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Matthias Bastian

Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.

Kreative nutzen KI trotz Stigma und Zukunftsängsten für mehr Produktivität

Kreative Berufsgruppen steigern mit KI-Tools ihre Produktivität erheblich, doch die Mehrheit verschweigt die Nutzung aus Angst vor dem Urteil ihrer Kollegen, wie eine neue Anthropic-Studie mit 1.250 Berufstätigen zeigt.

Ein Creative Director macht deutlich, dass der eigene Effizienzgewinn auch Schattenseiten hat: Die Aufträge, die früher an einen Produktfotografen gingen, werden inzwischen selbst erledigt. Damit profitiert der eine Kreative auf Kosten des anderen.

Read full article about: Deepmind-Chef sieht drei KI-Themen für 2026: Multimodal, interaktiv und autonom

Demis Hassabis, CEO von Google Deepmind, erwartet in den nächsten zwölf Monaten Fortschritte bei der Konvergenz multimodaler Modelle, interaktiven Videowelten und verlässlichen KI-Agenten. Besonders die Multimodalität von Gemini ermögliche neue Anwendungen, erklärte Hassabis auf dem Axios AI+ Summit. Als Beispiel nannte er eine Szene aus dem Film "Fight Club", in der die KI das Ablegen eines Rings philosophisch als Symbol für den Verzicht auf den Alltag deutete. Auch das neueste Bildmodell von Google nutzt diese multimodalen Fähigkeiten, um visuelle Inhalte präzise zu verstehen und etwa Infografiken zu erstellen.

Zudem arbeitet Google Deepmind weiter an "Weltmodellen" wie Genie 3, die interaktive, begehbare Videoräume erzeugen. Hassabis prognostiziert auch, dass KI-Agenten in einem Jahr "nahe dran" sein werden, komplexere Aufgaben verlässlich und eigenständig zu erledigen. Ziel sei ein universeller Assistent, der Nutzer über verschiedene Geräte hinweg im Alltag begleitet.

Read full article about: Meta-KI-Forscher LeCun gründet Startup für KI mit echtem Weltverständnis und Fokus auf Europa

Yann LeCun, der scheidende KI-Wissenschaftler von Meta, plant ein neues Startup mit Fokus auf sogenannte "World Models", die die physische Welt verstehen, anstatt lediglich Text zu generieren.  Da das Silicon Valley laut LeCun von generativer KI "hypnotisiert" sei, setzt er für das Projekt stark auf europäische Talente. Das Unternehmen soll global agieren und unter anderem einen Standort in Paris haben, bestätigten Quellen gegenüber Sifted.

LeCun argumentiert, dass aktuellen Sprachmodellen das Verständnis für die physische Welt fehle und bloßes Skalieren dieser Technologie nicht zu menschlicher Intelligenz führe. Sein Projekt "AMI" setzt daher auf eine neue, nicht-generative Architektur.

Some people claim we can scale up current technology and get to general intelligence [...] I think that’s bullshit, if you’ll pardon my French.

Meta wird Partner des Startups, da Mark Zuckerberg das Vorhaben unterstützt, die Anwendungsmöglichkeiten jedoch laut LeCun über Metas Interessen hinausgehen. LeCun wird Meta Ende des Jahres verlassen, um die unabhängige Organisation zu leiten.

Read full article about: Neue Sicherheitslücke: KI-Agenten in GitHub und GitLab gefährden Unternehmens-Workflows

Aikido Security warnt vor einer neuen Schwachstelle in GitHub‑ und GitLab‑Workflows, die mit KI‑Agenten wie Gemini CLI, Claude Code, OpenAI Codex oder GitHub AI Inference verbunden sind. Laut Aikido kann unkontrollierter Text aus Issues, Pull Requests oder Commits in Modell‑Prompts gelangen und von den KI‑Agenten als Anweisung verstanden werden. Diese Agenten dürfen oft Werkzeuge nutzen, die Änderungen an Repos erlauben oder Shell‑Befehle ausführen. Aikido zeigte in eigenen Tests, dass so Geheimnisse offengelegt oder Arbeitsabläufe verändert werden können. Mindestens fünf Fortune‑500‑Unternehmen seien betroffen.

Aikido

Google habe das Problem in seinem Gemini‑CLI‑Repo nach einer Meldung von Aikido innerhalb von vier Tagen behoben. Aikido stellt offene Suchregeln bereit und rät, KI‑Werkzeuge einzuschränken, Eingaben zu prüfen und KI‑Ausgaben nicht direkt auszuführen.

Read full article about: New York Times verklagt KI-Suchmaschine Perplexity

Die New York Times hat Perplexity vor einem Bundesgericht in New York verklagt. Das KI-Start-up soll laut Klage ohne Erlaubnis Inhalte der Zeitung kopiert, ganze Artikel übernommen und diese als eigene Antworten ausgegeben haben. Nutzer würden dadurch vom Besuch der NYT-Website abgehalten. Die Zeitung hatte Perplexity laut eigenen Angaben über 18 Monate mehrfach gewarnt, doch das Unternehmen reagierte nicht. Zudem soll Perplexity falsche Informationen erstellt und der NYT zugeschrieben haben, was dem Ruf der Marke schade.

Die New York Times fordert Schadenersatz und ein dauerhaftes Verbot der Nutzung ihrer Inhalte. Perplexity äußerte sich zunächst nicht. Unter anderem klagen auch Chicago Tribune, Reddit und Amazon gegen Perplexity. Die Klage ist Teil einer wachsenden Zahl von Verfahren gegen KI-Firmen in den USA. Die New York Times ist zudem in einem Verfahren gegen die ChatGPT-Firma OpenAI, in dem sie gerade die Herausgabe von mehr als 20 Millionen Chats erzwingen konnte.

Physiker veröffentlicht Paper, dessen zentrale Idee von GPT-5 stammt

Physiker Steve Hsu hat ein Paper veröffentlicht, dessen zentrale Idee von GPT-5 stammt. Doch er warnt vor Blindflug: KI agiere wie ein „brillantes, aber unzuverlässiges Genie“, dessen Fehler selbst Experten leicht übersehen könnten. Die Zukunft der Forschung sieht er daher in streng kontrollierten Mensch-KI-Teams.