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Matthias Bastian

Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
Read full article about: Anthropic streicht Aufpreis für riesige Kontextfenster bei Claude

Anthropic macht das extra große Kontextfenster von Claude viel günstiger. Die Modelle Opus 4.6 und Sonnet 4.6 bieten ab sofort ein Kontextfenster von einer Million Token zum Standardpreis. Vor der Preisanpassung nahm Anthropic für Anfragen mit mehr als 200.000 Token einen Aufschlag von bis zu 100 Prozent. Das Kontextfenster bestimmt, wie viel Text ein KI-Modell auf einmal verarbeiten kann.

Opus 4.6 kostet 5/25 Dollar pro Million Token (Eingabe/Ausgabe), Sonnet 4.6 liegt bei 3/15 Dollar. Ob eine Anfrage 9.000 oder 900.000 Token umfasst, spielt jetzt preislich keine Rolle mehr. Zudem steigt das Limit für Medien von 100 auf 600 Bilder oder PDF-Seiten pro Anfrage. Das Angebot gilt auch für Claude Code (Max, Team, und Enterprise) sowie über Amazon Bedrock (bis auf Medienlimit), Google Cloud Vertex AI und Microsoft Foundry.

Der Benchmark misst, wie gut KI-Modelle über große Textmengen logisch schlussfolgern können. Das neue Opus 4.6 hat dabei angeblich fast keinen Leistungsverlust. | Bild: Anthropic

Laut Anthropic erreichen beide Modelle bei Benchmark-Tests die höchste Genauigkeit unter vergleichbaren Modellen bei voller Kontextlänge. Das Problem der sinkenden Präzision bei sehr vollen Kontextfenstern ist aber noch lange nicht gelöst.

Read full article about: Elon Musk baut xAI nach Gründer-Flucht und Programmier-Rückstand komplett um

Elon Musks KI-Firma xAI steckt in einer Krise: Musk gab auf der Plattform X zu, dass das Unternehmen "beim ersten Mal nicht richtig aufgebaut" wurde und nun von Grund auf neu strukturiert werde. Sechs der zwölf Mitgründer haben xAI seit Januar verlassen, darunter zuletzt Guodong Zhang und Zihang Dai. Nur noch Manuel Kroiss und Ross Nordeen sind neben Musk geblieben.

via X

Musk räumte auf einer Konferenz ein, dass Grok beim Coding hinter Konkurrenten wie Google, Anthropic und OpenAI liege, versprach aber, bis Mitte 2026 aufzuholen. Dafür hat xAI zwei Führungskräfte des KI-Coding-Startups Cursor abgeworben: Andrew Milich und Jason Ginsberg berichten direkt an Musk. Zudem hat Musk laut Financial Times "Problemlöser" von SpaceX und Tesla geholt, um xAI umzustrukturieren.

Bildgenerierung mit Nano Banana: Google erklärt die Unterschiede der drei Modelle

Ein offizieller Leitfaden von Google ordnet die drei Nano-Banana-Bildmodelle ein und zeigt, wann sich welches lohnt. Das günstigere Nano Banana 2 soll 95 Prozent der Pro-Fähigkeiten bieten und kann vor der Bildgenerierung eigenständig im Internet nach Referenzbildern suchen.

Read full article about: EU-Rat billigt Position zu KI-Erleichterungen: Fristen für Hochrisiko-Systeme sollen 2027 und 2028 greifen

Der Rat der EU hat seine Position zu einem Vorschlag zur Vereinfachung der KI-Regeln festgelegt. Der Vorschlag ist Teil des "Omnibus VII"-Pakets, das den digitalen Rechtsrahmen der EU vereinfachen soll.

Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, den Start der Vorschriften für Hochrisiko-KI-Systeme um bis zu 16 Monate zu verschieben, bis die nötigen Standards und Werkzeuge vorliegen. Der Rat unterstützt diese Richtung und legt feste Termine fest: Für eigenständige Hochrisiko-KI-Systeme sollen die Regeln ab dem 2. Dezember 2027 gelten, für Hochrisiko-KI in Produkten ab dem 2. August 2028.

Zusätzlich will der Rat ein neues Verbot aufnehmen: KI soll nicht zur Erzeugung nicht einvernehmlicher sexueller und intimer Inhalte oder von Material zu sexuellem Kindesmissbrauch eingesetzt werden dürfen. Außerdem sollen bestimmte Ausnahmen für kleine und mittlere Unternehmen auch auf kleinere Midcap-Unternehmen ausgeweitet und die Zuständigkeiten des EU-KI-Büros präzisiert werden.

