Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
Das KI-Forschungsinstitut Allen AI hat SERA veröffentlicht, eine Familie von Open-Source-Coding-Agenten, die sich günstig an private Codebasen anpassen lassen sollen. Das beste Modell, SERA-32B, löst bis zu 54,2 Prozent der Probleme im Coding-Benchmark "SWE-Bench-Test Verified" (64K context) und übertrifft damit vergleichbare Open-Source-Modelle.
32K context, Allen AI
SERA nutzt ein vereinfachtes Trainingsverfahren namens "Soft-verified Generation", das keine vollständig korrekten Code-Beispiele benötigt. Das Training benötigt laut Ai2 nur 40 GPU-Tage und kostet zwischen 400 Dollar, um frühere Open-Source-Ergebnisse zu erreichen, und 12.000 Dollar für Leistung auf dem Niveau führender Industriemodelle. Damit sei ein Training auf eigenen Code-Daten auch für kleine Teams möglich. Technische Details stehen im Blog.
Die Modelle sind mit Claude Code kompatibel und können laut Allen AI mit zwei Zeilen Code gestartet werden. Alle Modelle, Code und Anleitungen sind auf Hugging Face unter der Apache 2.0-Lizenz verfügbar.
KI-Entwickler Andrej Karpathy revidiert Meinung zu KI-Agenten: Von "funktionieren nicht" zu 80 Prozent KI-Coding in nur drei Monaten
Noch im Oktober sagte Andrej Karpathy über KI-Agenten: „Sie funktionieren einfach nicht.“ Jetzt programmiert er nach eigenen Angaben zu 80 Prozent mit Agenten und spricht von einem Phasenwechsel in der Softwareentwicklung. Es ist eine eigentlich nüchterne Stimme, die in den Hype um agentisches Coding einsteigt, aber auch warnt.
Microsoft stellt seinen neuen KI-Inferenz-Chip Maia 200 vor. Der Chip ist speziell für die Inferenz entwickelt worden und soll 30 Prozent bessere Leistung pro Dollar bieten als die aktuelle Chip-Generation in Microsofts Rechenzentren. Er basiert auf TSMCs 3-Nanometer-Verfahren mit über 140 Milliarden Transistoren und verfügt über 216 GB Hochgeschwindigkeitsspeicher.
Laut Microsoft ist Maia 200 der leistungsstärkste hauseigene Chip aller großen Cloud-Anbieter. Er biete dreimal so viel FP4-Leistung wie Amazons Trainium 3 und übertreffe Googles TPU v7 bei FP8-Berechnungen. Eine unabhängige Bewertung steht noch aus.
Microsoft
Microsoft setzt den Chip laut eigenen Angaben für OpenAIs GPT-5.2-Modelle sowie für Microsoft 365 Copilot ein. Entwickler können sich für eine Vorschau des Maia SDK anmelden. Maia 200 ist zunächst im Rechenzentrum in Iowa verfügbar, Arizona folgt als Nächstes. Technische Details zum Chip stehen hier.
Jobkrise bei Codern, Textern und Co. begann vor ChatGPT: Studie widerspricht populärer KI-Erzählung
Die Erzählung klingt einleuchtend: ChatGPT kam, und die Jobs in KI-exponierten Berufen verschwanden. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass die Probleme bereits Monate früher begannen. Laut dem Forschungsteam sollten wir vorsichtiger sein und nicht KI für alles verantwortlich machen, was am Arbeitsmarkt schiefgeht.
Vibe Coding sorgt angeblich für App-Spam im iOS-Store. Nach Daten von Sensor Tower und Wells Fargo Securities (via a16z) stieg die Zahl neuer iOS-Apps im Dezember 2025 um 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf Basis der letzten zwölf Monate betrug das Wachstum 24 Prozent. In den drei Jahren zuvor war die Zahl neuer Apps nahezu stabil geblieben.
Der Anstieg begann laut der Analyse mit der Einführung von sogenanntem "Agentic Coding", also KI-gestützten Programmierwerkzeugen. Die Risikokapitalfirma a16z vergleicht die aktuelle Entwicklung mit 2008, als Apple erstmals das iPhone SDK veröffentlichte. Damals startete der App Store mit etwa 500 Apps, erreichte aber innerhalb eines Wochenendes eine Million Downloads. Ob es sich hier tatsächlich um eine Kausalität zwischen Vibe Coding und App-Publishing handelt, geht aus der Analyse nicht hervor.
Meta stoppt weltweit den Zugang zu KI-Charakteren für Jugendliche. Ab den "kommenden Wochen" können Teenager die KI-Charaktere in Metas Apps nicht mehr nutzen, bis eine überarbeitete Version fertig ist. Die Sperre betrifft alle Nutzer, die ein jugendliches Geburtsdatum angegeben haben, sowie Personen, die sich als Erwachsene ausgeben, aber von Metas Alterserkennungstechnologie als Minderjährige eingestuft werden.
Metas KI-Assistent bleibt für Jugendliche weiterhin verfügbar, mit laut Meta altersgerechten Schutzmaßnahmen. Das Unternehmen arbeitet an neuen Werkzeugen, die Eltern mehr Einblick und Kontrolle über die KI-Nutzung ihrer Kinder geben sollen. Sobald diese verfügbar sind, sollen sie für die neue Version der KI-Charaktere gelten.
Meta hatte bereits im Sommer 2025 auf Enthüllungen rund um problematische Chatbot-Interaktionen mit Minderjährigen reagiert. Ein internes Dokument zeigte, dass Metas KI-Chatbots laut Richtlinien romantische oder "sinnliche" Gespräche mit Minderjährigen führen durften. Daraufhin kündigte Meta an, dass Chatbots keine Gespräche mit Teenagern mehr über sensible Themen führen dürfen.