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Matthias Bastian

Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
Read full article about: Beliebter KI-Modell-Router LiteLLM gehackt: Nutzer sollen sofort alle Zugangsdaten wechseln

Die Open-Source-Bibliothek LiteLLM, ein beliebter Proxy für KI-Sprachmodell-APIs, wurde über das Python-Paketverzeichnis PyPI mit Schadsoftware infiziert. Laut dem Sicherheitsforscher Callum McMahon von Futuresearch wurden am 24. März 2026 die Versionen 1.82.7 und 1.82.8 kompromittiert, ohne entsprechende Freigabe im offiziellen GitHub-Repository.

Die Schadsoftware stiehlt SSH-Schlüssel, Cloud-Zugangsdaten, Datenbank-Passwörter und Kubernetes-Konfigurationen, verschlüsselt diese und sendet sie an einen fremden Server. Zusätzlich verbreitet sie sich in Kubernetes-Clustern und richtet dauerhafte Hintertürchen ein. Entdeckt wurde der Angriff, als das Paket innerhalb des Code-Editors Cursor abstürzte. Der LiteLLM-Autor selbst sei "sehr wahrscheinlich vollständig kompromittiert", so McMahon. Betroffene sollten sofort alle Zugangsdaten wechseln. Details gibt es bei Github.

Jim Fan, Director of AI bei NVIDIA, nennt den Vorfall auf LinkedIn "reinen Albtraum-Stoff". KI-Agenten könnten über verseuchte Dateien im Dateisystem manipuliert werden, jede Textdatei im Kontext werde so zum Angriffsvektor und ein kompromittierter Agent könnte den Nutzer auf allen Konten täuschend echt imitieren. Fan empfiehlt, Abhängigkeiten zu minimieren und stattdessen eigene, schlanke Lösungen zu bauen, und prognostiziert eine ganze neue Branche für "De-Vibing": klassische, geprüfte Software, die als Schutzschicht um KI-Agenten gelegt wird.

Read full article about: Google Deepminds Gemini 3.1 Flash-Lite generiert Webseiten fast in Echtzeit

Google Deepminds Gemini 3.1 Flash-Lite kann Webseiten fast in Echtzeit rendern. Der Konzern hat eine neue Pseudo-Browser-Demo veröffentlicht, die das Prinzip veranschaulicht: Einfach einen Prompt für die gewünschte Seite eingeben, und sie wird live erstellt. Natürlich hat sie keine Konsistenz, und die Inhalte driften schnell in Unsinn ab. Aber mit engen Leitplanken könnte es interessante Einsatzszenarien geben, etwa schnelle UI-Entwürfe, um Ideen zu visualisieren. Testen kann man die App kostenlos im Google-AI-Studio.

Gemini 3.1 Flash-Lite ist laut Google 2,5-mal schneller beim ersten Antwort-Token als Gemini 2.5 Flash und liefert über 360 Tokens pro Sekunde. Bei multimodalen Aufgaben schlägt es laut Artificial Analysis größere Modelle wie Claude Opus 4.6. Allerdings hat sich der Output-Preis mehr als verdreifacht: 1,50 Dollar pro Million Tokens statt zuvor 0,40 Dollar. Das Modell ist seit Anfang März im Google AI Studio und Vertex AI verfügbar.

Read full article about: KI-Musik und Bots: Mann erschleicht sich acht Millionen Dollar durch Fake-Streams

Ein Mann aus North Carolina hat sich des Betrugs an Musik-Streaming-Plattformen schuldig bekannt. Michael Smith generierte Hunderttausende KI-Songs und setzte dann automatisierte Programme ("Bots") ein, um diese Songs milliardenfach abzuspielen. So erschlich er sich mehr als acht Millionen Dollar an Tantiemen. Smith erstellte Tausende Fake-Konten auf Plattformen wie Spotify, Apple Music, Amazon Music und YouTube Music. Die Streams verteilte er auf viele Songs, um nicht aufzufallen.

Smith bekannte sich der Verschwörung zum Überweisungsbetrug schuldig. Das teilte die US-Staatsanwaltschaft des Southern District of New York mit.

Der Betrug verursachte gleich doppelten Schaden: Die Streaming-Plattformen zahlten Geld für gefälschte Streams. Und da Tantiemen anteilig aus einem gemeinsamen Pool an Musiker und Songwriter verteilt werden, leitete Smith Gelder um, die echten Künstlern mit tatsächlichen Hörern zugestanden hätten. "Smiths dreistes System ist vorbei, er ist nun wegen KI-gestützten Betrugs verurteilt", so US-Staatsanwalt Jay Clayton.

Read full article about: Google Deepmind bringt Gemini-KI in Roboter des Münchner Unternehmens Agile Robots

Das Münchner Unternehmen Agile Robots und Google Deepmind haben eine strategische Forschungspartnerschaft geschlossen. Ziel ist es, die Gemini-Robotics-KI-Modelle von Google Deepmind in die Robotik-Hardware von Agile Robots zu integrieren. So sollen anpassungsfähige, intelligente Roboter primär für industrielle Umgebungen entstehen, in denen ein "akuter und wachsender Bedarf an anpassungsfähiger, verlässlicher Automatisierung besteht".

