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DEEP MINDS Podcast
Podcast über Künstliche Intelligenz und Wissenschaft
DEEP MINDS #13: KI in Deutschland & Aleph Alpha

Viele verbinden künstliche Intelligenz automatisch mit Computercode. Der Entwickler einer KI-gestützten Software-Tastatur für das Smartphone hat einen anderen Vorschlag.

Wenn von künstlicher Intelligenz die Rede ist, geht es für gewöhnlich um von Menschen erschaffene komplexe mathematische Formeln und Algorithmen, die Computer befähigen, Probleme zu lösen.

KI-Entwickler schreiben keine exakten Anweisungen, welche Aufgabe wie zu bearbeiten ist. Stattdessen stellen sie dem Computer eine Art Handlungsrahmen zur Verfügung, innerhalb dem er möglichst eigenständig Entscheidungen treffen soll.

Im Optimalfall überwachen solche KI-Systeme die eigene Leistung und verbessern sie kontinuierlich. Dieser Lernprozess ähnelt noch am ehesten der menschlichen Intelligenz.

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Künstliche Intelligenz muss nicht aus Nullen und Einsen bestehen

Ohnehin ist sich die Wissenschaft längst nicht darüber einig, wie Intelligenz entsteht und was sie genau definiert. Die Fortentwicklung Künstlicher Intelligenz hängt jedoch davon ab, wie Menschen Intelligenz beschreiben.

Kritiker des neuen KI-Hypes geben an, dass aktuelle Künstliche Intelligenz nur aus komplexen mathematischen Berechnungen besteht und mit menschlicher Intelligenz im Grunde nichts gemein hat.

Den Computergehirnen fehlt es insbesondere an Unberechenbarkeit: Ihre Entscheidungen sind vorhersehbar, nur die Komplexität der Entscheidungsbäume steht der Transparenz im Weg.

Die Zelle als Ausgangspunkt für die KI-Forschung

Ben Medlock, Erfinder der selbstlernenden Keyboard-App SwiftKey, glaubt, dass Künstliche Intelligenz aus einer anderen Perspektive betrachtet werden muss.

„Intelligenz ist nicht die Fähigkeit, Schach zu spielen oder Sprache zu verstehen. Einfach ausgedrückt ist Intelligenz die Fähigkeit, Daten aus der Umgebung zu erfassen und dann in dieser Umgebung zu handeln“, sagt Medlock der Webseite Inverse.

Empfehlung

Anstatt komplexe Entscheidungsbäume zu programmieren, die das menschliche Gehirn nachahmen, sollten sich KI-Forscher laut Medlock eher der Biologie zuwenden. Er glaubt, dass echte Künstliche Intelligenz aus einem Zellkern erwachsen muss.

„Ich beschäftige mich viel mit den philosophischen Fragestellungen der KI-Entwicklung und ich glaube, dass Intelligenz eine ausgeprägte Stärke der Menschheit ist“, sagt Medlock. „Daher sollten wir bei der eukaryotische Zelle beginnen.“

Er sieht Intelligenz als Ergebnis des gesamten Körpers, einer „unglaublichen Maschine“.

„Zellen sind wie kleine, sehr flexible Informationsverarbeitungsmaschinen. Sie sind vernetzt, sodass sie mit anderen Zellstrukturen kommunizieren können“, sagt Medlock. Aktuelle KI-Systeme arbeiteten im Vergleich viel zu sauber und ordentlich.

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Der Entwickler geht davon aus, dass eine von Menschen geschaffene Künstliche Intelligenz in der physischen Welt vorhanden sein muss.

„Ich glaube nicht, dass wir eine Intelligenz erschaffen können, die nicht in der realen Welt existiert, weil erst die Komplexität der realen Welt die organische Intelligenz erzeugt“, sagt Medlock.

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Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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