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Matthias Bastian

Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
Read full article about: Amazon, Meta, Microsoft und mehr: Wikimedia Enterprise gewinnt KI-Riesen als zahlende Kunden

Die Wikipedia hat große KI-Unternehmen als Partner gewonnen: Amazon, Meta, Microsoft, Mistral AI und Perplexity sind dem Partnerprogramm Wikimedia Enterprise beigetreten. Bereits zuvor waren Google, Ecosia und weitere Unternehmen Partner. Die Firmen nutzen die Schnittstellen von Wikimedia Enterprise, um Wikipedia-Inhalte in ihre Produkte einzubinden.

Wikipedia gilt als einer der hochwertigsten Datensätze für das Training großer Sprachmodelle. Ihre Inhalte speisen zudem die Antworten von Chatbots, Suchmaschinen und Sprachassistenten. Entsprechend sieht die Wikimedia Foundation menschlich gepflegtes Wissen im KI-Zeitalter wichtiger denn je an. Ohne finanzielle Beiträge sei das offene Wissensmodell gefährdet.

Bereits Ende Oktober beklagte Wikipedia einen Besucherschwund durch KI-Systeme, die Inhalte ausspielen, ohne Nutzer auf die Webseite zu bringen, und forderte eine faire Lizenzierung über die dafür angebotene API.

Ähnliche Fälle dürfte es in Zukunft immer häufiger geben: Chatbots saugen das WWW leer, bei einer rechtlich nach wie vor ungeklärten Lage. Nicht alle Webseiten-Betreiber werden wie die Wikipedia oder die offene CSS-Bibliothek Tailwind verlorenen Umsatz durch Partner und APIs ausgleichen können.

Read full article about: Konter gegen China: OpenAI will US-Lieferketten für KI-Infrastruktur stärken

Was China kann, kann die USA auch: OpenAI will die heimische Produktion von KI-Hardware stärken und hat dazu eine Ausschreibung veröffentlicht. Das Unternehmen sucht Hersteller und Zulieferer für Rechenzentrumskomponenten wie Kühlung, Stromversorgung und Netzwerktechnik sowie für Unterhaltungselektronik und Robotik. KI hängt laut OpenAI nicht nur von Chips ab, sondern von einem breiten Ökosystem physischer Komponenten. Bewerbungen werden bis Juni 2026 angenommen.

Die Ankündigung folgt auf Gerüchte, dass China die Einfuhr von Nvidia-H200-Chips stark einschränkt und heimische Hersteller zwingt, Hardware mehrheitlich aus inländischer Produktion zu beziehen. Sollte China mit dieser Abkopplung erfolgreich sein, muss die USA mit Gegenmaßnahmen rechnen. Wenn einer unabhängig sein will, müssen es letztlich beide sein.

Freilich ist die Ankündigung auch eine Anbiederung an Trumps "America First"-Politik. OpenAI spricht von einer "Reindustrialisierung des Landes". OpenAI-Präsident Greg Brockman spendete 25 Millionen US-Dollar für Trumps Wahlkampf.

Read full article about: OpenAI investiert in Gehirn-Computer-Schnittstellen Start-up Merge Labs

OpenAI beteiligt sich an der Seed-Finanzierungsrunde von Merge Labs, einem Forschungslabor für Gehirn-Computer-Schnittstellen (BCIs). Das Unternehmen will biologische und künstliche Intelligenz verbinden, um menschliche Fähigkeiten zu erweitern.

Die Firma entwickelt laut OpenAI neue Ansätze für sichere BCIs mit höherer Bandbreite durch die Kombination von Biologie, Geräten und KI. OpenAI sieht BCIs als wichtige Schnittstelle, damit Menschen natürlicher mit KI interagieren können.

Die Zusammenarbeit umfasst wissenschaftliche Grundlagenmodelle und andere Werkzeuge, um die Forschung zu beschleunigen. KI soll dabei helfen, Absichten zu interpretieren und zuverlässig mit begrenzten Signalen zu arbeiten. Merge Labs setzt auf Ultraschall-Technologie statt Elektroden wie Neuralink. Das Ziel: weniger invasive BCIs, die mit mehr Neuronen interagieren können.

