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Matthias Bastian

Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
Read full article about: KI-Adoption steigt rasant: Claude verzeichnet massives Nutzerwachstum

Mehr als eine Million Menschen melden sich täglich für Claude an, den KI-Chatbot von Anthropic. Das gab Mike Krieger bei X bekannt. Instagram-Mitgründer Krieger ist seit 2024 bei Anthropic tätig, zuerst als Chief Product Officer, heute im KI-Labor für neue Experimente.

Anthropic

Das Wachstum dürfte mehrere Gründe haben. Zum einen profitiert Anthropic im kommerziellen Segment von der Debatte rund ums Pentagon, bei der das Unternehmen im Vergleich zu OpenAI als moralischer Sieger wahrgenommen wird.

Zum anderen steigt die KI-Adoption insgesamt: Seit Oktober 2025 soll sich der Jahresumsatz bei beiden Unternehmen etwa verdoppelt haben – bei OpenAI von 13 auf 25 Milliarden US-Dollar, bei Anthropic von 7 auf 19 Milliarden US-Dollar. Diesen Umsätzen stehen allerdings weiter massive Kosten und Verbindlichkeiten entgegen.

OpenAI stoppt Pläne für direkte Bezahlfunktion in ChatGPT vorerst

OpenAI wollte Millionen von Produkten direkt in ChatGPT verkaufen, doch nur rund ein Dutzend Händler machten mit. Nutzer recherchierten zwar Produkte im Chatbot, kauften dort aber nicht. Jetzt verlagert das Unternehmen seine Shopping-Pläne auf Apps von Partnern wie Instacart und Target.

Read full article about: Google erweitert KI-Suche mit "Canvas" um einen eigenen Arbeitsplatz

Google baut die KI-Chat-Suche zum Arbeitsplatz aus. Das Unternehmen hat die Funktion „Canvas" im sogenannten AI-Mode seiner Suche für alle Nutzer in den USA auf Englisch freigeschaltet. Canvas ist ein Arbeitsbereich innerhalb der Google-Chat-Systeme, in dem Nutzer Projekte und Pläne über längere Zeit organisieren können. ChatGPT und Claude bieten eine ähnliche Funktion.

Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für kreatives Schreiben und Programmieraufgaben. Nutzer können Dokumente erstellen oder eigene interaktive Werkzeuge und Dashboards direkt in der Suche bauen. Dazu beschreibt man im AI-Mode einfach, was man braucht. Google liefert dann einen funktionierenden Prototyp, der aktuelle Informationen aus dem Web und Googles Knowledge Graph zusammenführt. Ergebnisse lassen sich testen, der Code einsehen und per Chat verfeinern. Die Funktion ist unter google.com/ai in den USA erreichbar.

Mit Canvas ähnelt der AI-Mode immer stärker der Gemini-App. Google scheint seine Chat-Angebote schrittweise zusammenzuführen und verwischt dabei die Grenze zwischen Suche und vollwertigem KI-Assistenten. Perspektivisch könnten AI-Mode und Gemini zu einem einzigen Produkt verschmelzen: Googles direkte Antwort auf ChatGPT.

Read full article about: Massenkündigung bei Alibaba: Kernteam hinter Qwen verlässt das Unternehmen

Alibabas KI-Chefentwickler Junyang Lin hat überraschend seinen Rücktritt erklärt. Lin war der leitende Forscher hinter Alibabas Qwen-Modellreihe und trieb die Open-Source-Strategie des Unternehmens voran. Laut dem chinesischen Technikportal 36Kr folgten weitere Kernmitglieder des Teams, darunter Binyuan Hui (Qwen-Coder), Bowen Yu (Post-Training) und Kaixin Li (Qwen 3.5/VL). Auch viele junge Forscher hätten am selben Tag gekündigt. Auslöser soll eine interne Umstrukturierung gewesen sein, bei der ein von Googles Gemini-Team abgeworbener Forscher die Leitung über Qwen übernehmen sollte.

Alibaba-CEO Eddie Wu akzeptierte Lins Rücktritt und kündigte eine neue "Foundation Model Task Force" an, die er gemeinsam mit CTO Zeming Wu und Jingren Zhou leiten wird, berichtet The Information. Alibaba wolle weiter auf Open Source setzen und die KI-Investitionen erhöhen. Wu schrieb in einem Memo an das Team: "Stillstand bedeutet Rückschritt. Die Weiterentwicklung von Grundlagenmodellen ist eine zentrale strategische Priorität für unsere Zukunft."

