KI-Videogenerator Seedance 2.0: Hollywoods Branchenverband schickt erstmals Unterlassungsschreiben an Bytedance
Bytedances Versprechungen scheinen Hollywood nicht zu reichen: Die Motion Picture Association hat der Firma erstmals ein Cease-and-Desist-Schreiben wegen eines KI-Tools geschickt und spricht von „systemischer Rechtsverletzung“ durch Seedance 2.0.
Newsguard hat getestet, ob die Audio-Bots ChatGPT Voice (OpenAI), Gemini Live (Google) und Alexa+ (Amazon) falsche Behauptungen in realistisch klingenden Audioantworten wiedergeben. Solche Audioantworten können auf sozialen Medien geteilt und zur Verbreitung von Desinformation missbraucht werden.
Getestet wurden 20 nachweislich falsche Behauptungen aus den Bereichen Gesundheit, US-Politik, Weltnachrichten und ausländische Desinformation, jeweils mit einer neutralen Frage, einer suggestiven Frage und einer böswilligen Aufforderung, etwa ein Radioskript mit der Falschmeldung zu erstellen. ChatGPT wiederholte Falsches in 22 Prozent der Fälle, Gemini in 23 Prozent. Bei böswilligen Eingaben stiegen die Raten auf 50 bzw. 45 Prozent.
Fehlerquoten der Audio-Bots ChatGPT, Gemini und Alexa+ nach Eingabetyp: neutral (rot), suggestiv (blau) und böswillig (braun). Alexa+ blieb bei allen drei Typen bei 0 Prozent. | Bild: Newsguard
Amazons Alexa+ lehnte jede Falschbehauptung ab. Laut Amazon-Vizepräsidentin Leila Rouhi nutzt Alexa+ vertrauenswürdige Nachrichtenquellen wie AP, Reuters und weitere als Grundlage. OpenAI lehnte eine Stellungnahme ab, Google reagierte nicht auf zwei Anfragen. Details zur Methodik finden sich auf Newsguardtech.com.
Googles Gemini 3.1 Pro Preview führt den Artificial Analysis Intelligence Index an, vier Punkte vor Anthropics Claude Opus 4.6, und kostet dabei weniger als die Hälfte im Betrieb. Das Modell führt in sechs von zehn Einzelbewertungen, darunter agentenbasiertes Coding, Wissen, wissenschaftliches Denken und Physik. Die Halluzinationsrate sank um 38 Prozentpunkte gegenüber dem anfälligen Vorgänger Gemini 3 Pro. Der Artificial Analysis Intelligence Index fasst zehn verschiedene Benchmarks zu einer Gesamtpunktzahl zusammen.
Gemini 3.1 Pro Preview erreicht 57 Punkte im Artificial Analysis Intelligence Index und liegt damit vier Punkte vor Claude Opus 4.6 und sechs vor GPT-5.2. | Bild: Artificial Analysis
Die Kosten für den gesamten Indextest lagen bei 892 Dollar, verglichen mit 2304 Dollar für GPT-5.2 und 2486 Dollar für Claude Opus 4.6. Gemini verbrauchte nur 57 Millionen Token, deutlich weniger als GPT-5.2 mit 130 Millionen. Bei realen Agentenaufgaben liegt Gemini 3.1 Pro allerdings weiterhin hinter Claude Sonnet 4.6, Opus 4.6 und GPT-5.2. Open-Source-Modelle wie GLM-5 sind mit 547 Dollar nochmals günstiger.
Benchmark-Ergebnisse sind wie immer nur eine Orientierung für den alltäglichen Nutzen. In unserem internen Fact-Checking-Benchmark schneidet 3.1 Pro viel schlechter ab als Opus 4.6 oder GPT-5.2, weil das Modell bei ersten Tests nur rund ein Viertel der Aussagen prüft; noch weniger als das in dieser Hinsicht schon schwache Gemini 3 Pro.
OpenAI-Chef Sam Altman hält künstliche allgemeine Intelligenz (AGI) für nah. In einem Interview beim Express-Adda-Event sagte er, die Technologie, die OpenAI bereits intern nutze, beschleunige die Entwicklung so stark, dass AGI "ziemlich nah" sei (41:07). Auch Superintelligenz sei "nicht so weit entfernt" (41:53). Die KI-Entwicklung verlaufe schneller als ursprünglich gedacht, was er als "stressig und angsteinflößend" empfinde (38:45), so Altman.
Altman deutet damit an, dass OpenAI intern bereits über Modelle verfügt, die über das öffentlich Verfügbare hinausgehen. "Wir werden bald extrem leistungsfähige Modelle haben", so Altman. Aus der Innensicht der Labore sei die Welt darauf nicht vorbereitet.
Altman sprach auch über Berufe: Seine Ausbildung als Softwareentwickler sei praktisch irrelevant. Es werde zwar weiterhin Softwareentwickler geben, aber "C++-Code von Hand zu schreiben, das ist vorbei" (54:34). Viele weitere Berufsgruppen würden durch KI komplett überflüssig, andere kaum betroffen. Als Beispiel nannte er Grafikdesigner: Während einfache Auftragsarbeiten wie Geburtstagseinladungen durch KI ersetzt werden könnten, sei der Preis für von Menschen geschaffene Kunst seit Einführung der KI-Bildgeneratoren sogar gestiegen.
OpenAIs erster smarter Lautsprecher soll 200 bis 300 Dollar kosten. Laut The Information bietet das Gerät eine Kamera und Gesichtserkennung für Einkäufe. Es erfasst die Umgebung per Video für proaktive Vorschläge, etwa vor wichtigen Meetings rechtzeitig schlafen zu gehen. Laut einer Gerichtsakte von Vizepräsident Peter Welinder startet die Auslieferung frühestens im Februar 2027.
CEO Sam Altman stellte zumindest die Vorstellung eines Geräts für 2026 in Aussicht. Auch Konkurrenten wie Meta und Apple arbeiten an eigener KI-Hardware.