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Maximilian Schreiner

Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
Read full article about: OpenAI legt Pläne für erotischen Chatbot auf unbestimmte Zeit auf Eis

OpenAI hat die Entwicklung eines erotischen Chatbots auf unbestimmte Zeit gestoppt, berichtet die Financial Times. Grund sind Bedenken von Mitarbeitern und Investoren über die Auswirkungen sexueller KI-Inhalte auf die Gesellschaft. OpenAIs Beratergremium für Wohlbefinden sprach sich bereits einstimmig gegen den geplanten "Adult Mode" aus. Ein Ratsmitglied warnte, OpenAI riskiere einen "sexy Suizid-Coach". Auch technisch kämpft das Unternehmen mit Problemen: Die Alterserkennung stufte Minderjährige in rund 12 Prozent der Fälle fälschlich als Erwachsene ein. Bei 100 Millionen minderjährigen Nutzern pro Woche eine erhebliche Lücke.

Das mit 730 Milliarden Dollar bewertete KI-Unternehmen will nun zunächst Langzeitforschung zu den Folgen sexuell expliziter Chats und emotionaler Bindungen abwarten. Intern gab es laut FT bereits Diskussionen, das Projekt ganz einzustellen. Investoren sahen ein schlechtes Risiko-Nutzen-Verhältnis, Mitarbeiter zweifelten an der Vereinbarkeit mit OpenAIs Mission.

Im Code der ChatGPT-App taucht das Projekt unter dem Namen "Citron Mode" auf, mit geplanter Altersverifikation ab 18 Jahren. OpenAI konzentriert sich nun stattdessen auf Produktivitätstools und eine "Super-App" rund um ChatGPT.

Read full article about: GitHub Copilot nutzt ab April Nutzerdaten für KI-Training

GitHub ändert ab dem 24. April 2026 seine Datenrichtlinie für Copilot. Interaktionsdaten von Nutzern der Tarife Free, Pro und Pro+ werden künftig zum Training von KI-Modellen verwendet, sofern diese nicht aktiv widersprechen. Dazu gehören Eingaben, Ausgaben, Code-Schnipsel, Dateinamen, Repository-Strukturen und Feedback.

Wer bereits früher widersprochen hat, dessen Einstellung bleibt bestehen. Nutzer von Copilot Business und Enterprise sind nicht betroffen. GitHub-Produktchef Mario Rodriguez begründet den Schritt damit, dass reale Nutzungsdaten die Modelle verbessern. Tests mit Daten von Microsoft-Mitarbeitern hätten bereits zu höheren Akzeptanzraten geführt.

Die Daten können mit Microsoft geteilt werden, nicht aber mit Drittanbietern von KI-Modellen. Wer widersprechen will, kann dies in den Copilot-Einstellungen unter "Privacy" tun. Weitere Informationen gibt es im GitHub-Blog.

Read full article about: Arm stellt erstmals eigenen Chip her und entwickelt mit Meta eine CPU für KI-Rechenzentren

Arm hat erstmals in seiner 35-jährigen Geschichte einen eigenen Chip hergestellt und damit sein bisheriges Geschäftsmodell erweitert, bei dem das Unternehmen nur Chip-Designs an Firmen wie Apple oder Nvidia lizenzierte. Die neue CPU namens "Arm AGI" wurde gemeinsam mit Meta entwickelt und soll KI-Arbeitslasten in Rechenzentren unterstützen.

Der Chip verfügt über bis zu 136 Kerne, läuft mit bis zu 3,7 GHz und wird in TSMCs 3-nm-Verfahren gefertigt. Laut Arm-CEO Rene Haas soll der Chip leistungsstarkes, energieeffizientes Rechnen für KI-Infrastruktur ermöglichen. Meta will die CPU zusammen mit seinem eigenen MTIA-Beschleuniger einsetzen, wie Metas Infrastruktur-Chef Santosh Janardhan erklärte.

Weitere Partner sind unter anderem OpenAI, Cerebras, Cloudflare und Lenovo. Erste Systeme sind bereits verfügbar, breitere Verfügbarkeit wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.

Anthropic gibt Claude Code einen Sicherheits-Autopiloten

Entwickler, die Claude Code nutzen, standen bisher vor einem Dilemma: entweder jede Aktion einzeln genehmigen oder alle Sicherheitschecks abschalten. Anthropics neuer Auto Mode soll einen Mittelweg bieten.

Read full article about: Microsoft mietet Rechenzentrum in Texas, das Oracle und OpenAI nicht mehr wollten

Microsoft hat laut Bloomberg News einem Mietvertrag für ein Rechenzentrum in Abilene, Texas, zugestimmt, das ursprünglich für Oracle und OpenAI entwickelt wurde. Das Gelände mit rund 700 Megawatt Kapazität liegt direkt neben dem Stargate-Campus, dem Vorzeigeprojekt von Oracle und OpenAI. Microsoft schloss den Vertrag mit dem Entwickler Crusoe, nachdem sowohl Oracle als auch OpenAI von Verhandlungen über das Gelände zurückgetreten waren.

