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Google bringt Gemini-KI in Gmail: Posteingang soll Fragen beantworten können

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Google

Kurz & Knapp

  • Google integriert sein Gemini-3-Modell in Gmail und führt in den USA AI Overviews ein, die E-Mail-Konversationen automatisch zusammenfassen und Postfächer per natürlicher Sprache durchsuchbar machen.
  • Die Schreibhilfe "Help Me Write" steht ab sofort allen drei Milliarden Gmail-Nutzern kostenlos zur Verfügung, während neue "Suggested Replies" Antwortvorschläge im persönlichen Schreibstil des Nutzers generieren.
  • Die Funktion "AI Inbox" priorisiert relevante Nachrichten wie fällige Rechnungen oder Arzttermine und befindet sich noch in der Testphase mit ausgewählten Nutzern.

Google integriert seine Gemini-KI in den USA umfassend in Gmail. Mit AI Overviews, intelligenten Antwortvorschlägen und einer neuen Inbox-Priorisierung will der Konzern das E-Mail-Management für drei Milliarden Nutzer verändern.

Gmail erhält eine Reihe neuer KI-Funktionen, die auf Googles Gemini-3-Modell basieren. Laut einem Blogbeitrag von Blake Barnes, VP Product bei Gmail, soll der E-Mail-Dienst damit in die "Gemini-Ära" eintreten. Die Neuerungen rollen ab sofort in den USA aus, zunächst auf Englisch.

Das zentrale neue Feature sind sogenannte AI Overviews, die bereits aus der Google-Suche bekannt sind. In Gmail sollen sie zwei Aufgaben erfüllen: Zum einen fasst die KI automatisch E-Mail-Konversationen mit vielen Antworten zusammen und extrahiert die wichtigsten Punkte. Zum anderen können Nutzer ihren Posteingang in natürlicher Sprache befragen.

Statt nach Stichwörtern zu suchen oder sich durch alte E-Mails zu wühlen, soll eine Frage wie "Wer war der Klempner, der mir letztes Jahr ein Angebot für die Badrenovierung gemacht hat?" genügen. Gemini generiert dann eine Zusammenfassung mit den relevanten Details. Die Konversationszusammenfassungen sind kostenlos, die Fragefunktion jedoch nur für zahlende Google-AI-Pro und Ultra-Abonnenten verfügbar.

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Schreibhilfen für alle, Premium-Features für Abonnenten

Neben den AI-Overviews erweitert Google auch die Schreibunterstützung in Gmail. Die Funktion "Help Me Write", mit der sich E-Mails von Grund auf verfassen oder überarbeiten lassen, steht ab sofort allen Nutzern kostenlos zur Verfügung. Im kommenden Monat soll das Feature laut Google zusätzlich Kontext aus anderen Google-Apps einbeziehen können.

Die bisherigen Smart Replies werden durch "Suggested Replies" ersetzt. Diese sollen den Kontext einer Konversation nutzen und Antwortvorschläge im persönlichen Schreibstil des Nutzers generieren. Eine neue Proofread-Funktion für erweiterte Grammatik-, Ton- und Stilprüfungen bleibt hingegen den zahlenden Abonnenten vorbehalten.

KI-gesteuerte Inbox-Priorisierung noch in Testphase

Eine weitere Neuerung namens "AI Inbox" soll unwichtige E-Mails herausfiltern und relevante Nachrichten priorisieren. Das System identifiziert laut Google automatisch wichtige Kontakte, basierend auf der Kommunikationshäufigkeit, der Kontaktliste und aus Nachrichteninhalten abgeleiteten Beziehungen. So sollen etwa fällige Rechnungen oder Arzttermine nach oben rutschen.

Google betont, dass die Analyse der E-Mail-Inhalte mit den gewohnten Datenschutzmaßnahmen des Konzerns erfolge und die Daten unter Kontrolle der Nutzer blieben. Anders als die übrigen Funktionen ist AI Inbox jedoch bisher nicht allgemein verfügbar. Aktuell haben nur ausgewählte Tester Zugang, eine breitere Einführung soll in den kommenden Monaten folgen.

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Gmail zählt nach Unternehmensangaben drei Milliarden Nutzer. KI-Funktionen wie Smart Replies oder der KI-gestützte Spam-Filter sind bereits seit Jahren Teil des Dienstes. Mit der Gemini-Integration reagiert Google auf ein laut eigener Aussage historisch hohes E-Mail-Aufkommen, das die Verwaltung des Posteingangs zur eigenständigen Aufgabe gemacht habe.

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