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Maximilian Schreiner

Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.

Anthropic gibt Claude Code einen Sicherheits-Autopiloten

Entwickler, die Claude Code nutzen, standen bisher vor einem Dilemma: entweder jede Aktion einzeln genehmigen oder alle Sicherheitschecks abschalten. Anthropics neuer Auto Mode soll einen Mittelweg bieten.

Read full article about: Microsoft mietet Rechenzentrum in Texas, das Oracle und OpenAI nicht mehr wollten

Microsoft hat laut Bloomberg News einem Mietvertrag für ein Rechenzentrum in Abilene, Texas, zugestimmt, das ursprünglich für Oracle und OpenAI entwickelt wurde. Das Gelände mit rund 700 Megawatt Kapazität liegt direkt neben dem Stargate-Campus, dem Vorzeigeprojekt von Oracle und OpenAI. Microsoft schloss den Vertrag mit dem Entwickler Crusoe, nachdem sowohl Oracle als auch OpenAI von Verhandlungen über das Gelände zurückgetreten waren.

Anfang März hatte Bloomberg bereits berichtet, dass Oracle und OpenAI ihre Ausbaupläne in Texas aufgegeben hatten, weil Verhandlungen über die Finanzierung stockten und sich OpenAIs Anforderungen geändert hatten. Oracle widersprach damals und nannte die Berichte über Verzögerungen am Standort Abilene unzutreffend.

Microsoft, Oracle, OpenAI und Crusoe haben sich laut Reuters bisher nicht zu dem neuen Bericht geäußert. Der Deal passt zu Microsofts Strategie, seine eigene Recheninfrastruktur auszubauen. Microsoft-CEO Satya Nadella hatte zuletzt in einem Podcast erklärt, dass er aufgrund des aktuellen Wettlaufs um Rechenleistung ein Überangebot und sinkende Preise ab 2027/2028 erwartet. Nadella sagte, er freue sich darauf, dann günstig Kapazität anmieten zu können.

Read full article about: Google zeigt neue KI-Sicherheitswerkzeuge auf der RSA-Konferenz

Google Cloud hat auf der RSA-Konferenz 2026 in San Francisco neue Sicherheitsfunktionen vorgestellt. Zentral ist ein KI-Agent namens "Triage and Investigation" für Sicherheitsteams in Unternehmen, der in Googles Plattform "Security Operations" eingebettet wird. Der Agent prüft Sicherheitswarnungen selbstständig, sammelt dazu automatisch weitere Daten und Zusammenhänge und bewertet, ob es sich um eine echte Bedrohung oder einen Fehlalarm handelt. Damit sollen Analysten in sogenannten SOCs (Security Operations Centers, also den Sicherheitszentralen von Unternehmen) weniger Zeit mit Fehlalarmen verbringen.

Laut dem neuen M-Trends-Bericht von Mandiant, Googles Tochter für Cybersicherheit, arbeiten Cyberkriminelle zunehmend professionell und arbeitsteilig: Sie gehen Partnerschaften ein und zerstören gezielt die Wiederherstellungsfähigkeit ihrer Opfer, um maximalen Erpressungsdruck aufzubauen. Das Zeitfenster zwischen erstem Eindringen und Angriff ist laut dem Bericht dabei auf nur 22 Sekunden geschrumpft. Ein weiterer Mandiant-Bericht zeigt auch, dass Angreifer KI-Tools nutzen, die sich während eines Angriffs selbst anpassen, um Sicherheitssysteme zu umgehen.

Google bietet zudem eine neue KI-gestützte Dark-Web-Analyse an. Dabei werden Aktivitäten in versteckten Bereichen des Internets automatisch ausgewertet, etwa Beiträge in Foren oder auf Marktplätzen, auf denen gestohlene Daten gehandelt werden. Laut internen Tests soll das System Millionen solcher Aktivitäten pro Tag mit 98 Prozent Genauigkeit filtern können und nur tatsächlich relevante Bedrohungen melden.

Read full article about: OpenAI will ChatGPT als Suchmaschinen-Alternative auf Android und Chrome in Großbritannien erzwingen

OpenAI fordert die britische Wettbewerbsbehörde CMA auf, ChatGPT als Alternative zu Google in sogenannten "Choice Screens" auf Android-Handys und im Chrome-Browser zuzulassen. Die CMA hatte Google zuvor einen "strategischen Marktstatus" bei der Suche zugesprochen und vorgeschlagen, Nutzern regelmäßig Alternativen anzubieten.

OpenAI argumentiert laut Telegraph, dass KI-Chatbots mit Suchfunktion als Suchmaschinen gelten sollten, da Nutzer diese zunehmend für Suchanfragen verwenden. ChatGPT bietet seit 2024 eine Websuche an und hat rund 900 Millionen wöchentliche Nutzer. Google bezeichnete die vorgeschlagenen Pop-ups als störend für Nutzer.

