Anzeige
Skip to content

Matthias Bastian

Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.

Mutmaßlicher Brandstifter bei OpenAI-Chef hatte offenbar KI-Existenzängste

OpenAI-CEO Sam Altmans Haus wurde mit einer Brandwaffe angegriffen. Der Verdächtige war offenbar Mitglied im Discord-Server der „Pause AI“-Bewegung und warnte in Online-Beiträgen vor dem Aussterben der Menschheit durch KI. Die Bewegung distanziert sich vom mutmaßlichen Täter.

Read full article about: OpenAI-Mitarbeiter erklärt Nutzungslimits der neuen ChatGPT-Pro-Pläne

OpenAI hat kürzlich sein Bezahlangebot um einen 100-Dollar-Plan erweitert. Allerdings war nicht klar, wie sich die Nutzungslimits genau vom existierenden 200-Dollar-Plan unterscheiden. OpenAI-Mitarbeiter Thibault Sottiaux macht es jetzt noch etwas komplizierter, indem er versucht zu erklären, was die Zahlen auf der Preisseite tatsächlich bedeuten.

Laut Sottiaux bietet der 100-Dollar-Plan mindestens die zehnfache Plus-Nutzung, der 200-Dollar-Plan mindestens die zwanzigfache. Beide Werte gelten bis zum 31. Mai dank eines temporären 2x-Nutzungsboosts. Beim 200-Dollar-Plan sei das keine Neuerung: Der Plan habe diesen Boost bereits seit Februar, was aber bisher nicht explizit dokumentiert worden sei.

Die Verwirrung entstand, weil OpenAIs Preisseite "5x oder 20x Nutzung" angab. Viele Nutzer nahmen laut Sottiaux wegen einer falschen Auszeichnung auf der Preisseite an, der 2x-Boost würde beide Werte verdoppeln, also auf zehnfach und vierzigfach. Tatsächlich war die "20x" aber bereits der gebooste Wert des 200-Dollar-Plans, während "5x" den Basiswert des günstigeren Plans darstellte.

Wenn der Boost Ende Mai ausläuft, dürften die Mindestwerte entsprechend auf die fünffache beziehungsweise zehnfache Plus-Nutzung sinken. Sottiaux nennt diese Basiswerte allerdings nicht direkt.

Read full article about: Anthropic sucht bei christlichen Religionsführern Rat für Claudes moralisches und spirituelles Verhalten

Anthropic hat Ende März rund 15 christliche Führungspersonen aus katholischen und protestantischen Kirchen, Wissenschaft und Wirtschaft zu einem zweitägigen Gipfel eingeladen. Laut Washington Post suchte das 380 Milliarden Dollar schwere Start-up Rat, wie es das moralische und spirituelle Verhalten seines Chatbots Claude steuern soll. Themen waren unter anderem der Umgang mit trauernden oder selbstgefährdeten Nutzern und die Frage, ob eine KI als "Kind Gottes" gelten könne.

Teilnehmer wie der katholische Priester Brendan McGuire und die Notre-Dame-Professorin Meghan Sullivan zeigten sich vom ehrlichen Interesse des Unternehmens überzeugt. Einige Anthropic-Mitarbeiter wollten laut einem Teilnehmer nicht ausschließen, dass sie einer KI gegenüber eine moralische Pflicht haben könnten. Das Treffen war das erste einer geplanten Reihe mit Vertretern verschiedener religiöser und philosophischer Traditionen.

Es zeigt sich wieder einmal, dass Anthropic dazu neigt, in einem KI-Modell mehr zu sehen als ein Stück Technologie. Damit ist das Unternehmen nicht allein: Auch OpenAI-CEO Sam Altman nutzte in der Vergangenheit spirituelle Metaphern. Er sagte etwa, dass OpenAI versuche, "magische Intelligenz im Himmel" zu entwickeln, und dass er sich "auf der Seite der Engel" fühle.

KI-Agent diffamiert Entwickler: Anonymer Betreiber spricht von Sozialexperiment

Die anonyme Person hinter dem KI-Agenten „MJ Rathbun“, der einen Open-Source-Entwickler diffamierte, hat sich gemeldet. Ihre Erklärung wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.

Read full article about: Overworlds Waypoint-1.5 bringt interaktive KI-Welten auf Mac und Windows

Das KI-Startup Overworld hat Waypoint-1.5 veröffentlicht, ein Update seines Echtzeit-Weltsimulationssystems, das KI-generierte interaktive 3D-Welten auf handelsüblicher Hardware erzeugt. Die Software läuft nun erstmals auf Mac und Windows und bietet zwei Modellstufen: 720p bei 60 Bildern pro Sekunde für leistungsstarke Systeme und 360p für eine breitere Palette an Gaming-PCs mit NVIDIA-RTX-Grafikkarten und künftig auch Apple Silicon.

Im Vergleich zu den Vorgängerversionen Waypoint-1.0 und 1.1 verbessert Overworld die visuelle Qualität, die Effizienz und die Systemleistung, während das Modell nur noch halb so groß ist. Trainiert wurde mit rund 100-mal mehr Daten als bei der ersten Version.