Read full article about: Codex für Windows: OpenAI bringt sein KI-Coding-Tool nativ auf den PC

OpenAI hat seine Codex-App für Windows veröffentlicht. Codex ist ein KI-gestütztes Coding-Tool, das Entwicklern beim Erstellen von Software hilft. Für die Windows-Version hat OpenAI eine eigene Sandbox gebaut, die auf Betriebssystemebene mit eingeschränkten Tokens, Dateisystem-Zugriffsrechten und eigenen Sandbox-Benutzerkonten arbeitet. So können die KI-Agenten direkt in Windows-Umgebungen wie PowerShell laufen, ohne dass Entwickler auf WSL oder virtuelle Maschinen ausweichen müssen. Den Code der Sandbox hat OpenAI als Open Source auf GitHub veröffentlicht.

Die Windows-App erscheint wenige Wochen nach der Mac-Version, die laut OpenAI in der ersten Woche über eine Million Mal heruntergeladen wurde. Für die Windows-Version hatten sich vorab mehr als 500.000 Entwickler auf eine Warteliste eingetragen. Insgesamt hat Codex laut OpenAI inzwischen über 1,6 Millionen wöchentlich aktive Nutzer. Die App ist in allen ChatGPT-Tarifen verfügbar.

Read full article about: Meta schließt Millionen-Deal mit News Corp für KI-Training und Inhalte

Meta hat einen mehrjährigen KI-Lizenzvertrag mit News Corp abgeschlossen, der dem Eigentümer des Wall Street Journal bis zu 50 Millionen Dollar pro Jahr einbringt. Der Vertrag läuft mindestens drei Jahre und gibt Meta Zugriff auf Inhalte aus den USA und Großbritannien, berichtet das Wall Street Journal. Meta darf damit aktuelle Informationen für seine KI-Produkte abrufen und ältere Inhalte wie Artikelarchive für das Training nutzen. News Corp hatte bereits 2024 einen Vertrag mit OpenAI über mehr als 250 Millionen Dollar in fünf Jahren geschlossen. Meta hat zuvor auch Deals mit CNN, Fox News und anderen Medien abgeschlossen.

Für die Medienbranche sind diese Deals ein zweischneidiges Schwert: Kurzfristig bringen sie den beteiligten Verlagen Einnahmen in unsicheren Zeiten. Langfristig tragen sie dazu bei, die Medienvielfalt zu verringern, da nichtbeteiligte Verlage aus dem Markt gedrängt werden. Gleichzeitig stärken sie die Marktmacht der Plattformen, die über die Zeit zunehmend die Bedingungen diktieren können. Zudem spalten die Einzelverträge die Verlagslandschaft, sodass diese nicht geschlossen bessere Konditionen für die gesamte Branche aushandeln kann.

Read full article about: GPT-5.4 soll bei stundenlangen Aufgaben zuverlässiger arbeiten und weniger Fehler machen

OpenAIs GPT-5.4 soll ein Sprung nach vorn sein. Die ChatGPT-Firma kündigte 5.4 bereits kurz nach dem Release von 5.3 Instant für ChatGPT an. Das Modell solle demnächst kommen, offiziell sind noch keine Details bekannt.

via X

Laut The Information wird GPT-5.4 ein Kontextfenster von einer Million Token haben, mehr als doppelt so viel wie die 400 000 Tokens des aktuellen GPT-5.3. Damit zieht OpenAI mit Google und Anthropic gleich. Außerdem soll das Modell bei längeren Aufgaben, die mehrere Stunden dauern können, zuverlässiger arbeiten und weniger Fehler machen. Das ist etwa für OpenAIs Codex-Programmiertool relevant.

Neu ist ein "extremer" Denkmodus, in dem das Modell deutlich mehr Rechenzeit für schwierige Fragen aufwendet. Dieser Modus richtet sich eher an die Forschung als an Alltagsnutzer, die schnelle Antworten erwarten. Die häufigeren Updates – teils monatlich – sollen laut The Information verhindern, dass sich wie beim GPT-5-Launch überzogene Erwartungen aufbauen, die dann enttäuscht werden könnten. OpenAIs Nutzerwachstum verlief zuletzt langsamer als intern prognostiziert.