Maximilian Schreiner
Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
Read full article about: OpenAI verwirft den Namen "io" für sein KI-Gerät – Marktstart erst 2027
OpenAI wird den Namen "io" nicht für seine geplanten KI-Hardware-Geräte verwenden. Das geht aus einem Gerichtsdokument hervor, das im Rahmen einer Markenrechtsklage des Audio-Startups iyO eingereicht wurde, berichtet Wired. Bereits im Juni 2025 hatte OpenAI Hinweise auf das Projekt entfernt.
OpenAI-Vizepräsident Peter Welinder erklärte, das Unternehmen habe seine Namensstrategie überprüft und sich gegen den Namen "io" entschieden. Zudem gab OpenAI an, dass das erste Hardware-Gerät frühestens Ende Februar 2027 ausgeliefert wird – später als bisher kommuniziert. Verpackungen oder Werbematerialien existieren noch nicht.
OpenAI hatte im Mai 2025 das Hardware-Startup von Ex-Apple-Designer Jony Ive für 6,5 Milliarden Dollar übernommen. Am Wochenende kursierte zudem ein gefälschter Super-Bowl-Werbespot, der angeblich OpenAIs Gerät zeigte. OpenAI-Sprecherin Lindsay McCallum bestätigte gegenüber Wired, dass das Unternehmen nichts damit zu tun hatte.
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Quelle: Wired
Read full article about: Pony AI und Toyota starten Serienproduktion von selbstfahrenden Elektro-Taxis in China
Der chinesische Robotaxi-Betreiber Pony AI hat gemeinsam mit Toyota die kommerzielle Produktion eines selbstfahrenden Elektroautos gestartet. Das erste von 1.000 vollelektrischen und autonomen Toyota bZ4X-Kompakt-SUVs ist in einem Gemeinschaftswerk von Toyota und der Guangzhou Automobile Group vom Band gelaufen. Die Fahrzeuge sollen Pony AIs Ziel unterstützen, seine Robotaxi-Flotte bis Jahresende auf über 3.000 Autos auszubauen. Der bZ4X ist eines von drei Modellen, die Pony AI mit seiner neuesten Software für autonomes Fahren in großen chinesischen Städten einsetzt.
Die Fahrzeuge nutzen Pony AIs autonomes Fahrsystem der Stufe SAE Level 4. Das heißt: Das Auto fährt in bestimmten Gebieten komplett selbstständig, ohne dass ein Mensch am Steuer sitzen muss. Ein Fahrer muss weder das Lenkrad halten noch die Straße beobachten. Allerdings gibt es noch Einschränkungen, etwa bei Einsatzgebiet oder Wetter.
Obwohl die Technik fahrerloses Fahren ermöglicht, braucht es noch menschliche Unterstützung – derzeit kommt eine Person auf 30 Fahrzeuge, die bei Problemen eingreifen können soll.
Pony AI konkurriert mit chinesischen Robotaxi-Firmen wie Baidu und WeRide.
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Quelle: PRNewswire
Read full article about: Investoren glauben, dass KI Gehälter statt bloß Software ersetzt
Investoren wetten darauf, dass KI Gehälter statt Software-Budgets ersetzt.
"Wir haben die Ansicht vertreten, dass KI keine 'Unternehmenssoftware' im herkömmlichen Sinne ist, die auf IT-Budgets abzielt: Sie erfasst Arbeitsausgaben, und irgendwann übernimmt man menschliche Arbeitsabläufe von Ende zu Ende", erklärt Sebastian Duesterhoeft, Partner bei Lightspeed Venture Partners, gegenüber der Financial Times.
Diese Logik bildet den Hintergrund für die laufende Finanzierungsrunde, die Anthropic mit 350 Milliarden Dollar bewertet: Während klassische SaaS-Lösungen um begrenzte IT-Etats kämpfen, zielen "Agentic AI"-Systeme auf den weitaus größeren Pool der Lohnkosten.