Carolina Parada, Leiterin der Robotik-Abteilung bei Google Deepmind, bezeichnete die Zusammenarbeit als "wichtigen Schritt, um die Wirkung von KI in die reale Welt zu übertragen". Daten aus dem realen Betrieb sollen die KI-Modelle laufend verbessern, die wiederum die Fähigkeiten der Roboter erweitern.

Das 2018 in München gegründete Unternehmen Agile Robots beschäftigt mehr als 2.500 Mitarbeitende und hat nach eigenen Angaben weltweit bereits über 20.000 Robotiklösungen installiert. Google Deepmind hatte zuletzt mit Gemini Robotics 1.5 und Gemini Robotics-ER 1.5 zwei neue KI-Modelle vorgestellt, die Roboter dazu befähigen sollen, komplexe Aufgaben in der physischen Welt eigenständig zu planen, zu verstehen und auszuführen.

Read full article about: ChatGPT erleichtert Dateimanagement mit neuer Werkzeugleiste und Library-Tab

ChatGPT erleichtert den Umgang mit hochgeladenen und erstellten Dateien. Nutzer können Dateien jetzt schneller finden, wiederverwenden und in Chats einbinden. Über eine neue Werkzeugleiste lassen sich zuletzt verwendete Dateien direkt referenzieren. Außerdem kann man ChatGPT gezielt zu bereits hochgeladenen Dateien befragen. In der Web-Version gibt es zudem einen neuen "Library"-Tab in der Seitenleiste, der alle Dateien übersichtlich anzeigt.

OpenAI

Die Funktion wird weltweit für Plus-, Pro- und Business-Nutzer ausgerollt. Nutzer in der EU, der Schweiz und Großbritannien müssen sich noch gedulden, für sie soll das Feature bald folgen.

Read full article about: Meta stärkt Agenten-Fokus mit indirekter Übernahme des KI-Startups Dreamer

Dreamer, ein KI-Startup für persönliche Software-Erstellung, schließt sich mit dem gesamten Team den Meta Superintelligence Labs an. Das gab einer der Gründer, David Singleton, auf X bekannt. Dreamer ermöglicht es Nutzern, mit einfacher Sprache individuelle KI-Agenten zu bauen, etwa für E-Mail, Kalender, Reiseplanung oder Lernhilfen. Die Beta wurde vor einem Monat veröffentlicht und wird laut Singleton von Tausenden genutzt.

Die Gründer zeigten Dreamer Mark Zuckerberg und Nat Friedman, die die Vision teilten: Milliarden Menschen sollen Software für ihre Bedürfnisse erstellen können. Dreamer lizenziert seine Technologie an Meta, wahrscheinlich um eine direkte Übernahme wegen kartellrechtlicher Bedenken zu umgehen. Letztlich dürfte Meta primär das Talent wollen.

Die Übernahmesumme ist nicht bekannt. Dreamer erhielt Ende 2024 56 Millionen Dollar bei einer Bewertung von einer halben Milliarde Dollar. Hugo Barra, einer der Gründer, leitete zuvor als Vice President die Oculus-Sparte bei Meta, bevor er das Unternehmen verließ. Nun kehrt er mit Dreamer zu Zuckerberg zurück.

Für Meta ist der Dreamer-Deal nach der möglichen Manus-Übernahme die zweite Akquisition im Bereich agentischer KI im Jahr 2025. Meta will in diesem Jahr bei KI wieder angreifen, nachdem es zuletzt zurückgefallen war.

Read full article about: OpenAI lockt Private-Equity-Firmen mit hohen Renditen im Wettstreit mit Anthropic

OpenAI bietet Private-Equity-Firmen eine garantierte Mindestrendite von 17,5 Prozent, um sie für Joint Ventures im Unternehmensgeschäft zu gewinnen. Die Höhe der Beteiligung soll deutlich über den üblichen Werten liegen. Zudem sollen die Firmen frühen Zugang zu neuen KI-Modellen von OpenAI erhalten. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Insider.

Ziel ist es, Private-Equity-Firmen – also Beteiligungsgesellschaften, die ganze Unternehmen kaufen und weiterverkaufen – dazu zu bewegen, die KI-Tools von OpenAI schnell an Hunderte Firmen in ihrem Portfolio auszurollen. Bekannte Namen wie TPG, Advent, Blackstone oder Permira sind im Gespräch. Auch Anthropic verfolgt einen ähnlichen Vertriebsweg, bietet aber angeblich keine vergleichbare Renditegarantie. Mit OpenAIs Einstieg könnte sich das ändern. Die ohnehin geringen Margen der KI-Firmen dürften solche hohen Beteiligungen weiter belasten.

Das Ganze richtet sich offenbar stark gegen Anthropic, das in den vergangenen Monaten bei Geschäftskunden aufgeholt hat und beim Coding mit Claude Code das technisch führende Tool stellt. OpenAI hat kürzlich eine Refokussierung aufs Coding-Geschäft mit Codex und eine Vereinheitlichung der Produkte in einer Super-App angekündigt.