Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
OpenAI will wohl Werbung in ChatGPT integrieren und sucht dafür eine neue Führungskraft. Fidji Simo, seit August CEO für Anwendungen bei OpenAI, spricht laut Alex Heath mit möglichen Kandidaten – auch aus ihrem früheren Facebook-Umfeld. Die neue Rolle soll sämtliche Monetarisierungsstrategien verantworten, also auch Abo-Modelle. Die Person wird direkt an Simo berichten. Sie selbst leitet alle Bereiche von OpenAI mit Ausnahme von Forschung, Infrastruktur, Hardware und Sicherheit, die weiterhin Sam Altman unterstehen.
Überraschend kommt ChatGPT-Werbung nicht: Frühere Leaks zeigten, dass OpenAI bis 2030 mit zweistelligen Milliardenumsätzen durch kostenlose Nutzer plant.
OpenAI, Oracle und SoftBank bauen ihre KI-Infrastrukturplattform Stargate in den USA aus. Fünf neue Rechenzentren in Texas, New Mexico, Ohio, dem Mittleren Westen und Milam County bringen das Projekt insgesamt auf fast 7 Gigawatt geplanter Leistung und über 400 Milliarden Dollar Investitionen. Ziel sei eine Infrastruktur von 10 Gigawatt bis Ende 2025. Oracle liefert dafür bereits erste Nvidia-Systeme, SoftBank beteiligt sich über seine Energie-Tochter SB Energy. Die neuen Standorte wurden aus über 300 Vorschlägen aus mehr als 30 Bundesstaaten ausgewählt und sollen mehr als 25.000 direkte Arbeitsplätze schaffen. Weitere US-Standorte sollen folgen. OpenAI kündigte zudem eine Kooperation mit Nvidia an über bis zu 100-Milliarden-US-Dollar für weitere Rechenleistung.
Suno hat sein neues Musikmodell v5 veröffentlicht. Es steht ab sofort Pro- und Premier-Abonnenten zur Verfügung. Laut Suno bietet v5 realistischere Stimmen, besseren Klang und mehr Kontrolle bei der Musikerstellung. Das Modell soll laut Unternehmensangaben alle bisherigen Suno-Versionen sowie andere Musikmodelle übertreffen. In einem von Suno veröffentlichten ELO-Benchmark erreicht v5 einen Wert von 1293 und liegt damit über den Vorgängern v4.5+ (1208) und v4 (992).
Video: Suno
Suno befindet sich ebenso wie Wettbewerber Udio gerade in Rechtsstreits mit Plattenfirmen, die davon ausgehen, dass die Modelle der Startups umfangreich auf urheberrechtlich geschützten Musikdaten trainiert wurden. Die Start-ups pochen auf eine transformative Nutzung.
Alibabas KI-Einheit Qwen hat eine Reihe neuer Modelle und Modell-Updates veröffentlicht. Das neue Sprachmodell Qwen3-TTS-Flash erzeugt natürliche Sprache in zehn Sprachen, darunter Chinesisch, Englisch, Italienisch und Französisch. Es bietet 17 Stimmen, unterstützt neun chinesische Dialekte und liefert Sprachausgabe laut Alibaba nach 97 Millisekunden.
Gleichzeitig wurde Qwen-Image-Edit-2509 vorgestellt, ein Update für das Bildbearbeitungsmodell mit besserer Konsistenz bei Gesichtern, Produkten und Text. Es unterstützt mehrere Eingabebilder und arbeitet mit Kontrollkarten wie Tiefen- oder Kantenkarten. Das Modell kann auch in Qwen Chat getestet werden.
Das aktualisierte Bild-Editier-Modell kann verschiedene Motive zu einem neuen zusammenführen. Testen kann man das hier. | Bild: Alibaba
Zusätzlich bringt Qwen mit Qwen3Guard ein neues Sicherheitsmodell in drei Größen (0,6B, 4B, 8B), das Inhalte in 119 Sprachen bewertet. Es erkennt laut Alibaba problematische Inhalte in Echtzeit (Qwen3Guard-Stream) oder im Gesamtzusammenhang (Qwen3Guard-Gen) und klassifiziert sie als sicher, kontrovers oder unsicher.
Ebenfalls neu sind eine schnellere Version von Qwen3-Next und das multimodale Modell Qwen3-Omni.