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Podcast über Künstliche Intelligenz und Wissenschaft
Bewusstsein, Kognition und Künstliche Intelligenz | DEEP MINDS #10

OpenAIs neue Bild-KI DALL-E 2 kann auf Zuruf kreative Motive und Gemälde generieren oder anpassen. OpenAI-Chef Sam Altman reflektiert nach der Vorstellung des neuen Modells den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt – und sieht eine überraschende Erkenntnis.

Der Fortschritt generativer KI der letzten Jahre umfasst insbesondere die Bereiche Sprache, Grafik und Bild. In all diesen Bereichen dient KI dem Menschen als Werkzeug: Etwa um Inspiration zu gewinnen für neue Ideen oder um bestehende Arbeitsprozesse zu beschleunigen.

KI-Werkzeuge müssen den Mensch dabei nicht aus der Gleichung nehmen, um den Arbeitsmarkt drastisch zu verändern: Es genügt, wenn eine Fachkraft die Arbeit von fünf machen kann.

Doch KI-Werkzeuge wie DALL-E 2 machen auch einen Ende-zu-Ende-Ersatz des Menschen in einigen Kreativ-Bereichen vorstellbar, also eine vollständige maschinelle Steuerung etwa von Text- oder Bildarbeiten.

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„Es ist wichtig, ehrlich zu sein“

In seinem eigenen Blog reflektiert OpenAI-Gründer Sam Altman über die möglichen Konsequenzen eines Werkzeugs wie DALL-E 2 auf den Arbeitsmarkt. OpenAI möchte die Bild-KI ab Sommer als Produkt anbieten. Er sieht sie primär als Werkzeug, das Künstler:innen und Illustrator:innen bei kreativer Arbeit unterstützt und sie von langweiligen Routineaufgaben entbindet.

Aber DALL-E 2 könne auch ein „komplettes Werk“ erstellen, schreibt Altman. Sie könne somit ein „frühes Beispiel für die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt“ sein.

Zwar sei er fest davon überzeugt, dass KI viele neue Arbeitsplätze schaffen und bestehende verbessern werde, so Altman, aber: „Es wichtig ist, ehrlich zu sein, dass sie einige Arbeitsplätze zunehmend uninteressant machen wird (wie es die Technologie häufig tut)“, schreibt Altman.

DALL-E 2 ist für Altman außerdem ein Beispiel, dass die Prognose der Entwicklung von KI und ihrer Auswirkung auf unser Leben „sehr schwierig“ sei. Vor einer Dekade sei man davon ausgegangen, dass KI zuerst körperliche und dann kognitive Arbeit beeinflussen werde und „vielleicht eines Tages“ die kreative Arbeit. „Jetzt sieht es so aus, als würde es in umgekehrter Reihenfolge ablaufen“, schreibt Altman.

Die neue Bild-KI sei zudem ein Beispiel „für eine Welt, in der gute Ideen die Grenze dessen sind, was wir tun können, und nicht bestimmte Fähigkeiten“.

Empfehlung

Von DALL-E 2 zum „KI-Büroangestellten“

Mit GPT-3 setzt OpenAI auch bei der Sprachverarbeitung lange Zeit neue Standards. GPT-4 ist bereits in Arbeit und könnte das Feld erneut entscheidend voranbringen. Der Fortschritt bei natürlicher Sprachverarbeitung stärke die Rolle von KI als Interface.

„Du sagst, was du willst, in natürlicher Sprache oder mit kontextuellen Hinweisen, und der Computer erledigt es. Wir bieten dies für Code und jetzt auch für die Bilderzeugung an; beides wird noch viel besser werden“, schreibt Altman.

Dieser Trend setze sich fort, bis KI zunehmend komplexe Aufgaben übernehmen könne: „Wir können uns einen ‚KI-Büroangestellten‘ vorstellen, der Anfragen in natürlicher Sprache entgegennimmt, wie es ein Mensch tut.“

Podcast: KI und Arbeit

In unserem DEEP MINDS Podcast „KI und Arbeit“ sprechen wir mit Dr. Simone Ehrenberg-Silies von der VDI/VDE-IT darüber, wie Künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt verändern könnte. Den Podcast gibt’s hinter dem Link oder unten im Video.

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Quellen
Online-Journalist Matthias ist Gründer und Herausgeber von THE DECODER. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Beziehung zwischen Mensch und Computer grundlegend verändern wird.
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