Maximilian Schreiner
Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
Read full article about: "Fruit Love Island": Eine KI-Dating-Show mit Obst begeistert Millionen
Die KI-generierte Dating-Show "Fruit Love Island" auf TikTok erreicht im Schnitt mehr als 10 Millionen Aufrufe pro Episode.
Die Show zeigt Frucht-Figuren, die in einer Villa flirten, streiten und fremdgehen - angelehnt an die echte "Love Island"-Serie. Seit dem Start letzte Woche wurden 21 Episoden veröffentlicht. Zuschauer können über ein Online-Formular über den Verlauf abstimmen.
Justine Moore von Andreessen Horowitz sieht laut dem Wall Street Journal darin einen Beweis, dass KI-Inhalte ein großes Publikum finden können. Ausgerechnet das Reality-Dating-Format wird nun also von KI kopiert. Trotz sichtbarer KI-Mängel wie nicht synchronen Lippenbewegungen scheint die Show Fans zu finden. Die Fangemeinde hat bereits Recap-Videos, Fan-Accounts und Parodien hervorgebracht. Vielleicht ist KI-Slop einfach der natürliche Nachfolger von Trash-TV.
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Quelle: WSJ
Metas eigenes Aufsichtsgremium warnt: Community Notes sind KI-Desinformation nicht gewachsen
Das Oversight Board von Meta hat die geplante weltweite Ausweitung von Community Notes untersucht. Das Ergebnis: Das System ist zu langsam, zu dünn besetzt und anfällig für Manipulation, besonders angesichts der wachsenden Flut KI-generierter Desinformation. In bestimmten Ländern sollte Meta das Programm gar nicht erst einführen.
Read full article about: OpenAI legt Pläne für erotischen Chatbot auf unbestimmte Zeit auf Eis
OpenAI hat die Entwicklung eines erotischen Chatbots auf unbestimmte Zeit gestoppt, berichtet die Financial Times. Grund sind Bedenken von Mitarbeitern und Investoren über die Auswirkungen sexueller KI-Inhalte auf die Gesellschaft. OpenAIs Beratergremium für Wohlbefinden sprach sich bereits einstimmig gegen den geplanten "Adult Mode" aus. Ein Ratsmitglied warnte, OpenAI riskiere einen "sexy Suizid-Coach". Auch technisch kämpft das Unternehmen mit Problemen: Die Alterserkennung stufte Minderjährige in rund 12 Prozent der Fälle fälschlich als Erwachsene ein. Bei 100 Millionen minderjährigen Nutzern pro Woche eine erhebliche Lücke.
Das mit 730 Milliarden Dollar bewertete KI-Unternehmen will nun zunächst Langzeitforschung zu den Folgen sexuell expliziter Chats und emotionaler Bindungen abwarten. Intern gab es laut FT bereits Diskussionen, das Projekt ganz einzustellen. Investoren sahen ein schlechtes Risiko-Nutzen-Verhältnis, Mitarbeiter zweifelten an der Vereinbarkeit mit OpenAIs Mission.
Im Code der ChatGPT-App taucht das Projekt unter dem Namen "Citron Mode" auf, mit geplanter Altersverifikation ab 18 Jahren. OpenAI konzentriert sich nun stattdessen auf Produktivitätstools und eine "Super-App" rund um ChatGPT.
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Quelle: FT
Read full article about: GitHub Copilot nutzt ab April Nutzerdaten für KI-Training
GitHub ändert ab dem 24. April 2026 seine Datenrichtlinie für Copilot. Interaktionsdaten von Nutzern der Tarife Free, Pro und Pro+ werden künftig zum Training von KI-Modellen verwendet, sofern diese nicht aktiv widersprechen. Dazu gehören Eingaben, Ausgaben, Code-Schnipsel, Dateinamen, Repository-Strukturen und Feedback.
Wer bereits früher widersprochen hat, dessen Einstellung bleibt bestehen. Nutzer von Copilot Business und Enterprise sind nicht betroffen. GitHub-Produktchef Mario Rodriguez begründet den Schritt damit, dass reale Nutzungsdaten die Modelle verbessern. Tests mit Daten von Microsoft-Mitarbeitern hätten bereits zu höheren Akzeptanzraten geführt.
Die Daten können mit Microsoft geteilt werden, nicht aber mit Drittanbietern von KI-Modellen. Wer widersprechen will, kann dies in den Copilot-Einstellungen unter "Privacy" tun. Weitere Informationen gibt es im GitHub-Blog.
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Quelle: GitHub
Read full article about: Arm stellt erstmals eigenen Chip her und entwickelt mit Meta eine CPU für KI-Rechenzentren
Arm hat erstmals in seiner 35-jährigen Geschichte einen eigenen Chip hergestellt und damit sein bisheriges Geschäftsmodell erweitert, bei dem das Unternehmen nur Chip-Designs an Firmen wie Apple oder Nvidia lizenzierte. Die neue CPU namens "Arm AGI" wurde gemeinsam mit Meta entwickelt und soll KI-Arbeitslasten in Rechenzentren unterstützen.
Der Chip verfügt über bis zu 136 Kerne, läuft mit bis zu 3,7 GHz und wird in TSMCs 3-nm-Verfahren gefertigt. Laut Arm-CEO Rene Haas soll der Chip leistungsstarkes, energieeffizientes Rechnen für KI-Infrastruktur ermöglichen. Meta will die CPU zusammen mit seinem eigenen MTIA-Beschleuniger einsetzen, wie Metas Infrastruktur-Chef Santosh Janardhan erklärte.
Weitere Partner sind unter anderem OpenAI, Cerebras, Cloudflare und Lenovo. Erste Systeme sind bereits verfügbar, breitere Verfügbarkeit wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
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Quelle: Meta
Anthropic gibt Claude Code einen Sicherheits-Autopiloten
Entwickler, die Claude Code nutzen, standen bisher vor einem Dilemma: entweder jede Aktion einzeln genehmigen oder alle Sicherheitschecks abschalten. Anthropics neuer Auto Mode soll einen Mittelweg bieten.