Vergleich zwischen Waypoint 1.1 und 1.5. Die visuelle Qualität hat deutlich zugenommen bei besserer Effizienz. | Bild: Overworld

Nutzer können die Software lokal über die Biome-Laufzeitumgebung installieren oder per Browser-Streaming über Overworld.stream testen. Weitere Informationen unter over.world.

Read full article about: Claude Code Ultraplan: Anthropic lagert KI-Programmierplanung in die Cloud aus

Anthropic hat eine neue Funktion namens "Ultraplan" für Claude Code vorgestellt. Das Feature lagert die Planung von Programmieraufgaben in die Cloud aus: Entwickler starten einen Planungsauftrag im Terminal, Claude erstellt den Plan dann auf dem Webinterface von Claude Code. Währenddessen bleibt das Terminal frei für andere Arbeit.

Laut der Dokumentation auf code.claude.com bietet Ultraplan drei Vorteile gegenüber der lokalen Planung: Nutzer können gezielt einzelne Abschnitte des Plans kommentieren, statt auf den gesamten Plan zu antworten, die Planung läuft im Hintergrund in der Cloud, und der fertige Plan kann wahlweise direkt im Browser oder zurück im Terminal umgesetzt werden. Im Browser lassen sich Inline-Kommentare setzen, Emoji-Reaktionen vergeben und Überarbeitungen anfordern.

Ultraplan erfordert ein Claude-Code-Web-Konto, ein GitHub-Repository und mindestens Version 2.1.91 von Claude Code. Die Funktion ist nicht verfügbar, wenn Amazon Bedrock, Google Cloud Vertex AI oder Microsoft Foundry genutzt wird. Anthropic-Mitarbeiter Thariq erklärte auf X, dass Ultraplan etwa gleich viele Tokens verbraucht wie der bisherige Plan-Modus. Die Funktion ist als Vorschau für alle Nutzer verfügbar, die Claude Code im Web aktiviert haben.

Read full article about: Deepmind-Chef vergleicht AGI-Ankunft mit einer zehnfach beschleunigten industriellen Revolution

Deepmind-Chef Demis Hassabis vergleicht die Ankunft von AGI mit dem Zehnfachen der industriellen Revolution in einem Zehntel der Zeit. "Ich quantifiziere die Ankunft von AGI manchmal als zehnmal die industrielle Revolution bei zehnfacher Geschwindigkeit. Also entfaltet sich das über ein Jahrzehnt statt über ein Jahrhundert", sagt er im 20VC Podcast. Er sieht eine "sehr gute Chance", dass AGI innerhalb der nächsten fünf Jahre erreicht wird. Diese Einschätzung habe sich seit der Gründung von Deepmind 2010 kaum verändert. Damals sagte Mitgründer Shane Legg in Blogposts voraus, dass es etwa 20 Jahre dauern würde.

Für weitere Durchbrüche brauche es unter anderem kontinuierliches Lernen, langfristiges Planen, bessere Memory-Architekturen und größere Konsistenz in der Intelligenz. Es gehe letztlich um Generalisierbarkeit. Skalierung wirke noch immer, auch wenn die Wirkung nachlasse.

Gleichzeitig warnt Hassabis vor einer gefährlichen Lücke. Kurzfristig sei KI "in gewisser Weise überhypt". Langfristig werde aber "immer noch sehr unterschätzt, wie revolutionär das in einem Zeitraum von etwa zehn Jahren sein wird". Trotz des beispiellosen Hypes nehme die Öffentlichkeit die langfristigen Auswirkungen also noch immer nicht ernst genug.

Read full article about: Claude Cowork: Anthropics agentisches KI-System für Nicht-Entwickler startet offiziell

Claude Cowork ist ab sofort auf allen kostenpflichtigen Plänen für macOS und Windows verfügbar. Anthropic führt zudem neue Steuerungsfunktionen für Unternehmen ein: rollenbasierte Zugriffskontrollen, Budgetlimits pro Team, erweiterte Nutzungsanalysen und OpenTelemetry-Überwachung.

Neu ist ein Zoom-Connector, der Besprechungszusammenfassungen und Aufgaben direkt in Claude Cowork einbindet. Admins können zudem einzelne Aktionen innerhalb von Connectoren einschränken, etwa Schreibzugriffe deaktivieren.

Claude Cowork ist die Nicht-Entwickler-Variante des unter Programmierern beliebten KI-Tools Claude Code. Wissensarbeiter aus Marketing, Finanzen und Recht nutzen den Assistenten laut Anthropic für Aufgaben wie Projektberichte, Präsentationen und Recherchen. Vom Claude-Chat im Web unterscheidet sich Cowork hauptsächlich dadurch, dass es direkt auf Dateien auf der eigenen Festplatte zugreifen kann. Die Desktop-App gibt es unter claude.com/download. Wie alle agentischen KI-Systeme hat auch Claude Cowork neue Einfallstore für Cyber-Angriffe.

Anthropic-Partner Microsoft hat die Cowork-Technologie für seinen Microsoft Copilot adaptiert; eine Version der Software ist gerade im Test und soll bald breiter ausgerollt werden.