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Maximilian Schreiner

Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
Read full article about: Anthropic gewinnt Infosys als ersten großen Partner in Indien

Anthropic und der indische IT-Konzern Infosys entwickeln gemeinsam KI-Agenten für regulierte Branchen. Im Fokus stehen Telekommunikation, Finanzwesen, Fertigung und Softwareentwicklung. Die Agenten sollen eigenständig komplexe Aufgaben übernehmen – etwa Schadensfälle bearbeiten, Compliance-Prüfungen durchführen oder Netzwerkbetrieb bei Telekommunikationsanbietern automatisieren.

Dafür werden Anthropics Claude-Modelle mit Infosys Topaz kombiniert, einer KI-Plattform für Unternehmen. Anthropic-CEO Dario Amodei sagte, zwischen einer KI-Demo und dem Einsatz in regulierten Branchen liege eine große Lücke und Infosys bringe das nötige Branchenwissen mit, um diese zu schließen.

Indien ist laut Anthropic der zweitgrößte Markt für Claude. Infosys ist einer der ersten Partner von Anthropics neuem Büro in Bengaluru.

Read full article about: Indiens Adani-Konzern plant 100 Milliarden Dollar für KI-Rechenzentren in Indien bis 2035

Der indische Mischkonzern Adani will bis 2035 rund 100 Milliarden Dollar in KI-fähige Rechenzentren investieren, die mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Die Adani-Gruppe ist ein Großkonzern mit Geschäftsfeldern von Häfen bis Energie. Das Unternehmen erwartet laut Reuters, dass die Investition weitere 150 Milliarden Dollar in verwandten Branchen wie Serverfertigung und Cloud-Plattformen auslöst – insgesamt ein KI-Infrastruktur-Ökosystem von 250 Milliarden Dollar in Indien.

Adani will seine Rechenzentrumskapazität von 2 auf 5 Gigawatt ausbauen und damit laut Unternehmensangaben die weltweit größte integrierte Rechenzentrumsplattform schaffen. Zusätzlich fließen 55 Milliarden Dollar in erneuerbare Energien. Adani arbeitet bereits mit Google zusammen und baut mit Walmart-Tochter Flipkart ein zweites KI-Rechenzentrum. Auch Amazon, Meta, Microsoft und Reliance investieren in Indiens KI-Infrastruktur. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen des KI-Gipfels in Neu-Delhi.

Read full article about: EU-Datenschutzbehörde ermittelt gegen Musks X wegen sexualisierter KI-Bilder durch Grok

Die irische Datenschutzbehörde (DPC) hat eine umfassende Untersuchung gegen Elon Musks Plattform X eingeleitet. Es geht um KI-generierte sexualisierte Bilder realer Personen, einschließlich Kindern, die mit dem in X integrierten Chatbot Grok erstellt wurden.

Die DPC prüft, ob X gegen grundlegende Pflichten der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verstoßen hat – etwa bei der rechtmäßigen Datenverarbeitung, beim Datenschutz durch Technikgestaltung und bei der Pflicht zur Datenschutz-Folgenabschätzung vor dem Start riskanter Funktionen. Vize-Kommissar Graham Doyle erklärte, die Behörde stehe seit den ersten Medienberichten vor einigen Wochen mit X in Kontakt.

Anfang Januar hatten Nutzer tausende sexualisierte Deepfakes mit Grok erzeugt, was heftige Kritik von Nutzern, Sicherheitsexperten und Politikern, sowie mehrere behördliche Untersuchungen auslöste.

Read full article about: ByteDance schränkt KI-Videotool Seedance nach Drohungen von Disney und Hollywood-Studios ein

Bytedance hat angekündigt, sein KI-Videotool Seedance einzuschränken, nachdem Disney dem Unternehmen mit rechtlichen Schritten gedroht hat. Disney warf Bytedance in einem Unterlassungsschreiben vor, eine "Piratenbibliothek" geschützter Figuren aus Marvel, Star Wars und weiteren Franchises zu nutzen – ein "virtueller Raubzug" geistigen Eigentums, so Disneys Anwälte. Das Unternehmen hat einen bisher exklusiven Deal mit OpenAI.

Seit dem Start von Seedance 2.0 tauchten zahlreiche virale Videos mit geschützten Figuren auf. Auch Paramount Skydance schickte ein Unterlassungsschreiben. Die Motion Picture Association und die Schauspielgewerkschaft Sag-Aftra forderten ebenfalls ein sofortiges Ende der Verstöße. Japan leitete zudem eine Untersuchung wegen möglicher Urheberrechtsverletzungen bei Anime-Figuren ein.

Bytedance erklärte gegenüber der BBC, man respektiere geistiges Eigentum und arbeite an stärkeren Schutzmaßnahmen, nannte aber keine Details.

Anthropic will seine KI-Modelle nicht für autonome Waffen und Massenüberwachung hergeben

Das US-Verteidigungsministerium will KI-Technologie ohne Einschränkungen nutzen. Anthropic fordert Garantien gegen autonome Waffensteuerung und Inlandsüberwachung. Ein 200-Millionen-Dollar-Vertrag hängt in der Schwebe.

Autonomer KI-Agent startet Rufmordkampagne gegen Open-Source-Entwickler

Ein autonomer KI-Agent hat nach einer Code-Zurückweisung eine Rufmordkampagne gegen einen Entwickler gestartet. Der Vorfall bei Matplotlib zeigt, wie theoretische Sicherheitsrisiken durch autonom agierende KI-Agenten in der Praxis ankommen.

Read full article about: Anthropic sammelt 30 Milliarden Dollar ein und steigt auf eine Bewertung von 380 Milliarden Dollar

Anthropic hat 30 Milliarden Dollar in einer Series-G-Finanzierungsrunde eingesammelt. Die Bewertung des KI-Unternehmens liegt nun bei 380 Milliarden Dollar nach Geldeingang.

Die Runde wurde von GIC, dem Staatsfonds Singapurs, und der US-Investmentfirma Coatue angeführt. Als Co-Leads beteiligten sich D. E. Shaw Ventures, Dragoneer, Founders Fund, ICONIQ sowie MGX, ein Technologie-Investmentfonds aus Abu Dhabi. Auch Microsoft und Nvidia sind Teil der Finanzierungsrunde, basierend auf zuvor angekündigten strategischen Partnerschaften. Das Geld soll in Forschung, Produktentwicklung und den Ausbau der Infrastruktur fließen.

Der annualisierte Umsatz liegt laut Anthropic derzeit bei 14 Milliarden Dollar und ist in den vergangenen drei Jahren jeweils um mehr als das Zehnfache gewachsen. Das Coding-Werkzeug Claude Code erzielt demnach einen Jahresumsatz von über 2,5 Milliarden Dollar.

Ein interessantes Detail über die KI-Nutzung: Über 500 Kunden geben laut Anthropic jährlich mehr als eine Million Dollar für Claude aus, acht der zehn größten Fortune-Unternehmen zählen zu den Nutzern.