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KI lokal nutzen, aber einfach: Pinokio 5.0 bringt offene Modelle auf den eigenen PC

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Cocktail Peanut

Kurz & Knapp

  • Pinokio 5.0 macht den eigenen Rechner zur persönlichen Cloud für Webserver und KI-Anwendungen und automatisiert dabei Installation sowie Vernetzung.
  • Die Software verwaltet das System selbstständig, integriert KI-gestützte Skripterstellung, Split-Screen-Ansichten und erleichtert den Zugriff auf lokale und externe Apps.
  • Das Tool soll vor allem den Einstieg in lokale KI-Anwendungen erleichtern und eine dezentrale Alternative zu großen Cloud-Anbietern bieten.

Pinokio 5.0 verwandelt Computer in persönliche Clouds für Webserver und KI-Modelle. Die Software automatisiert Installationen, vernetzt lokale Geräte nahtlos und macht Open-Source-Anwendungen komfortabel nutzbar.

Der Entwickler "cocktail peanut" positioniert sein kostenloses Tool als Alternative zu Online-Plattformen wie Vercel: Statt Apps in der Cloud zu veröffentlichen, laufen sie direkt auf der eigenen Hardware. Die plattformübergreifende Lösung für Windows, Mac und Linux übernimmt dabei die gesamte technische Komplexität im Hintergrund.

"Pinokio ist eine neue Art von Cloud-Plattform – eine Cloud-Plattform, die auf deinem Laptop läuft –, entwickelt für eine Zukunft, in der Localhost die Hauptplattform ist, dezentralisiert durch verschiedene technologische Innovationen, die wir heute erleben", so der Programmierer.

Vollautomatische Systemverwaltung

Pinokio 5.0 übernimmt die komplette Systemverwaltung im Hintergrund. Die Software installiert automatisch alle notwendigen Paketmanager und Bibliotheken wie Conda, Git, Node.js, Python oder UV. Fehlende Komponenten lädt das System dynamisch nach, manuelle Konfigurationen entfallen. Die Benutzeroberfläche vereint Frontend und Backend in einer einzigen Ansicht, sodass Anwender alle Aspekte einer Anwendung gleichzeitig im Blick haben.

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Der neue "Dev Mode" ermöglicht erstmals direkte Eingaben in Terminals innerhalb von Pinokio. Damit lassen sich CLI- (Command-Line-Interface) und TUI-Apps (Text-based User Interface) per Mausklick starten und bedienen, ohne dass Nutzer separate Terminal-Fenster öffnen müssen.

KI-gestützte Skript-Erstellung

Eine der zentralen Neuerungen ist die Integration von KI-Agenten zur Erstellung von Start-Skripten. Anwender können über den "Create"-Button ein neues Projekt initialisieren und dabei einfach beschreiben, was sie installieren oder starten möchten. Anschließend übernimmt ein KI-Agent die eigentliche Programmierung, wahlweise über IDEs wie Cursor, VSCode oder Windsurf oder über die Kommandozeile.

Pinokio unterstützt verschiedene KI-CLIs wie Claude Code, Codex CLI, Gemini CLI oder Qwen Code. Die so erstellten Launcher funktionieren systemübergreifend und lassen sich mit anderen Nutzern teilen. Bei Problemen oder Unklarheiten hilft die "Ask AI"-Funktion: Ein einfacher Befehl wie "fix" analysiert den Fehlerkontext und behebt das Problem oft automatisch.

Split-Screen-Ansicht mit "Cells"

Das Feature "Cells" unterteilt das Pinokio-Fenster in mehrere unabhängige Bereiche. Nutzer können etwa Backend-Logs parallel zur laufenden Anwendung anzeigen oder einen KI-Agenten den Code während der Ausführung bearbeiten lassen, mit Live-Reload-Funktion für sofortige Änderungen. Auch mehrere Web-Apps lassen sich gleichzeitig nebeneinander ausführen oder verschiedene Versionen derselben Anwendung parallel betreiben.

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Screenshot von Pinokio 5.0 mit geteiltem Fenster: Links Terminal mit Server-Logs und Systemausgaben, rechts eine laufende Todo-Anwendung mit Eingabefeld und Aufgabenliste.
Die "Cells"-Funktion teilt das Fenster in mehrere Bereiche: Links zeigt das Terminal die Backend-Logs einer Todo-App, rechts läuft die Anwendung mit ihrer Benutzeroberfläche. | Bild: Pinokio

Das integrierte Versionsmanagement ermöglicht den Wechsel zwischen unterschiedlichen Software-Versionen per Mausklick. Das ist besonders nützlich, wenn Updates von Open-Source-Projekten Fehler verursachen: Nutzer können einfach zur vorherigen, funktionierenden Version zurückkehren.

Netzwerk-Integration und automatischer Start

Das "LAN Wide Web" (LWW) verbindet automatisch alle Geräte im lokalen Netzwerk, auf denen Pinokio läuft. Ein Mac-Nutzer kann so problemlos auf Windows-Anwendungen zugreifen und umgekehrt. Besonders praktisch: Selbst wenn eine App nicht läuft, öffnet sie sich beim Besuch der entsprechenden Domain automatisch.

Die "Localhost Search Engine" listet alle auf dem Rechner laufenden Server auf, nicht nur Pinokio-Apps, sondern auch externe Anwendungen wie Docker-Container, Ollama, LM Studio oder LlamaBarn. Das System vergibt lokalen Anwendungen automatisch HTTPS-Domains nach dem Schema "https://appname.localhost".

Online-Identitäten für lokale Apps

Version 5.0 integriert Login-Funktionen für Hugging Face, GitHub und X. Lokale Anwendungen können diese Identitäten nutzen, um auf geschützte Online-Ressourcen zuzugreifen, etwa auf "Gated Models" bei Hugging Face oder private GitHub-Repositories. Zudem lassen sich Inhalte direkt aus der lokalen Anwendung heraus auf diesen Plattformen veröffentlichen.

Pinokio 5.0 steht kostenlos unter pinokio.co für Windows, macOS und Linux zur Verfügung.

Mit seinem kontinuierlichen Einsatz hat sich cocktail peanuts Plattform Pinokio über die letzten Jahre zu einem wichtigen Pfeiler in der Open-Source-Community entwickelt, um oft noch sehr experimentelle KI-Modelle schnell für Endanwender nutzbar zu machen. Das Update auf Version 5.0 dürfte den Einstieg noch einfacher gestalten, um mehr Menschen eine Alternative zu zentralisierten Systemen großer Firmen wie Google oder OpenAI zu bieten. Die Nutzer müssen jedoch auch die nötige Hardware mitbringen – und hier hält die Nachfrage nach leistungsfähigen GPUs die finanzielle Hürde weiter hoch.

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Quelle: via X