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Jeder zehnte japanische Kreative verliert Einkommen durch generative KI

Rund 12 Prozent der japanischen Manga-Künstler, Illustratoren und anderen Kreativen haben im vergangenen Jahr Einkommensverluste durch generative KI erlitten. Das zeigt eine Umfrage der Freelance League of Japan, die am Dienstag veröffentlicht wurde. 9,3 Prozent der Befragten meldeten Einbußen zwischen 10 und 50 Prozent, 2,7 Prozent verloren mehr als die Hälfte ihres Einkommens, berichtet die Japan Times.

Betroffene berichten von kürzeren Fristen und niedrigeren Honoraren, weil Auftraggeber den KI-Einsatz voraussetzen. Manche verloren Aufträge auch ganz, weil Kunden auf generative KI umstiegen.

Die Online-Umfrage vom Oktober erfasste 24.991 Antworten. 88,6 Prozent sehen generative KI als Bedrohung für ihren Lebensunterhalt. 62,9 Prozent nutzen keine KI-Tools und planen dies auch nicht. Die Liga fordert von der Regierung Transparenzpflichten für Trainingsdaten und Kennzeichnungspflichten für KI-Werke sowie neue Systeme zur Gewinnbeteiligung für Kreative.

Insgesamt sind die Auswirkungen von generativer KI auf den Arbeitsmarkt noch schlecht untersucht. Das liegt einerseits daran, dass es sich um ein neues Phänomen handelt. Andererseits spielen so viele kulturelle Faktoren eine Rolle, dass belastbare Forschung schwierig ist.

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Quelle: Japan Times