Damit bestätigen sich die Gerüchte aus dem Sommer. Der Umfang von OpenAIs Beteiligung ist nicht bekannt; insgesamt sammelte das Start-up laut Bloomberg 252 Millionen US-Dollar ein. OpenAI-CEO Sam Altman ist Mitgründer von Merge Labs.

Die Investition reiht sich in OpenAIs Strategie ein, in Hardware- und Schnittstellentechnologien zu investieren. Mit der Investition tritt OpenAI in direkte Konkurrenz zu Elon Musks Neuralink, das bereits 2016 gegründet wurde.

Read full article about: OpenAI veröffentlicht mit "ChatGPT Translate" ein eigenes Übersetzungstool

OpenAI launcht ein Standalone-Übersetzungstool basierend auf ChatGPT. Das neue Tool namens "ChatGPT Translate" unterstützt mehr als 25 Sprachen. Die Oberfläche ähnelt Google Translate oder DeepL mit zwei Textfeldern für Ein- und Ausgabe sowie automatischer Spracherkennung.

Screenshot THE DECODER

Nach der Übersetzung können Nutzer mit einem weiterführenden Prompt den Text bearbeiten, etwa in einen geschäftlichen Ton umschreiben oder für Kinder vereinfachen. Diese Prompts leiten zur ChatGPT-Hauptoberfläche weiter. Letztlich dürfte ChatGPT Translate daher als zusätzlicher Einstiegspunkt für ChatGPT gedacht sein. Offiziell angekündigt wurde das Tool bislang nicht.

Anders als ChatGPT funktioniert die Übersetzung derzeit nur bei Text, auch die Textmenge scheint begrenzt zu sein. In Tests kam anstelle einer Übersetzung teilweise eine typische Chatbot-Antwort zurück, bei der das System nach Übersetzungszielen fragte – eine Reaktion darauf war jedoch nicht möglich. Das deutet darauf hin, dass hier nur ein Prompt in einem neuen Interface liegt, kein speziell optimiertes Übersetzungsmodell. ChatGPT selbst ist das mächtigere Übersetzungstool.

Read full article about: OpenAI holt drei Top-Forscher von Mira Muratis Startup Thinking Machines zurück

Die US-KI-Branche kann nicht ohne Drama: OpenAI hat drei ehemalige Mitarbeiter von Mira Muratis KI-Startup Thinking Machines zurückgeholt, darunter Mitgründer Barret Zoph, der kurz zuvor als CTO entlassen wurde. Thinking Machines hatte Zoph wegen "unethischen Verhaltens" gefeuert, wie Journalistin Kylie Robison unter Berufung auf zwei Quellen berichtet.

Laut einer Quelle von Wired soll Zoph vertrauliche Unternehmensinformationen an Konkurrenten weitergegeben haben. Naheliegend wäre hier vermutlich OpenAI, dem Ex-Arbeitgeber, zu dem er jetzt zurückkehrt. OpenAIs Produkt-CEO Fidji Simo verkündete Zophs Rückkehr in einem internen Memo und bei X. OpenAI teile die Bedenken von Murati nicht, so Simo. Seine Rückkehr sei "mehrere Wochen" in Arbeit gewesen.

Zoph und Metz arbeiteten ursprünglich bei OpenAI, bevor sie Thinking Machines mitgründeten, das Start-up von Murati, die selbst früher als CTO bei OpenAI tätig war. Neben Zoph und Metz kehrt auch Sam Schoenholz zu OpenAI zurück. Zoph wird direkt an Simo berichten. Soumith Chintala übernimmt den CTO-Posten bei Thinking Machines.

Read full article about: OpenAI macht GPT-5.2-Codex über Responses-API für Entwickler verfügbar

OpenAI hat GPT-5.2-Codex jetzt über die Responses-API für Entwickler zugänglich gemacht. Das Modell war bisher nur in der Codex-Umgebung verfügbar und ist laut OpenAI Developers besonders stark bei komplexen, langwierigen Aufgaben wie dem Entwickeln neuer Funktionen, dem Überarbeiten von Code und dem Finden von Fehlern. Zudem soll es das bisher beste Modell für Cybersicherheit sein und helfen, Schwachstellen in Codebasen zu erkennen.

