Kampf gegen KI-Sucht: China veröffentlicht Regelentwurf für virtuelle Begleiter
China verschärft die Regeln für emotionale KI-Chatbots: Anbieter sollen künftig Suchtverhalten erkennen und bei psychischen Risiken eingreifen. Auch Kalifornien hat ähnliche Gesetze auf den Weg gebracht; nach tragischen Todesfällen im Zusammenhang mit KI-Companions.
Read full article about: Australische Finanzaufsicht warnt Banken vor übermäßigem KI-Einsatz bei Verdachtsmeldungen
Die australische Finanzaufsicht Austrac warnt Banken vor dem übermäßigen Einsatz von KI bei der Erstellung von Verdachtsmeldungen. Laut Branchenquellen hätten Austrac-Vertreter in den vergangenen Wochen einigen Banken eindringlich nahegelegt, beim Einsatz von KI bewusster vorzugehen. Eine Großbank sei in einem privaten Treffen gerügt worden.
Banken nutzen seit Jahren maschinelles Lernen zur Erkennung verdächtiger Transaktionen. Doch der verstärkte Einsatz moderner großer Sprachmodelle kam erst in den vergangenen zwei Jahren auf, da Banken in der Technologie auch eine Möglichkeit zur Kostensenkung sehen.
Die stellvertretende Austrac-Chefin Katie Miller sagte, die Behörde wolle keine Flut von "minderwertigen" computergenerierten Berichten, die zwar datenreich, aber nachrichtendienstlich wertlos seien. Banken könnten massenhaft Berichte einreichen, nur um Strafen zu vermeiden. Sollten sie KI nur zur Steigerung der Berichtsmenge nutzen, müsse Austrac das bewerten. Je mehr Daten vorhanden seien, desto größer sei das Problem des "Rauschens". Daher sollten Banken eher auf höhere Qualität bei geringeren Mengen setzen.
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Quelle: The Australian
Autoren verklagen sechs KI-Giganten wegen Buchpiraterie
Pulitzer-Preisträger John Carreyrou und weitere Autoren verklagen OpenAI, Anthropic, Google, Meta, xAI und Perplexity wegen Buchpiraterie. Die KI-Unternehmen sollen ihre Werke aus illegalen Online-Bibliotheken gestohlen haben. Die Klage hat gute Karten, und dieses Mal sind die Kläger aufs große Geld aus statt auf die „Pennys“ eines Sammelklagen-Vergleichs.
Read full article about: OpenAI will angeblich bis zu 100 Milliarden US-Dollar einsammeln
OpenAI führt angeblich vorläufige Gespräche mit Investoren über eine neue Finanzierungsrunde. Die angestrebte Bewertung liegt dann bei rund 750 Milliarden Dollar, berichtet The Information. Das Unternehmen könnte dabei mehrere zehn Milliarden Dollar einsammeln, möglicherweise sogar bis zu 100 Milliarden Dollar.
Die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium, nichts sei finalisiert, so die Quellen. Eine Bewertung in dieser Höhe würde einen Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem letzten Aktienverkauf im Oktober bedeuten.
Zudem verhandelt Amazon derzeit über eine Investition von 10 Milliarden Dollar oder mehr. Hier handelt es sich erneut um ein Zirkelgeschäft: Der Tech-Konzern gibt OpenAI Geld, für das er dann bei Amazon Chips und Rechenleistung kauft.
OpenAI erreichte laut The Information einen annualisierten Umsatz von 19 Milliarden Dollar und liegt damit auf Kurs, sein Ziel von 20 Milliarden Dollar annualisiertem Umsatz bis Jahresende zu erreichen. Für 2026 prognostiziert OpenAI einen Umsatz von 30 Milliarden Dollar, bis 2030 sollen es rund 200 Milliarden Dollar werden. Demgegenüber steht ein enormer Cashburn von rund 26 Milliarden US-Dollar pro Jahr.
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Quelle: The Information
Read full article about: Mathe-Star Terence Tao definiert KI neu: Cleverness statt echter Intelligenz
Der KI-interessierte Mathematik-Star Terence Tao hat eine eigene KI-Definition. Der Mathematiker bezweifelt auf Mastodon, dass echte "künstliche allgemeine Intelligenz" (AGI) mit aktuellen KI-Werkzeugen erreichbar ist. Stattdessen schlägt er den Begriff "künstliche allgemeine Cleverness" (AGC) vor.