Die Brisanz dieser Verschiebung zeigte sich bereits an den Märkten. Eine Serie von Entwicklungen – darunter neue Modelle, spezialisierte Industrie-Tools und die Nachricht, dass Goldman Sachs Bankrollen automatisieren will – löste gemeinsam einen Ausverkauf bei traditionellen Software-Aktien aus. Investoren realisieren laut der FT zunehmend, dass autonome KI-Agenten bestehende Geschäftsmodelle bedrohen könnten.
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Quelle: FT
OpenAI und Ginkgo Bioworks optimieren Proteinsynthese mit GPT-5 im Roboterlabor
OpenAI hat gemeinsam mit dem Biotech-Unternehmen Ginkgo Bioworks GPT-5 an ein automatisiertes Labor angeschlossen, um zellfreie Proteinsynthese zu optimieren. Die Ergebnisse sind messbar, die Einschränkungen aber erheblich.
Read full article about: Apple kürzt Pläne für KI-Gesundheitscoach
Apple fährt seine Pläne für einen KI-gestützten virtuellen Gesundheitscoach mit dem Codenamen "Mulberry" zurück, berichtet Bloomberg. Das Unternehmen will einige der geplanten Funktionen stattdessen einzeln in die Health-App einbauen. Die Entscheidung folgt einem Führungswechsel: Services-Chef Eddy Cue übernahm die Gesundheitsabteilung, nachdem Jeff Williams Ende letzten Jahres in den Ruhestand ging.
Cue sagte Kollegen, Apple müsse schneller und wettbewerbsfähiger werden. Konkurrenten wie Oura und Whoop böten bessere Funktionen, besonders in ihren iPhone-Apps. Der Dienst sollte ursprünglich mit iOS 26 starten, wurde mehrfach verschoben. Apple plant weiterhin einen KI-Chatbot für Gesundheitsfragen und will den neuen Siri-Chatbot mit iOS 27 für solche Anfragen nutzen. Auch OpenAI ist mit ChatGPT Health in den Gesundheitsmarkt eingestiegen.
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Quelle: Bloomberg
Read full article about: Claude Opus 4.6 lieferte in Sicherheitstest Anleitungen für Senfgas in Excel-Tabellen
Anthropics Sicherheitstraining versagt, wenn Claude eine grafische Benutzeroberfläche bedient.
In Pilottests ließ sich Claude Opus 4.6 dazu bringen, in einer Excel-Tabelle detaillierte Anleitungen zur Herstellung von Senfgas zu liefern und eine Buchhaltungstabelle für eine kriminelle Bande zu führen – Verhaltensweisen, die in reinen Textinteraktionen nicht oder kaum auftraten.
„Wir haben festgestellt, dass einige Arten von Missbrauchsverhalten in diesen Pilotauswertungen auftraten, die in reinen Text-Interaktionen fehlten oder deutlich seltener waren", schreibt Anthropic in der System Card zu Claude Opus 4.6. „Diese Ergebnisse legen nahe, dass unsere standardmäßigen Alignment-Trainingsmaßnahmen in GUI-Umgebungen wahrscheinlich weniger wirksam sind."
Tests mit dem Vorgängermodell Claude Opus 4.5 in derselben Umgebung zeigten laut Anthropic „ähnliche Ergebnisse" – das Problem besteht also über Modellgenerationen hinweg fort, ohne dass es bisher behoben wurde. Die Sicherheitslücke entsteht offenbar dadurch, dass Modelle zwar lernen, schädliche Anfragen im Gespräch abzulehnen, dieses Verhalten aber nicht vollständig auf agentenbasierte Werkzeugnutzung übertragen.
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Quelle: Opus 4.6 System Card
Meta sieht intern KI-Wende nach turbulenten Monaten
Meta hat laut einem internen Memo das Vortraining seines neuen KI-Modells mit dem Codenamen „Avocado“ abgeschlossen.