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Matthias Bastian

Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
Read full article about: USA bleibt bei KI-Entwicklung vorerst führend, sagen chinesische Experten

Führende Köpfe der chinesischen KI-Branche dämpfen die Erwartungen: China werde die USA im KI-Wettlauf vorerst nicht überholen. Justin Lin, Leiter der Qwen-Modellreihe bei Alibaba, schätzt die Chance, dass ein chinesisches Unternehmen OpenAI oder Anthropic in den nächsten drei bis fünf Jahren übertrifft, auf unter 20 Prozent. Tang Jie von Zhipu AI warnte auf dem AGI-Next-Gipfel in Peking, dass der Abstand zu den USA möglicherweise sogar wachse, obwohl jüngste Open-Source-Veröffentlichungen anderes vermuten ließen.

Als Hürden nannten die Führungskräfte begrenzte Rechenkapazitäten und US-Exportkontrollen für fortschrittliche Chips. Die US-Infrastruktur sei ein bis zwei Größenordnungen umfangreicher, während chinesische Firmen ihre Ressourcen hauptsächlich für laufende Projekte aufwenden müssten.

Optimistischer zeigte sich Yao Shunyu, ehemaliger OpenAI-Forscher und neuer KI-Chefwissenschaftler bei Tencent: Er hält es für wahrscheinlich, dass China in drei bis fünf Jahren aufholt. Als größte technische Hürde nannte er fehlende fortschrittliche Chipmaschinen.

Die Warnung kommt nach einer erfolgreichen Börsenwoche: Die Startups Zhipu AI und MiniMax Group sammelten in Hongkong zusammen über eine Milliarde Dollar ein. MiniMax-Aktien verdoppelten sich am ersten Handelstag.

Read full article about: OpenAI kauft Convogo-Team, um die Lücke zur KI-Alltagsnutzung zu schließen

Das KI-Startup Convogo, das KI-Software für die Bewertung von Führungskräften entwickelt hat, schließt sich OpenAI an. Das gab Gründer Matt Cooper bei LinkedIn bekannt. Die Software analysiert Interviews, Umfragen und psychometrische Tests mithilfe von KI automatisch.

Laut OpenAI (via Techcrunch) geht es bei der Übernahme vor allem um das Team: Die drei Gründer Matt Cooper, Evan Cater und Mike Gillett sollen die KI-Cloud-Bemühungen von OpenAI vorantreiben. Der Deal wurde laut Techcrunch komplett über Aktien abgewickelt, die Summe ist nicht bekannt. Die Convogo-Software wird eingestellt.

Relevant dürfte der starke Produktfokus des Gründerteams sein. Der Schlüssel, um die Lücke zwischen dem Potenzial von KI und ihrer tatsächlichen Nutzung zu schließen, liege in durchdachten, zweckgebundenen Anwendungen, schreibt Cooper.

Das Narrativ einer solchen Nutzungslücke haben Microsoft und OpenAI schon zuvor bedient. Die Übernahme passt auch in OpenAIs Strategie, die gesamte Wertschöpfungskette kontrollieren zu wollen: von der Infrastruktur über die Modelle bis zum Produkt. Das dürfte auch eine Konsequenz daraus sein, dass die Differenzierung allein über die Fähigkeiten von KI-Modellen wegen deren Leistungsangleichung und Open-Source-Varianten zunehmend schwierig wird.

Read full article about: OpenAI reserviert angeblich 50 Milliarden Dollar für Mitarbeiter-Aktienprogramm

OpenAI hat im vergangenen Herbst einen Aktienpool für Mitarbeiter eingerichtet, der zehn Prozent des Unternehmens entspricht. Bei einer Bewertung von 500 Milliarden Dollar im Oktober 2025 entspricht das einem Wert von 50 Milliarden Dollar, berichtet The Information unter Berufung auf zwei mit den Plänen vertraute Personen.

Zusätzlich hat OpenAI bereits 80 Milliarden Dollar an zugeteilten Aktien ausgegeben. Zusammen mit dem neuen Aktienpool macht das etwa 26 Prozent des Unternehmens aus. OpenAI führt derzeit Vorgespräche mit Investoren über eine neue Finanzierungsrunde bei rund 750 Milliarden Dollar.

Schon zuvor zeigte eine Analyse, dass OpenAI seine Mitarbeiter so hoch entlohnt wie kein anderes Tech-Start-up je zuvor. Die aktienbasierte durchschnittliche Vergütung pro Mitarbeiter soll bei 1,5 Millionen US-Dollar liegen.

Den Weg zur Profitabilität erleichtert das nicht: Das Unternehmen peilt circa 20 Milliarden US-Dollar jährlichen Umsatz an. Dem gegenüber stehen neben den hohen Personalkosten und den Kosten für Entwicklung und Betrieb noch rund 1,4 Billionen US-Dollar an finanziellen Verpflichtungen für in Auftrag gegebene Rechenzentrumsprojekte in den nächsten acht Jahren.

