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Podcast über Künstliche Intelligenz und Wissenschaft
DEEP MINDS #12: Künstliche Intelligenz regulieren

Der Chiphersteller Nvidia stellt die neue Sprach-KI „Megatron“ vor. Sie soll Chatbots und Sprachassistenten wie Alexa aufs nächste Level bringen.

Anfang des Jahres stellte OpenAI seine mächtige Sprach-KI GPT-2 vor. Sie schreibt glaubwürdige Texte – egal ob Fake-News oder Gedichte. OpenAI hielt die leistungsfähigste Variante von GPT-2 bislang unter Verschluss. So sollte eine mögliche Fake-News-Schwemme verhindert werden. Mittlerweile ist eine Veröffentlichung bis Jahresende geplant.

Grundlage für GPT-2 waren eine Reihe von Durchbrüchen in der maschinellen Verarbeitung natürlicher Sprache (NLP) im letzten Jahr, die in der Sprach-KI-Forschung als großer Moment gefeiert wurden.

Nvidia: Megatron ist die bisher stärkste Sprach-KI

Nun hat Nvidia eine neue Sprach-KI namens Megatron vorgestellt, die angeblich selbst OpenAIs originale GPT-2 um den Faktor vier übertrifft. Sie ist die bisher umfangreichste ihrer Art und soll Sprachen verstehen, texten und sprechen können. Als Grundlage diente eine modifizierte Variante von GPT-2.

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Nvidias KI-Modell für Megatron ist deutlich umfassender als die Modelle anderer Text-KIs. Bild: Nvidia
Nvidias KI-Modell für Megatron ist deutlich umfassender als die Modelle anderer Text-KIs. Bild: Nvidia

Mit umfassender Optimierung und extrem viel Rechenleistung drückte Nvidia die Trainingszeit der Sprach-KI von gewöhnlich mehreren Tagen auf unter eine Stunde. Zusätzlich wurde die übliche Reaktionszeit von Sprach-KIs von 40 Millisekunden auf etwa zwei reduziert. So kann ein Chatbot schneller auf Fragen reagieren und flüssiger kommunizieren.

Grafikkarte(n) als Flaschenhals

Stehen uns also noch glaubwürdigere Fake-Texte ins Haus? Nvidia will das verhindern und die Megatron-KI nicht in der vortrainierten Version veröffentlichen. Stattdessen gibt es nur den Code der untrainierten KI – als Anschauungsobjekt, sozusagen.

Megatron könnte anhand dieses Codes zwar nachgebaut werden, dafür braucht es aber jede Menge Rechenleistung: Nvidia gibt als Mindestanforderung für ein erfolgreiches Training 512 aktuelle Grafikkartenchips an. Das Unternehmen selbst trainierte Megatron auf einem internen Supercomputer mit 1.472 Chips.

Nvidia hofft, dass diese hohe Voraussetzung an die Technik die Zahl derer, die Megatron umfassend nachbauen und dann missbrauchen könnten, stark einschränkt. Das Unternehmen will mit der trainierten Megatron-KI Chatbots und Sprachassistenten wie Alexa verbessern. Sie soll ein weiterer Schritt sein hin zu Sprach-KIs, mit denen glaubhafte Unterhaltungen möglich sind.

Titelbild: Nvidia, Quelle: Nvidia, GitHub

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Max ist leitender Redakteur bei THE DECODER. Als studierter Philosoph beschäftigt er sich mit dem Bewusstsein, KI und der Frage, ob Maschinen wirklich denken können oder nur so tun als ob.
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