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Das KI-Startup Delphi will den persönlichen Austausch mit Prominenten und Influencern für viele Menschen möglich machen.

Man kann nicht überall gleichzeitig sein - oder doch? So könnte man das Geschäftsmodell von Delphi beschreiben. Das Start-up will aus zahlreichen Datenquellen wie Chats, E-Mails, YouTube-Videos, Audiodateien und mehr persönliche Chatbots modellieren, also Persönlichkeiten chatbar machen.

In der Sprache des Start-ups handelt es sich um eine "digitale Klon-Plattform, die dein Denken erfasst und dein Wissen, deine Erfahrungen, deine Persönlichkeit und deine Meinungen anderen auf personalisierte Weise zugänglich macht".

Das Unternehmen steckt noch in den Kinderschuhen und hat bisher 2,7 Millionen Dollar eingesammelt. Technisch will Delphi auf Open-Source-Modelle setzen, wobei aktuelle Projekte offenbar mit OpenAI-Technologie umgesetzt wurden. Die trainierten Chatbots können in Webseiten oder Slack integriert oder sogar per Telefon angerufen werden.

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Ein Influencer, Millionen von Gesprächen

Die Grundidee von Delphi ist es, bekannten Persönlichkeiten die Möglichkeit zu geben, mit mehr Menschen zu interagieren. Die Idee ist nicht neu: Seit dem Aufkommen erfolgreicher LLMs versuchen Influencer, mit personalisierten Chatbots neue Angebote für ihre Fans zu schaffen und so zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Der Erfolg von Delphi dürfte von der technischen Exzellenz der Umsetzung abhängen und davon, wie nah der Chatbot tatsächlich an das Original herankommt. Das Start-up ist seit Anfang des Jahres mit einer privaten Beta auf dem Markt und hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Chatbot-Anbieter und "tausende Nutzer".

Die bekanntesten prominenten Bots dürften der Motivationstrainer Brian Tracy und der Musikproduzent "Illmind" sein, der sein Angebot im folgenden Video vorstellt. Illmind verlangt 15 US-Dollar pro Monat, um mit ihm als "digitalem Mentor" zu chatten.

Ansonsten sind auf der Liste der Beispiel-Bots von Delphi vor allem Unternehmer zu finden. Eine Warteliste für den Chatbot-Service ist über die Website zugänglich.

Bei einer weiteren Öffnung der Plattform wäre es auch möglich, digitale Klone anderer Personen zu erstellen, indem deren Daten hochgeladen werden. So könnten auch Klone von bereits verstorbenen Personen erstellt werden. Wie das Start-up damit im großen Maßstab umgehen will, ist bisher nicht klar.

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Zusammenfassung
  • Das KI-Startup Delphi will persönliche Chatbots von Prominenten und Influencern erstellen, damit diese mit mehr Menschen kommunizieren können.
  • Delphi nutzt Datenquellen wie Chats, E-Mails und Videos, um Persönlichkeiten "chatbar" zu machen. Die trainierten Chatbots können in Webseiten, Slack und per Telefon integriert werden.
  • Das Start-up hat bereits 2,7 Millionen Dollar eingesammelt und arbeitet technisch mit Open-Source-Modellen, wobei aktuelle Projekte offenbar die OpenAI-Technologie nutzen.
Quellen
Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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