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Eine auf Gesichtserkennung spezialisierte Kamera zaubert Canon-Angestellten in China regelmäßig ein Lächeln ins Gesicht. Was macht die Spezialkamera so magisch?

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Seid ihr auch zu schüchtern, um lächelnd durchs Büro zu spazieren? Dann kann Canon euch vielleicht das Leben erleichtern oder genauer: die chinesische Tochtergesellschaft "Canon Information Technology" könnte es.

Sie hat eine mit "Lächel-Erkennung" ausgestattete Spezialkamera aufgehängt, die Angestellte nur lächelnd Räume betreten oder Meetings buchen lässt. Das berichtet die Schwesterpublikation der Financial Times "Nikkei Assia" in einem Beitrag über Überwachungsmaßnahmen chinesischer Unternehmen.

Willst du meeten? Musst du lächeln! Da vergeht einem das Lachen garantiert nicht. | Bild: Canon Information Technologies
Willst du meeten? Musst du lächeln! Da vergeht einem das Lachen garantiert nicht. | Bild: Canon Information Technologies

Lächel-Überwachung als Management-Maßnahme

Man wolle die Angestellten ermutigen, eine "positive und lebendige Atmosphäre zu schaffen", äußert sich ein Sprecher von Canon Information Technology gegenüber Nikkei Asia.

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Menschen seien häufig schüchtern: Die Kamera helfe dabei, Lächeln im Arbeitsalltag zur Gewohnheit werden zu lassen und verbessere so die Effizienz am Arbeitsplatz. Lächeln sei außerdem gut für die Entspannung und die Gesundheit. Hätten sich die Angestellten erst daran gewöhnt, würden sie auch ohne Lächel-Überwachung mehr lächeln, begründet das Unternehmen die Existenz der Technologie.

Canon Information Technology kündigte die ungewöhnliche Überwachungstechnologie im letzten Jahr als offizielle Maßnahme und als einen von fünf Bestandteilen der Management-Software "Smart Workspace Solution" an - ein Geheimnis ist der Einsatz der Technologie also nicht.

Der folgende Werbefilm für "Smart Workspace Solution" erwähnt die Lächel-Überwachung bei Sekunde 00:36. Dass KI-gestützte Emotionserkennung ein großer Unsinn ist, spielt bei dieser Management-Maßnahme keine Rolle.

Die Lächel-Kameras sollen im Hauptquartier in Peking hängen, thematisiert werden sie erst jetzt durch den Bericht von Nikkei Asia - ein möglicher Hinweis darauf, dass diese Form der KI-gestützten Überwachung in China bereits alltäglich und damit nicht mehr unbedingt ein Aufreger ist.

Quelle: Financial Times; Titelbild: Canon Information Technologies

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Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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