Anfang März hatte Bloomberg bereits berichtet, dass Oracle und OpenAI ihre Ausbaupläne in Texas aufgegeben hatten, weil Verhandlungen über die Finanzierung stockten und sich OpenAIs Anforderungen geändert hatten. Oracle widersprach damals und nannte die Berichte über Verzögerungen am Standort Abilene unzutreffend.

Microsoft, Oracle, OpenAI und Crusoe haben sich laut Reuters bisher nicht zu dem neuen Bericht geäußert. Der Deal passt zu Microsofts Strategie, seine eigene Recheninfrastruktur auszubauen. Microsoft-CEO Satya Nadella hatte zuletzt in einem Podcast erklärt, dass er aufgrund des aktuellen Wettlaufs um Rechenleistung ein Überangebot und sinkende Preise ab 2027/2028 erwartet. Nadella sagte, er freue sich darauf, dann günstig Kapazität anmieten zu können.

Read full article about: Google zeigt neue KI-Sicherheitswerkzeuge auf der RSA-Konferenz

Google Cloud hat auf der RSA-Konferenz 2026 in San Francisco neue Sicherheitsfunktionen vorgestellt. Zentral ist ein KI-Agent namens "Triage and Investigation" für Sicherheitsteams in Unternehmen, der in Googles Plattform "Security Operations" eingebettet wird. Der Agent prüft Sicherheitswarnungen selbstständig, sammelt dazu automatisch weitere Daten und Zusammenhänge und bewertet, ob es sich um eine echte Bedrohung oder einen Fehlalarm handelt. Damit sollen Analysten in sogenannten SOCs (Security Operations Centers, also den Sicherheitszentralen von Unternehmen) weniger Zeit mit Fehlalarmen verbringen.

Laut dem neuen M-Trends-Bericht von Mandiant, Googles Tochter für Cybersicherheit, arbeiten Cyberkriminelle zunehmend professionell und arbeitsteilig: Sie gehen Partnerschaften ein und zerstören gezielt die Wiederherstellungsfähigkeit ihrer Opfer, um maximalen Erpressungsdruck aufzubauen. Das Zeitfenster zwischen erstem Eindringen und Angriff ist laut dem Bericht dabei auf nur 22 Sekunden geschrumpft. Ein weiterer Mandiant-Bericht zeigt auch, dass Angreifer KI-Tools nutzen, die sich während eines Angriffs selbst anpassen, um Sicherheitssysteme zu umgehen.

Google bietet zudem eine neue KI-gestützte Dark-Web-Analyse an. Dabei werden Aktivitäten in versteckten Bereichen des Internets automatisch ausgewertet, etwa Beiträge in Foren oder auf Marktplätzen, auf denen gestohlene Daten gehandelt werden. Laut internen Tests soll das System Millionen solcher Aktivitäten pro Tag mit 98 Prozent Genauigkeit filtern können und nur tatsächlich relevante Bedrohungen melden.

Read full article about: OpenAI will ChatGPT als Suchmaschinen-Alternative auf Android und Chrome in Großbritannien erzwingen

OpenAI fordert die britische Wettbewerbsbehörde CMA auf, ChatGPT als Alternative zu Google in sogenannten "Choice Screens" auf Android-Handys und im Chrome-Browser zuzulassen. Die CMA hatte Google zuvor einen "strategischen Marktstatus" bei der Suche zugesprochen und vorgeschlagen, Nutzern regelmäßig Alternativen anzubieten.

OpenAI argumentiert laut Telegraph, dass KI-Chatbots mit Suchfunktion als Suchmaschinen gelten sollten, da Nutzer diese zunehmend für Suchanfragen verwenden. ChatGPT bietet seit 2024 eine Websuche an und hat rund 900 Millionen wöchentliche Nutzer. Google bezeichnete die vorgeschlagenen Pop-ups als störend für Nutzer.

Trotz der KI-Konkurrenz wuchsen Googles Sucheinnahmen im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 63 Milliarden Dollar. Googles eigenes KI-System Gemini wächst ebenfalls stark und konkurriert direkt mit ChatGPT.

Nvidia-Chef: Die Vorstellung, dass KI bald alle Software und Tools zerstört, ist lächerlich

Jensen Huang erklärt mit einem Gedankenexperiment, warum KI-Agenten Software benutzen, statt sie zu ersetzen. Nvidia hat deshalb seine gesamte Rack-Architektur umgebaut.