Meta verschiebt neues KI-Modell Avocado nach enttäuschenden internen Testergebnissen
Meta hat angeblich die Veröffentlichung seines neuen KI-Modells mit dem Codenamen "Avocado" verschoben. Ursprünglich für Mitte März 2026 geplant, soll es nun frühestens im Mai erscheinen, berichtet die New York Times unter Berufung auf drei informierte Personen.
In internen Tests schnitt Avocado bei logischem Denken, Programmieren und Schreiben schlechter ab als führende Modelle von Google, OpenAI und Anthropic. Es übertraf zwar Metas Vorgängermodell und Googles Gemini 2.5, erreichte aber nicht das Niveau von Gemini 3.0. Metas Führung diskutierte laut dem Bericht sogar, vorübergehend Gemini zu lizenzieren. Eine Entscheidung sei aber nicht getroffen worden.
Die nächste Generation mit dem Codenamen "Watermelon" sei bereits in Planung. Zudem ist ein Bild- und Videogenerator mit dem Codenamen Mango in Arbeit.
Meta betont, man sei auf einem guten Weg und werde "sehr bald" Updates liefern. Im Laufe des Jahres sollen weitere Modelle erscheinen. Nachdem Meta anfangs mit den offenen Llama-Modellen sehr erfolgreich war, verlor der Konzern mit Llama 4 den Anschluss.
CEO Mark Zuckerberg investierte daraufhin Milliarden in KI, darunter 14,3 Milliarden Dollar in das Startup Scale AI, dessen Chef Alexandr Wang nun Metas KI-Abteilung leitet. Im Raum steht auch eine Abkehr von der bisherigen Open-Source-Strategie.
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