Elon Musks KI-Unternehmen xAI verliert die Hälfte seiner Mitgründer
11. Februar 2026:
Auch Jimmy Ba, Mitgründer von Elon Musks KI-Startup xAI, hat das Unternehmen verlassen. Ba war ebenfalls einer der zwölf Gründungsmitglieder von xAI und zuvor Assistenzprofessor an der University of Toronto, wo er unter KI-Pionier Geoffrey Hinton studierte.
In seinem Abschiedspost schrieb Ba, die Mission von xAI sei es, die Menschheit auf der sogenannten Kardashev-Technologieskala voranzubringen. Er prognostiziert, dass sogenannte rekursive Selbstverbesserungsschleifen – also KI-Systeme, die sich selbst verbessern – innerhalb der nächsten zwölf Monate aktiv werden könnten.
Das Jahr 2026 werde seiner Einschätzung nach das folgenreichste Jahr für die Zukunft der Menschheit. Trotz dieser hervorragenden Aussichten bei xAI will Ba sich nun neu orientieren und das "große Ganze" in den Blick nehmen.
Mit Ba haben nun sechs der zwölf ursprünglichen Gründungsmitglieder xAI verlassen – also die Hälfte des Kernteams. Zuvor gingen bereits Igor Babuschkin (ehemals DeepMind und OpenAI), Yuhuai (Tony) Wu (ehemals Google und Stanford), Kyle Kosier (ehemals OpenAI), Greg Yang (ehemals Microsoft Research) und Christian Szegedy (ehemals Google).
10. Februar 2026:
Weiterer xAI-Mitgründer verlässt Elon Musks KI-Unternehmen
Nach Igor Babuschkin hat nun auch Tony Wu, ein weiterer Mitgründer von Elon Musks KI-Start-up xAI, seinen Rücktritt erklärt. Wu war für die Entwicklung der grundlegenden Modelle und für Reasoning zuständig und berichtete direkt an Musk. Er kam zur xAI-Gründung 2023 von Google.
Babuschkin hatte xAI bereits im August 2025 verlassen und einen eigenen Fonds für KI-Sicherheit gegründet. Sein Abschied folgte auf mehrere Kontroversen um den xAI-Chatbot Grok, der unter anderem durch rechtsextreme Aussagen auffiel. Wu geht jetzt, nachdem xAI zuletzt die Erstellung von Deepfake-Nacktfotos wochenlang zuließ und erst auf Druck von Behörden einlenkte. Mit den Kontroversen hat Wus Abschied wohl nichts zu tun: Der KI-Entwickler bedankt sich bei Elon Musk für dessen Unterstützung.
Wus Abgang fällt in einen großen Umbruch: SpaceX kündigte kürzlich die Übernahme von xAI an, die SpaceX mit einer Billion und xAI mit 250 Milliarden Dollar bewertet. Grund hierfür dürfte sein, dass xAI fast keine eigenen Umsätze erzielt, obwohl Entwicklung und Betrieb der Modelle Milliarden verschlingen. Ohne größeren Fortschritt wirkt xAI derzeit perspektivlos.
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