Read full article about: Microsoft und Stripe bringen Shopping-Funktion direkt in den KI-Copilot

In einer glorreichen KI-Zukunft bestellt ihr Pizza direkt aus Excel. Microsoft und Stripe kündigen eine neue Einkaufsfunktion für den KI-Assistenten Copilot an: US-Nutzer können künftig Produkte direkt im Chat kaufen, ohne die Anwendung zu verlassen. Zum Start sind Etsy-Händler sowie Einzelhändler wie Urban Outfitters und Anthropologie dabei.

Die Funktion heißt "Copilot Checkout" und wird von Stripe betrieben. Technisch basiert sie auf dem "Agentic Commerce Protocol", einem offenen Standard für KI-gestützten Handel, den Stripe mitentwickelt hat. Auch ChatGPT nutzt das Protokoll samt Stripe-Checkout.

Parallel arbeitet Google an einem eigenen offenen Protokoll namens "Agent Payments Protocol" (AP2), das mehr als 60 Unternehmen wie Mastercard, PayPal, Coinbase und Adobe unterstützen. OpenAI und Google haben auch Kooperationen mit PayPal angekündigt, um Zahlungen direkt in KI-Chats zu ermöglichen.

Für die großen Chatbot-Anbieter ist das ein potenziell lukratives Geschäft: Wenn Käufe über ihre Chatbots gestartet und abgeschlossen werden, können sie am Umsatz mitverdienen. OpenAI launchte kürzlich einen eigenen Agenten für die Produktrecherche, der Chatbots als Shopping-Kanal stärken soll. Auch Copilot in Edge bietet KI-gestütztes Shopping.

China will Nvidia-Chip-Importe offenbar noch dieses Quartal genehmigen

Das KI-Wettrennen zwischen den USA und China geht in die nächste Runde: Die USA erlauben wieder mehr Nvidia-Exporte, doch China stoppt angeblich die Käufe. Peking will die eigene Chipindustrie schützen und erwägt eine Kaufquote für heimische Produkte.

Tailwind-CSS-Debakel zeigt, wie KI-Assistenten etablierte Online-Geschäftsmodelle austrocknen

Tailwind CSS ist eines der erfolgreichsten Open-Source-Projekte der Webentwicklung. Doch während das Framework boomt, ist der Umsatz des Unternehmens um 80 Prozent eingebrochen. Gründer Adam Wathan macht KI dafür verantwortlich. Die Geschichte ist ein Vorzeichen, was weiten Teilen des Webs blühen könnte.

Read full article about: Claude-Chatbot-Firma Anthropic plant 10 Milliarden Dollar Finanzierung bei 350 Milliarden Bewertung

Anthropic, das Unternehmen hinter dem Chatbot Claude, sammelt 10 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 350 Milliarden Dollar ein. Das ist fast eine Verdopplung der Bewertung von vor vier Monaten (183 Milliarden Dollar). Die Finanzierungsrunde wird von GIC, Singapurs Staatsfonds, und Coatue Management angeführt. Der Abschluss wird in den kommenden Wochen erwartet, und die Summen könnten sich noch ändern, berichtet das Wall Street Journal.

Das neue Kapital kommt zusätzlich zu den bis zu 15 Milliarden Dollar, die Nvidia und Microsoft in das Unternehmen investieren wollen. Im Gegenzug kauft Anthropic Rechenkapazität im Wert von 30 Milliarden Dollar bei Microsoft Azure mit Nvidia-Systemen. Das Unternehmen rechnet damit, 2028 erstmals die Gewinnschwelle zu erreichen.

Gerade eben erst kündigte xAI eine Finanzierungsrunde über 20 Milliarden US-Dollar an bei einer Bewertung von mehr als 230 Milliarden US-Dollar. Auch OpenAI soll angeblich schon die nächste Finanzierungsrunde über bis zu 100 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 750 Milliarden US-Dollar planen. Es sieht also derzeit nicht danach aus, dass der KI-Hype 2026 abkühlt.

Read full article about: Wie Googles KI-Bildmodell "Nano Banana" zu seinem seltsamen Namen kam

Googles "Nano Banana"-Bildmodell ist mit Abstand das derzeit mächtigste Bildmodell am Markt. Aber der Name ist seltsam. Laut Wall Street Journal entstand er zufällig um 2:30 Uhr nachts, als Projektmanagerin Naina Raisinghani einen Namen für den Upload auf die Benchmark-Plattform LM Arena brauchte. Niemand war erreichbar, also kombinierte sie einfach zwei Spitznamen, die Freunde ihr gegeben hatten: Nano und Banana. Innerhalb weniger Tage erreichte das Tool den Spitzenplatz in den Leistungsrankings und wurde zum Social-Media-Trend. Der KI-Modell-Name "Gemini" hat im Vergleich eine etwas seriösere Herkunft.

via WSJ

Noch eine Anekdote aus dem WSJ-Bericht: Ausgerechnet ein OpenAI-Forscher soll dafür gesorgt haben, dass Google-Mitgründer Sergey Brin aus dem Ruhestand zurückkehrte und Googles KI-Ambitionen vorantrieb. Daniel Selsam fragte ihn auf einer Party, warum er angesichts von ChatGPT nicht Vollzeit an KI arbeite.