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OpenAI stoppt Pläne für direkte Bezahlfunktion in ChatGPT vorerst

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OpenAI fährt angeblich seine Pläne zurück, Einkäufe direkt in ChatGPT abzuwickeln. App-Partner sollen helfen. Für OpenAI bedeutet das: weniger Geld.

Statt Produkte im Chatbot kaufen zu können, sollen Bezahlvorgänge künftig über Apps laufen, die in ChatGPT eingebunden sind, sagt ein OpenAI-Sprecher. Erst im September 2025 hatte OpenAI die Checkout-Funktion mit Partnern wie Shopify, Etsy und Stripe groß angekündigt.

Doch nur wenige Händler nutzten laut The Information das Angebot: Laut Shopify-Präsident Harley Finkelstein verkaufen derzeit bloß rund ein Dutzend von Millionen Shopify-Händlern über KI-Tools. Finkelstein sagte auf einer Investorenkonferenz, die Verzögerung liege aufseiten der KI-Firmen. Nutzer recherchierten zwar Produkte in ChatGPT, kauften dort aber nicht, so eine Quelle. Zudem war die Integration des Check-Outs Handarbeit; OpenAI musste die wenigen aktiven Händler einzeln betreuen.

Probleme wie fehlende Steuersysteme und ungenaue Produktdaten bremsten den Fortschritt zusätzlich. Bis Februar hatte OpenAI laut The Information noch keine Systeme zur Erhebung und Abführung staatlicher Verkaufssteuern eingerichtet.

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OpenAI muss Geld verdienen

Künftig sollen Einkäufe über Apps von Partnern wie Instacart, Target, Expedia und Booking.com laufen. Instacart ermöglicht es ChatGPT-Nutzern seit Dezember, ihre bestehenden Konten zu verknüpfen und darüber zu bezahlen. OpenAI und Stripe wollen weiter am sogenannten Agentic Commerce Protocol arbeiten, das auch die App-basierten Käufe unterstützen soll.

Für OpenAI ist das insofern schwierig, als das Unternehmen mit Verkaufsprovisionen gerechnet hatte; ein Teil davon, wenn nicht alles, fließt jetzt an App-Partner. Hochpreisige KI-Monetarisierung bleibt schwierig, und mit dem geplanten Börsengang dürfte der Umsatzdruck weiter steigen – auch weil OpenAI nach wie vor deutlich mehr ausgibt als es einnimmt und neue Einnahmequellen jenseits der Abos dringend braucht. Nur rund fünf Prozent der ChatGPT-Nutzer zahlen, der Rest sieht zukünftig wohl mehr Werbung.

Immerhin: Ein neuer Investor von OpenAI ist Amazon, das mit einer 15-Milliarden-Dollar-Beteiligung eingestiegen ist. Amazon dürfte ebenfalls Interesse daran haben, ChatGPT-Nutzer zu Einkäufen auf der eigenen Plattform zu bewegen. Bislang hatte Amazon KI-Apps wie ChatGPT den Zugriff auf seine Produktdaten gesperrt.

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Quelle: The Information