Trotz der KI-Konkurrenz wuchsen Googles Sucheinnahmen im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 63 Milliarden Dollar. Googles eigenes KI-System Gemini wächst ebenfalls stark und konkurriert direkt mit ChatGPT.

Nvidia-Chef: Die Vorstellung, dass KI bald alle Software und Tools zerstört, ist lächerlich

Jensen Huang erklärt mit einem Gedankenexperiment, warum KI-Agenten Software benutzen, statt sie zu ersetzen. Nvidia hat deshalb seine gesamte Rack-Architektur umgebaut.

Read full article about: Deeptune erhält 43 Millionen Dollar für simulierte Arbeitsplätze, in denen KI-Agenten das Arbeiten lernen

Andreessen Horowitz investiert 43 Millionen Dollar in Deeptune, ein Startup, das KI-Agenten in simulierten Arbeitsplätzen trainiert.

Deeptune baut simulierte Arbeitsumgebungen, in denen KI-Agenten lernen, mehrstufige Aufgaben in Software wie Slack oder Salesforce zu erledigen. CEO Tim Lupo vergleicht das mit Flugsimulatoren für Piloten: Statt nur aus Texten zu lernen, üben KI-Modelle in realistischen Nachbildungen von Arbeitsplätzen - etwa denen von Buchhaltern, Anwälten oder Software-Ingenieuren. Laut Fortune hat Deeptune bereits Hunderte solcher Umgebungen für führende KI-Labore gebaut.

Dass Andreessen Horowitz nun eine 43-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde anführt, zeigt, wie wichtig die Branche diese Trainingsmethode einschätzt. Andreessen-Partner Marco Mascorro sagte Fortune, KI-Modelle lernten zunehmend durch Interaktion statt durch menschlich aufbereitete Daten. Der globale Markt für diese Art des KI-Trainings soll laut ResearchAndMarkets von 11,6 Milliarden Dollar (2025) auf über 90 Milliarden Dollar bis 2034 wachsen.

Read full article about: Ungefragte Antwort eines KI-Agenten führt bei Meta zu Datenleck-Gefahr

Ein außer Kontrolle geratener KI-Agent hat bei Meta einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall ausgelöst, berichtet The Information.

Ein Meta-Ingenieur nutzte vergangene Woche ein internes Agenten-Werkzeug, um eine technische Frage zu analysieren, die ein anderer Mitarbeiter in einem internen Forum gestellt hatte. Der Agent veröffentlichte daraufhin ohne Genehmigung eine Antwort im Forum. Ein zweiter Mitarbeiter folgte dem Rat des Agenten, was eine Kettenreaktion auslöste: Fast zwei Stunden lang waren Systeme mit sensiblen Unternehmens- und Nutzerdaten für nicht autorisierte Mitarbeiter zugänglich.

Meta stufte den Vorfall als Sev 1 ein, die zweithöchste Sicherheitsstufe. Laut einem Meta-Sprecher seien keine Nutzerdaten missbraucht worden, und es gebe keine Hinweise, dass jemand den Zugang ausgenutzt oder Daten öffentlich gemacht habe. Der Beitrag des Agenten war immerhin als KI-generiert gekennzeichnet.

Der Fall steht nicht allein: Summer Yue, Leiterin für Sicherheit bei Metas KI-Abteilung, beschrieb im Februar auf X, wie ein OpenClaw-Agent trotz klarer Anweisung eigenständig E-Mails löschte und ihre Befehle zum Stoppen ignorierte. Auch Amazon Web Services hatte im Dezember einen 13-stündigen Ausfall eines Tools nach agentengestützten Codeänderungen.

Read full article about: OpenAIs AWS-Partnerschaft könnte Microsoft-Exklusivvertrag ins Wanken bringen

Microsofts Führungsetage befürchtet, dass OpenAIs geplantes AWS-Produkt gegen den gemeinsamen Exklusivvertrag verstoßen könnte.

"Wir sind zuversichtlich, dass OpenAI die Bedeutung der Einhaltung seiner rechtlichen Verpflichtungen versteht und respektiert", sagt ein Microsoft-Sprecher gegenüber The Information. Eine Formulierung, die weniger nach Vertrauen klingt als nach Warnung.

Microsoft hält die exklusiven Rechte, OpenAIs Modelle über seine Azure-Cloud direkt an Kunden zu verkaufen. OpenAI und AWS planen jedoch ein neues Produkt, ein sogenanntes "Stateful Runtime Environment", das OpenAI-Modelle vollständig auf AWS-Infrastruktur laufen lässt, ganz ohne die von Microsoft gehosteten Versionen.

AWS will damit keine Modell-APIs direkt verkaufen, sondern Entwicklungstools für KI-Anwendungen anbieten, und könnte so die vertragliche Exklusivität technisch umgehen.