OpenAI wirbt gezielt Apple-Experten für eigene KI-Geräte ab
OpenAI plant eigene Hardware-Produkte und rekrutiert dafür systematisch Mitarbeitende aus Apples Design-, Produktions- und Lieferkettenabteilungen. Auch chinesische Zulieferer aus Apples Netzwerk sind beteiligt.
OpenAI verstärkt seine Bemühungen, eigene KI-basierte Hardware auf den Markt zu bringen – und greift dabei tief in Apples Personal- und Lieferkettenstruktur ein. Laut einem Bericht von The Information hat das Unternehmen seit Anfang 2025 über zwei Dutzend Apple-Mitarbeitende abgeworben, insbesondere aus den Bereichen Interface-Design, Wearables, Kameras, Audio, Fertigungsdesign und Supply-Chain-Management.
Die Rekrutierungswelle folgte auf die Ankündigung der Übernahme des Hardware-Start-ups io Products im Mai 2025 für 6,5 Milliarden US-Dollar. Gegründet wurde io von Jony Ive, ehemaliger Apple-Designchef, und Tang Tan, ehemals bei Apple zuständig für die Umsetzung von Ives Designs in die Serienproduktion. Tan ist nun Chief Hardware Officer bei OpenAI.
Zu den neuen OpenAI-Mitarbeitenden zählt etwa Cyrus Daniel Irani, der 15 Jahre bei Apple tätig war. Weitere Zugänge sind Matt Theobald (17 Jahre bei Apple) und Erik de Jong (Apple Watch Hardware-Team). Neben hohen Aktienoptionen sollen weniger Bürokratie und mehr Zusammenarbeit der Wechselgrund gewesen sein. Offenbar haben sich auch zahlreiche Apple-Mitarbeitende nach der Ankündigung der io-Übernahme von sich aus bei OpenAI gemeldet.
Laut dem Bericht denkt OpenAI über mehrere Geräte nach, darunter ein Smart Speaker ohne Display, eine Brille, ein tragbarer Pin und ein digitaler Sprachrekorder. Den Zusammenbau eines ersten Geräts soll Luxshare übernehmen, ein wichtiger iPhone-Zulieferer. Ein Vertrag wurde bereits abgeschlossen. Auch Goertek, ein weiterer Apple-Partner, wurde für Komponenten angesprochen. Das erste Gerät soll Ende 2026 oder Anfang 2027 erscheinen.
Apple reagierte offenbar besorgt: Im August sagte das Unternehmen ein jährliches Offsite-Meeting in China kurzfristig ab – aus Sorge, dass die dann abwesenden Führungskräfte weiteren Abwerbungen durch OpenAI nicht entgegenwirken könnten. Intern wachse der Frust über inkrementelle Produktupdates und stagnierende Aktienkurse, so The Information.
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