Das Modell verarbeitet Text und Bilder als Eingabe und bietet vier Stufen für den Denkaufwand: niedrig, mittel, hoch und sehr hoch. Die Kosten liegen bei 1,75 Dollar pro Million Input-Tokens und 14 Dollar pro Million Output-Tokens – etwas teurer als das Vorgängermodell GPT-5-Codex.

OpenAI stellt einen Prompting-Guide im Cookbook bereit. Die Coding-Plattformen Cursor und Windsurf haben das Modell bereits integriert. Windsurf bietet es zeitlich begrenzt zum halben Preis an.

Read full article about: Matthew McConaughey sichert sich Markenrechte zum Schutz vor KI-Fälschungen

Der Schauspieler Matthew McConaughey hat acht Markenzeichen-Anträge beim US-Patent- und Markenamt genehmigt bekommen, um sich gegen unerlaubte KI-Fälschungen zu schützen. Die Markenzeichen umfassen unter anderem einen sieben Sekunden langen Clip, in dem er auf einer Veranda steht, sowie Audio von seinem berühmten Satz "Alright, alright, alright" aus dem Film "Dazed and Confused" von 1993, berichtet das Wall Street Journal.

McConaughey will sicherstellen, dass seine Stimme und sein Aussehen nur mit seiner Erlaubnis verwendet werden. "Wir wollen eine klare Grenze um das Eigentum ziehen, mit Zustimmung und Zuordnung als Norm in einer KI-Welt", schreibt er in einer E-Mail an das WSJ.

Seine Anwälte Jonathan Pollack und Kevin Yorn sehen die Markenzeichen als mögliches Werkzeug gegen KI-Missbrauch vor Bundesgerichten. Ob diese Strategie vor Gericht Bestand haben wird, bleibt allerdings abzuwarten. McConaughey hofft auf eine bundesweite Gesetzgebung zu diesem Thema; er ist als Elevenlabs-Investor und -Stimme KI keineswegs abgeneigt.

Read full article about: Anthropic erweitert Labs-Team für experimentelle KI-Produkte

Anthropic baut sein Labs-Team aus, das sich auf experimentelle Produkte rund um Claude-KI-Modelle fokussiert. Mike Krieger, Mitgründer von Instagram und bisheriger Chief Product Officer bei Anthropic, wechselt zu Labs und arbeitet dort mit Ben Mann zusammen. Ami Vora, die Ende 2025 zu Anthropic kam, übernimmt die Leitung der Produktorganisation und arbeitet mit CTO Rahul Patil zusammen, um Claude-Produkte weiterzuentwickeln.

Labs gebe Raum, um neue Wege zu gehen und zu experimentieren, so Anthropic-Präsidentin Daniela Amodei. Das Team hat bereits mehrere erfolgreiche Produkte hervorgebracht: Claude Code wuchs innerhalb von sechs Monaten zu einem Produkt mit einer Milliarde Dollar Umsatz. Das Model Context Protocol (MCP) erreicht 100 Millionen monatliche Downloads und gilt als Branchenstandard für die Verbindung von KI mit Werkzeugen und Daten. Auch das kürzlich vorgestellte "Cowork", Claude Code für die Büroarbeit, wurde in den Labs entwickelt. Ebenso stammen Skills und Claude in Chrome aus dem Labor.

Read full article about: Trotz OpenAI-Partnerschaft: Microsoft ist einer der größten Kunden der Claude-Firma Anthropic

Einer der besten Kunden der Claude-Firma Anthropic ist Microsoft. Der Software-Riese ist laut The Information auf dem Weg, jährlich fast 500 Millionen US-Dollar für die Nutzung von Anthropic-Modellen auszugeben. Microsoft setzt die KI-Technologie des OpenAI-Konkurrenten für Produkte wie GitHub Copilot und Office-Anwendungen ein, wahrscheinlich auch, um die eigene Verhandlungsposition gegenüber OpenAI zu stärken.

Die engere Zusammenarbeit folgt auf Microsofts Investition von bis zu fünf Milliarden Dollar in Anthropic im vergangenen November. Microsoft hat zudem seine Azure-Vertriebsmitarbeiter angewiesen, den Verkauf von Anthropic-Modellen an Cloud-Kunden genauso auf ihre Verkaufsquoten anzurechnen wie Microsoft-eigene Software. Das ist ungewöhnlich für Fremdprodukte, da diese für Azure weniger lukrativ sind.