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Maximilian Schreiner

Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
Read full article about: Qwen3.6-Plus: Alibaba stellt neues proprietäres KI-Modell für Entwickler vor

Alibaba hat mit Qwen3.6-Plus sein drittes proprietäres KI-Modell innerhalb weniger Tage veröffentlicht. Das Modell ist über die Alibaba Cloud Model-Studio-API verfügbar und bietet ein Kontextfenster von einer Million Token. Laut dem Qwen-Team liegt der Schwerpunkt auf stark verbesserten Fähigkeiten für agentenbasiertes Programmieren, etwa bei Frontend-Entwicklung und komplexen Code-Aufgaben. In von Alibaba veröffentlichten Benchmarks liegt das Modell teilweise vor Anthropics altem Spitzenmodell Claude 4.5 Opus, das im Dezember 2025 vom stärkeren 4.6 Opus  abgelöst wurde. Einige der Messungen hat das Unternehmen allerdings selbst durchgeführt.

Das neue Qwen3.6-Plus übertrifft das ältere 3.5-Modell und in einigen Fällen auch Opus. Allerdings erreicht das im Dezember 2025 veröffentlichte Opus 4.6 etwa im Terminal-Bench 2.0 65,4 Prozent und liegt damit vor Qwen3.6-Plus. | Bild: Alibaba
Das neue Qwen3.6-Plus übertrifft das ältere 3.5-Modell und in einigen Fällen auch Opus. Allerdings erreicht das im Dezember 2025 veröffentlichte Opus 4.6 etwa im Terminal-Bench 2.0 65,4 Prozent und liegt damit vor Qwen3.6-Plus. | Bild: Alibaba

Lange hatte Alibaba seine Qwen-Modelle als Open Source bereitgestellt, zuletzt aber seine Strategie gewechselt: Das jüngste Qwen3.5-Omni ist ebenfalls nicht frei verfügbar. Das Unternehmen will mit den proprietären Modellen mehr Umsatz von Firmenkunden erzielen, da die Cloud-Sparte unter starkem Wettbewerb mit ByteDance steht. Laut Bloomberg strebt Alibaba 100 Milliarden Dollar KI-Umsatz in fünf Jahren an. Qwen3.6-Plus wird in die Qwen-Chatbot-App und den neuen Unternehmens-KI-Dienst Wukong integriert.

KI-Modelle schreiben Roboter-Code fast so gut wie Menschen, aber nur mit Stützrädern

Ein neues Framework von Nvidia, UC Berkeley und Stanford untersucht systematisch, wie gut KI-Modelle Roboter per Code steuern können. Das Ergebnis: Ohne menschliche Abstraktionen scheitern selbst die besten Modelle, doch mit gezielter Laufzeit-Skalierung schließt sich die Lücke.

Read full article about: Chinesische Chiphersteller erobern 41 Prozent des heimischen KI-Marktes

Chinesische Chiphersteller haben laut einem IDC-Bericht, den Reuters einsehen konnte, im Jahr 2025 fast 41 Prozent des chinesischen Marktes für KI-Beschleuniger-Server erobert. IDC ist ein weltweit tätiges Marktforschungsunternehmen, das auf die Technologiebranche spezialisiert ist.

Nvidia bleibt zwar Marktführer mit rund 2,2 Millionen ausgelieferten Karten und 55 Prozent Marktanteil, verliert aber deutlich an Boden. Insgesamt wurden laut dem Bericht in China rund 4 Millionen KI-Beschleunigerkarten ausgeliefert.

Chinesische Anbieter kamen zusammen auf 1,65 Millionen Karten. Huawei führt die heimischen Hersteller mit etwa 812.000 Chips an, gefolgt von Alibabas Chipsparte T-Head mit 265.000 Karten. Baidu Kunlunxin und Cambricon liegen gleichauf bei je 116.000 Stück. AMD hielt nur 4 Prozent Marktanteil. Hintergrund sind verschärfte US-Exportkontrollen und Pekings Vorgaben, verstärkt auf heimische Chips zu setzen.

EU-Institutionen verbieten laut Bericht KI-generierte Bilder und Videos in offizieller Kommunikation

Politico berichtet, dass Kommission, Parlament und Rat ihren Presseteams den Einsatz vollständig KI-generierter Inhalte untersagen. Experten sehen darin eine verpasste Chance.

