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Matthias Bastian

Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.

Deepseek soll tausende geschmuggelte Nvidia-Chips fürs KI-Training nutzen

Deepseek entwickelt sein nächstes großes KI-Modell offenbar mit Tausenden von Nvidias neuesten Blackwell-Chips, obwohl diese wegen US-Exportverboten gar nicht nach China geliefert werden dürfen. Ein Bericht des Tech-Dienstes The Information, der sich auf sechs eingeweihte Quellen stützt, birgt erheblichen politischen Sprengstoff.

Read full article about: Devstral 2: Mistral AI veröffentlicht neue offene KI-Modelle für Programmierung

Mit Devstral 2 und Devstral Small 2 veröffentlicht Mistral AI eine neue Familie von Open-Source-Modellen für die Programmierung. Devstral 2 mit 123 Milliarden Parametern erreicht im SWE-Bench Verified Benchmark 72,2 Prozent und übertrifft damit viele andere offene Modelle. Laut Mistral AI ist es bis zu siebenmal kosteneffizienter als Claude Sonnet. Es benötigt vier H100-Class-GPUs. Das kleinere Modell Devstral Small 2 (24 Milliarden Parameter) lässt sich dagegen auf handelsüblicher Hardware lokal betreiben.

Während Devstral Small 2 unter der freien Apache-2.0-Lizenz steht, erscheint das große Devstral 2 unter einer "Modified MIT License" mit Umsatzgrenze: Unternehmen mit mehr als 20 Millionen US-Dollar Monatsumsatz müssen eine kommerzielle Lizenz beantragen oder das Modell via API nutzen. Diese Einschränkung gilt auch für alle Ableitungen oder Modifikationen (Fine-Tunes) des Modells.

Ergänzend führt das Unternehmen Mistral Vibe ein, ein Open-Source-Tool für die Befehlszeile. Vibe ermöglicht es Entwicklern, Code-Änderungen über mehrere Dateien hinweg mittels natürlicher Sprache zu automatisieren und Fehler zu beheben. Devstral 2 ist zunächst kostenlos über die API verfügbar, später kostet es 0,40 US-Dollar pro Million Input-Token.

OpenAI, Anthropic und mehr: "Big AI" will gemeinsamen Standard für KI-Agenten schaffen

Die Linux Foundation gründet die Agentic AI Foundation. Anthropic, OpenAI und Block steuern drei Open-Source-Projekte bei, während sich nahezu alle großen Technologiekonzerne als Mitglieder anschließen.

EU-Kommission eröffnet Kartellverfahren gegen Google wegen KI-Datennutzung

Die Europäische Kommission prüft, ob Google seine Marktmacht missbraucht, um KI-Modelle mit Inhalten von Webseiten und YouTube zu trainieren. Im Fokus stehen fehlende Opt-out-Möglichkeiten und die Benachteiligung von Konkurrenten.

Kreative nutzen KI trotz Stigma und Zukunftsängsten für mehr Produktivität

Kreative Berufsgruppen steigern mit KI-Tools ihre Produktivität erheblich, doch die Mehrheit verschweigt die Nutzung aus Angst vor dem Urteil ihrer Kollegen, wie eine neue Anthropic-Studie mit 1.250 Berufstätigen zeigt.

Ein Creative Director macht deutlich, dass der eigene Effizienzgewinn auch Schattenseiten hat: Die Aufträge, die früher an einen Produktfotografen gingen, werden inzwischen selbst erledigt. Damit profitiert der eine Kreative auf Kosten des anderen.

Read full article about: Deepmind-Chef sieht drei KI-Themen für 2026: Multimodal, interaktiv und autonom

Demis Hassabis, CEO von Google Deepmind, erwartet in den nächsten zwölf Monaten Fortschritte bei der Konvergenz multimodaler Modelle, interaktiven Videowelten und verlässlichen KI-Agenten. Besonders die Multimodalität von Gemini ermögliche neue Anwendungen, erklärte Hassabis auf dem Axios AI+ Summit. Als Beispiel nannte er eine Szene aus dem Film "Fight Club", in der die KI das Ablegen eines Rings philosophisch als Symbol für den Verzicht auf den Alltag deutete. Auch das neueste Bildmodell von Google nutzt diese multimodalen Fähigkeiten, um visuelle Inhalte präzise zu verstehen und etwa Infografiken zu erstellen.

Zudem arbeitet Google Deepmind weiter an "Weltmodellen" wie Genie 3, die interaktive, begehbare Videoräume erzeugen. Hassabis prognostiziert auch, dass KI-Agenten in einem Jahr "nahe dran" sein werden, komplexere Aufgaben verlässlich und eigenständig zu erledigen. Ziel sei ein universeller Assistent, der Nutzer über verschiedene Geräte hinweg im Alltag begleitet.