal schneller als vergleichbare Systeme und produzierte in Tests mit über 1.000 Samples keine Transkriptions-Halluzinationen, also keine erfundenen oder übersprungenen Wörter im Vergleich zum Ausgangstext. Bei menschlichen Bewertungen erreichte das System 3,78 von 5 Punkten für Natürlichkeit.

TADA soll kompakt genug sein für den Einsatz auf Smartphones. Einschränkungen gibt es bei langen Texten, wo die Stimme gelegentlich abdriftet. Verfügbar sind Modelle mit 1B und 3B Parametern auf Llama-Basis, für Englisch und sieben weitere Sprachen (nur 3B). Code und Modelle stehen auf GitHub und Hugging Face unter der MIT-Lizenz bereit, technische Details gibt es im Paper.

Read full article about: KI-Institut Ai2 stellt Robotik-Modelle vor, die ohne echte Trainingsdaten funktionieren

Das KI-Forschungsinstitut Ai2 hat Robotik-Modelle vorgestellt. Sie wurden ausschließlich in Simulationen trainiert und sollen ohne zusätzliche manuell erhobene Daten oder Feinabstimmung direkt auf echten Robotern funktionieren – ein sogenannter Zero-Shot-Sim-to-Real-Transfer. Das soll die Entwicklung effizienter machen: Bei herkömmlichem Training benötigten Forscher monatelang teleoperierte reale Demonstrationen, um simulationstrainierte Roboter zuverlässig zu machen.

Die zwei neuen Open-Source-Systeme heißen MolmoSpaces und MolmoBot. MolmoSpaces umfasst über 230.000 Innenraum-Szenen, mehr als 130.000 kuratierte Objekte und über 42 Millionen physikbasierte robotische Greif-Annotationen. MolmoBot, darauf aufbauend, kann Objekte greifen und ablegen sowie Schubladen und Türen bedienen, ohne je reale Trainingsdaten für diese Aufgaben gesehen zu haben.

Laut Ranjay Krishna, Direktor des PRIOR-Teams bei Ai2, schrumpft die Lücke zwischen Simulation und Realität, wenn man die Vielfalt der simulierten Umgebungen, Objekte und Kamerabedingungen stark erhöht. Alle Modelle und Werkzeuge sind offen verfügbar, technische Details gibt es im Paper.

Read full article about: Hohe Kosten für KI-Infrastruktur: Meta will angeblich 20 Prozent der Belegschaft entlassen

KI führt bei Meta wohl zu Massenentlassungen, aber anders als gedacht: Primär möchte Meta so wohl die hohen Kosten für KI-Infrastruktur absichern. Zudem wolle sich der Konzern auf die erwarteten Effizienzgewinne durch KI-gestützte Arbeit "vorbereiten", so Reuters. Führungskräfte planen demnach, bis zu 20 Prozent der Belegschaft abzubauen – das wären rund 16.000 der knapp 79.000 Beschäftigten. Ein genaues Datum und die endgültige Zahl stehen bisher nicht fest. Meta-Sprecher Andy Stone nannte die Berichte "spekulative Berichterstattung über theoretische Ansätze".

CEO Mark Zuckerberg investiert massiv in generative KI: 600 Milliarden Dollar für KI-Technologie, Infrastruktur und den Ausbau der Belegschaft bis 2028, teure Abwerbungen von KI-Forschern und Zukäufe wie das chinesische Start-up Manus. Zuckerberg sagte im Januar, dass Projekte, die früher große Teams erforderten, nun von Einzelpersonen erledigt werden könnten.

Auch Amazon und Block haben zuletzt ähnliche, angeblich KI-bedingte Kürzungen vorgenommen. Zumindest Amazon tritt beim Thema KI-Code aber wieder auf die Bremse, da sich angeblich zu viele Fehler eingeschlichen haben; und die Massenentlassungen bei Block mögen auch mit KI zusammenhängen, aber sicher nicht nur.

Read full article about: Ex-Anthropic-Forscher gründen neues KI-Startup Mirendil für die Wissenschaft

Ein weiteres Neo-Lab gründet sich, dieses Mal aus dem Anthropic-Team: Mirendil will KI-gestützte Forschung in Bereichen wie Biologie und Materialwissenschaft betreiben. Die Gründer Behnam Neyshabur (CEO) und Harsh Mehta (CTO) verließen Anthropic im Dezember und verhandeln laut The Information über eine Finanzierungsrunde von 175 Millionen Dollar bei einer Bewertung von einer Milliarde Dollar. Andreessen Horowitz und Kleiner Perkins sollen die Runde gemeinsam anführen. Die Konditionen sind noch nicht endgültig.

Neyshabur leitete bei Anthropic ein Team für wissenschaftliches KI-Reasoning und arbeitete zuvor mehr als fünf Jahre bei Google DeepMind. Mehta war Senior Research Scientist bei Anthropic. Zum Gründerteam gehören auch Shayan Salehian (zuvor xAI) und Tara Rezaei (zuvor Praktikantin bei OpenAI).

Mirendil reiht sich in eine wachsende Zahl sogenannter Neo-Labs ein: spezialisierte KI-Startups, die von Forschern und Forscherinnen großer KI-Unternehmen gegründet werden. Sie konzentrieren sich auf spezielle Gebiete wie Büroarbeit oder versuchen, grundlegend neue KI-Entwicklungsparadigmen zu finden, die die Schwächen aktueller Systeme aufheben, etwa durch kontinuierliches Lernen.