Read full article about: Klage gegen Perplexity AI: Tracker sollen Nutzergespräche an Meta und Google übermitteln

Perplexity AI sieht sich mit einer Sammelklage konfrontiert. Darin wird dem Unternehmen vorgeworfen, persönliche Nutzerdaten aus Chats an Meta und Google weiterzugeben, berichtet Bloomberg. Die Klage wurde am Dienstag vor einem Bundesgericht in San Francisco eingereicht.

Demnach werden beim Einloggen auf der Perplexity-Startseite Tracker auf die Geräte der Nutzer geladen. Das ist bei vielen Websites zunächst nichts Ungewöhnliches. Brisant ist der weitergehende Vorwurf: Die Tracker sollen Meta und Google Zugriff auf Gespräche mit der KI-Suchmaschine verschaffen. Laut Klage gelte das auch dann, wenn Nutzer den "Incognito"-Modus verwenden.

Eingereicht wurde die Klage im Namen eines Mannes aus Utah, der nach eigenen Angaben Finanz- und Steuerinformationen mit dem Chatbot geteilt hatte. Sollte sie zugelassen werden, können weitere Kläger teilnehmen. Meta verwies auf seine Richtlinien, wonach Werbetreibende keine sensiblen Daten übermitteln dürfen. Perplexity-Sprecher Jesse Dwyer erklärte, dem Unternehmen sei keine entsprechende Klage zugestellt worden. Google äußerte sich zunächst nicht.

Read full article about: Eines der größten KI-Rechenzentren Europas entsteht nahe der russischen Grenze

Das KI-Infrastrukturunternehmen Nebius Group baut ein Rechenzentrum mit 310 Megawatt Leistung in Lappeenranta, Finnland, nahe der russischen Grenze. Der geschätzte Wert des Projekts liegt bei über 10 Milliarden Dollar. Es wäre eines der größten KI-Rechenzentren in Europa. Der finnische Entwickler Polarnode baut die Anlage bereits, die ab 2027 schrittweise in Betrieb gehen soll.

Nebius hat kürzlich Verträge über insgesamt mehr als 40 Milliarden Dollar mit Microsoft und Meta abgeschlossen. Das neue Rechenzentrum soll KI-Modelle trainieren und KI-Anwendungen betreiben, ist aber nicht an einen einzelnen Kunden gebunden. Finnland wurde wegen niedriger Energiepreise, erneuerbarer Energie und des kühlen Klimas gewählt, was die Kühlkosten senkt. Die Anlage wäre der größte Nebius-Standort außerhalb der USA und soll rund 10 Prozent der geplanten Gesamtkapazität des Unternehmens abdecken, so CEO Arkady Volozh.

Read full article about: Kalifornien geht eigenen Weg bei KI-Regulierung und prüft Bundesvorgaben selbst

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat am Montag eine Verfügung unterzeichnet, die Unternehmen mit staatlichen Aufträgen verpflichtet, Schutzmaßnahmen gegen KI-Missbrauch einzuführen. Konkret müssen Firmen sicherstellen, dass ihre KI-Systeme keine illegalen Inhalte erzeugen, keine schädlichen Vorurteile verstärken und keine Bürgerrechte verletzen. Um Falschinformationen vorzubeugen, müssen staatliche Behörden KI-generierte Bilder oder Videos künftig mit Wasserzeichen kennzeichnen.

Die Verfügung enthält auch eine eigene Regelung zum Umgang mit Bundesvorgaben: Falls die US-Bundesregierung ein Unternehmen als Lieferkettenrisiko einstuft, will Kalifornien eine eigene Prüfung durchführen und den Anbieter gegebenenfalls weiter als Auftragnehmer zulassen. Hintergrund ist unter anderem die Einstufung von Anthropic als Lieferkettenrisiko durch das Pentagon, die es Regierungsauftragnehmern untersagt, Anthropics Technologie für Arbeiten des US-Militärs zu nutzen.

Innerhalb von 120 Tagen sollen Kaliforniens Beschaffungs- und Technologiebehörden Empfehlungen für neue KI-Zertifizierungen erarbeiten. Damit könnten Unternehmen künftig nachweisen, dass sie verantwortungsvolle KI-Regeln und Schutzmaßnahmen für die öffentliche Sicherheit einhalten.

Mit der Verfügung stärkt Newsom Kaliforniens Anspruch auf einen eigenen Kurs in der KI-Regulierung, unabhängig von der Bundesregierung unter US-Präsident Trump, die schon mehrfach versucht hat, solche unabhängigen KI-Regulierungen zu verhindern.