Die zypriotische stellvertretende Europaministerin Marilena Raouna betonte, die Vereinfachung der KI-Regeln sei entscheidend für die digitale Souveränität der EU. Sie hob zudem Wettbewerbsfähigkeit und Innovation hervor. Als Nächstes beginnen die Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament.

Read full article about: Meta verschiebt neues KI-Modell Avocado nach enttäuschenden internen Testergebnissen

Meta hat angeblich die Veröffentlichung seines neuen KI-Modells mit dem Codenamen "Avocado" verschoben. Ursprünglich für Mitte März 2026 geplant, soll es nun frühestens im Mai erscheinen, berichtet die New York Times unter Berufung auf drei informierte Personen.

In internen Tests schnitt Avocado bei logischem Denken, Programmieren und Schreiben schlechter ab als führende Modelle von Google, OpenAI und Anthropic. Es übertraf zwar Metas Vorgängermodell und Googles Gemini 2.5, erreichte aber nicht das Niveau von Gemini 3.0. Metas Führung diskutierte laut dem Bericht sogar, vorübergehend Gemini zu lizenzieren. Eine Entscheidung sei aber nicht getroffen worden.

Die nächste Generation mit dem Codenamen "Watermelon" sei bereits in Planung. Zudem ist ein Bild- und Videogenerator mit dem Codenamen Mango in Arbeit.

Meta betont, man sei auf einem guten Weg und werde "sehr bald" Updates liefern. Im Laufe des Jahres sollen weitere Modelle erscheinen. Nachdem Meta anfangs mit den offenen Llama-Modellen sehr erfolgreich war, verlor der Konzern mit Llama 4 den Anschluss.

CEO Mark Zuckerberg investierte daraufhin Milliarden in KI, darunter 14,3 Milliarden Dollar in das Startup Scale AI, dessen Chef Alexandr Wang nun Metas KI-Abteilung leitet. Im Raum steht auch eine Abkehr von der bisherigen Open-Source-Strategie.

Read full article about: xAIs Grok 4.20 hängt in Benchmarks zurück und glänzt dennoch mit niedrigster Halluzinationsrate

xAIs aktuelles KI-Modell Grok 4.20 hängt in Benchmarks deutlich hinterher. Das zeigt die Auswertung von Artificial Analysis, einem unabhängigen Bewertungsdienst für KI-Modelle. Grok 4.20 Beta erreicht mit aktiviertem Reasoning-Modus 48 Punkte im Artificial Analysis Intelligence Index – die Spitzenmodelle Gemini 3.1 Pro Preview und GPT-5.4 liegen bei 57 Punkten. Gegenüber dem Vorgänger Grok 4 ist das dennoch ein Plus von 6 Punkten.

Grok hängt den neuesten Modellen der großen KI-Labore hinterher. | Bild: Artificial Analysis
Grok hängt den neuesten Modellen der großen KI-Labore hinterher. | Bild: Artificial Analysis

xAI veröffentlichte drei Varianten in der API: mit Reasoning, ohne Reasoning und einen Multi-Agenten-Modus. Das Modell bietet ein Kontextfenster von 2 Millionen Token und ist mit 2 bzw. 6 Dollar pro Million Token günstiger als Grok 4 und recht günstig für westliche Modelle.

Eine Stärke hat das Modell allerdings: Es erfindet so selten falsche Antworten wie kein anderes getestetes Modell. Im AA-Omniscience-Test erreicht Grok 4.20 eine Nicht-Halluzinationsrate von 78 Prozent, laut Artificial Analysis ein Rekordwert. Der Test prüft, wie oft ein Modell etwas Falsches behauptet, wenn es die Antwort eigentlich nicht kennt. Grok 4.20 gibt in solchen Fällen nur etwa bei jeder fünften Frage trotzdem eine (falsche) Antwort.

Read full article about: Technikchef des US-Militärs: Anthropics KI-Modelle "verschmutzen" die Lieferkette

Emil Michael, der Technikchef des US-Kriegsministeriums, macht mit seiner Begründung für die Einstufung von Anthropic als Lieferkettenrisiko deutlich, dass es sich um eine ideologisch motivierte Maßnahme handelt. Claude-Modelle würden die Lieferkette "verschmutzen", weil in ihnen eine "andere Richtlinien-Präferenz" verankert sei, sagte Michael bei CNBC. Er verwies auf Anthropics "Verfassung", ein Regelwerk, das Ethik und Sicherheit betont. Dies könne dazu führen, dass Soldaten unwirksame Ausrüstung erhalten. Die Maßnahme sei "nicht als Strafe gedacht".