Laut Tao bedeutet "allgemeine Cleverness" die Fähigkeit, komplexe Probleme mit teils improvisierten Mitteln zu lösen. Diese Lösungen können zufallsbasiert sein, auf roher Rechenleistung beruhen oder aus Trainingsdaten stammen. Sie seien daher keine echte "Intelligenz", könnten aber bei vielen Aufgaben erfolgreich sein, besonders wenn strenge Prüfverfahren falsche Ergebnisse aussortieren.
Das Ergebnis sei eine Technologie, die gleichzeitig nützlich und unbefriedigend wirke, ähnlich wie ein Zaubertrick, dessen Wirkung nachlässt, sobald man den Trick kennt. Bei Menschen seien Cleverness und Intelligenz verbunden, bei KI jedoch entkoppelt, so Tao. Der Mathematiker hatte sich zuletzt mehrfach positiv darüber geäußert, dass KI seine Arbeit beschleunigt habe.
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Quelle: Mastodon
KI-Nutzung am Arbeitsplatz gewinnt laut neuer Umfrage an Geschwindigkeit
Fast die Hälfte aller US-Beschäftigten nutzt mittlerweile KI bei der Arbeit, zehn Prozent davon täglich. Dabei wissen viele gar nicht, ob ihr Arbeitgeber die KI-Nutzung erlaubt hat und mit welchen Werkzeugen. Das spricht für eine ausgeprägte Schatten-KI-Nutzung. Für die gibt es technische, aber auch soziale Gründe.
Read full article about: Trumps KI-Plan könnte eigene Wähler treffen
Trumps Versuch, KI-Gesetze der US-Bundesstaaten über den Entzug von Breitband-Milliarden zu blockieren, steht auf rechtlich wackligen Beinen.
"Ich denke, die Administration hat eine Chance von 30 bis 35 Prozent, dass dies rechtlich funktioniert", sagt Dean Ball, ein ehemaliger Mitarbeiter des Weißen Hauses, der am KI-Aktionsplan der Regierung mitgewirkt hat.
Die Executive Order weist das Handelsministerium an, Bundesstaaten den Zugang zum 42 Milliarden Dollar schweren "Broadband Equity, Access, and Deployment"-Programm (BEAD) zu verwehren, sollten diese eigene, strenge KI-Regulierungen erlassen, berichtet Reuters in einer Analyse der Verordnung. Experten bezweifeln jedoch, dass der Kongress der Regierung eine solche Autorität über bundesstaatliche KI-Regulierung geben wollte, als er die Breitbandfinanzierung genehmigte. Zudem droht politischer Gegenwind aus den eigenen Reihen: Republikanische Gouverneure wie Ron DeSantis haben sich bereits gegen Eingriffe des Bundes gewehrt, und der Förderstopp würde ausgerechnet ländliche Wähler treffen, die Trump mit großer Mehrheit unterstützen.
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Quelle: Reuters
Read full article about: Center for Humane Technology kritisiert Trump-Verordnung gegen staatliche KI-Gesetze
Das Center for Humane Technology (CHT), eine gemeinnützige Organisation, die sich für ethische Technologie einsetzt, kritisiert eine neue Verordnung der Trump-Regierung, die staatliche KI-Gesetze in den USA aushebeln soll. Die Verordnung gefährde die öffentliche Sicherheit, da sie Bundesstaaten daran hindere, KI sinnvoll zu regulieren, so das CHT. Gleichzeitig biete sie keinen nationalen Ersatzrahmen, was zu einem Vakuum bei der Verantwortlichkeit führe.
Das CHT verweist auf bestehende KI-Schäden wie Deepfakes, Betrug und Chatbot-bedingte Suizide von Jugendlichen. Bei sozialen Medien habe man bereits gelernt, was unregulierte Technologie anrichten könne. Die Regierung solle die Öffentlichkeit schützen, statt der Tech-Industrie nachzugeben.
Trump argumentiert, dass unterschiedliche staatliche Regelwerke die Industrie bremsen. KI-Firmen wie Anthropic, OpenAI und Google sprechen sich für die nationale Regulierung aus.
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Quelle: CHT