Anthropic ist das erste US-Unternehmen mit dieser Einstufung, die eigentlich ausländischen Gegnern vorbehalten ist. Die KI-Firma klagt dagegen und erhält Unterstützung von Microsoft-, OpenAI- und Google-Angestellten sowie Ex-US-Militärs. Anthropic wehrte sich zuvor dagegen, dass die eigenen KI-Modelle für US-Massenüberwachung und autonome Waffen genutzt werden.

Die Trump-Regierung zeigte bereits zuvor, dass sie KI ideologisch steuern möchte, indem sie Regulierungen gegen sogenannte "woke AI" erließ – kommuniziert als Verpflichtung zu politischer Neutralität. Das Vorgehen erinnert an die chinesische Regierung, die ebenfalls versucht, KI-Modelle politisch zu steuern.

Microsoft startet mit Copilot Health einen eigenen KI-Gesundheitsbereich

Microsoft bringt mit Copilot Health einen KI-Gesundheitsassistenten, der Daten aus Wearables, Krankenakten und Labortests zusammenführt und personalisierte Hinweise liefert. Langfristig will das Unternehmen eine „medizinische Superintelligenz“ aufbauen.

Read full article about: ChatGPT verliert Marktanteile: Google Gemini vervierfacht seinen KI-Traffic

ChatGPT dominiert den Chatbot-Markt weiter, hat aber an Marktanteilen eingebüßt. Das zeigen die neuesten Zahlen von Similarweb, nach denen OpenAIs Chatbot im Februar 2026 nur noch 61,7 Prozent des weltweiten KI-Traffics auf sich vereint. Vor zwölf Monaten waren es noch 75,7 Prozent. Größter Gewinner ist Google Gemini, das seinen Anteil im selben Zeitraum von 5,7 auf 24,4 Prozent mehr als vervierfacht hat. Grok (3,4 %) und Claude (3,3 %) haben laut Similarweb erstmals DeepSeek (3,2 %) überholt und belegen nun Platz drei und vier. Claude überschritt im Februar zum ersten Mal die Drei-Prozent-Marke, ist aber laut einer anderen Studie im B2B-Markt deutlich stärker.

ChatGPT dominiert weiter, aber Google hat mit Gemini kräftig aufgeholt. Die Statistik bezieht sich nur auf Webtraffic. | Bild: Similarweb

In absoluten Zahlen verzeichnete ChatGPT im Februar 5,35 Milliarden Besuche, Gemini 2,11 Milliarden. Grok kam auf 298,5 Millionen, Claude auf 290,3 Millionen, DeepSeek auf 246,4 Millionen und Perplexity auf 153,8 Millionen Besuche. Microsofts Copilot stagniert bei 1,1 Prozent Marktanteil, das bezieht sich allerdings nur auf die Web-Version. Im Enterprise-Markt dürfte der Anteil von Microsoft viel höher sein.

Read full article about: Google Maps bekommt eine neue KI-Frage-Funktion

Google hat "Ask Maps" vorgestellt, eine Gesprächs-Funktion auf Basis der Gemini-Modelle. Nutzer können Fragen in natürlicher Sprache stellen, etwa nach "Smartphone-Ladestationen ohne lange Warteschlangen" oder "beleuchteten Tennisplätzen in der Nähe". Die Funktion greift laut Google auf Daten von mehr als 300 Millionen Orten und Bewertungen von mehr als 500 Millionen Mitwirkenden zu.

Ergebnisse werden auf einer angepassten Karte angezeigt und anhand bisheriger Suchanfragen und gespeicherter Orte personalisiert. Nutzer können direkt Tischreservierungen vornehmen, Orte speichern oder teilen und zur Navigation wechseln. Ask Maps startet zunächst in den USA und Indien auf Android und iOS, eine Desktop-Version soll folgen.

Ebenfalls neu ist "Immersive Navigation", eine überarbeitete Routenführung mit 3D-Ansicht der Umgebung, die Gebäude, Überführungen und Fahrspuren darstellt. Gemini-Modelle analysieren dafür Street-View- und Luftbilder.

Die Funktion wird zunächst in den USA ausgerollt und soll in den kommenden Monaten auf weitere iOS- und Android-Geräte, CarPlay, Android Auto sowie Autos mit integriertem Google ausgeweitet werden.