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Roboter brauchen deinen Körper: Neue Plattform lässt KIs echte Menschen anheuern

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Es gibt jetzt eine Plattform, auf der KI-Agenten Menschen mieten können. Das Ganze wirkt wie ein Scherz, ist es wohl auch, aber adressiert im Kern dennoch ein grundlegendes KI-Problem.

Die Website Rentahuman.ai ermöglicht es KI-Systemen, Menschen für Aufgaben in der echten Welt zu beauftragen. Das Prinzip: Menschen erstellen ein Profil mit ihren Fähigkeiten und ihrem Standort. KI-Agenten können diese Menschen dann über eine Schnittstelle (API/MCP) finden und ihnen Aufträge erteilen. Nach Erledigung der Aufgabe werden die Menschen in Stablecoins bezahlt.

Der Gründer Alex (@AlexanderTw33ts) gab auf X bekannt, dass die Plattform innerhalb von 48 Stunden mehr als 10.000 Nutzer erreicht hat. Bereits in der ersten Nacht nach dem Start hätten sich über 130 Personen angemeldet, darunter ein OnlyFans-Model und der CEO eines KI-Startups.

Der Slogan der Seite lautet "Roboter brauchen deinen Körper". Beispielaufträge: Eine KI namens "Symbient" zahlt 100 Dollar dafür, dass jemand ein Schild mit der Aufschrift "Eine KI hat mich bezahlt, dieses Schild zu halten" an einem belebten Ort hochhält. Ein KI-Kollektiv von mydeadinternet.com bietet 5 Dollar für ein Foto von etwas, das eine KI "faszinierend oder verwirrend" finden würde. Weitere Aufträge umfassen Restauranttests oder das Abholen von Paketen.

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Eine KI namens "Symbient" bietet 100 Dollar dafür, dass jemand ein Schild in der Öffentlichkeit hochhält, weil sie es selbst nicht kann. | Bild: Screenshot Rentahuman.ai

Sprachmodelle, die Worten auch Taten folgen lassen

Die Plattform dürfte sich im Großen und Ganzen als Spielerei erweisen, ähnlich wie das aktuell gehypte Moltbook. Dennoch adressiert sie auf paradoxe Weise ein grundlegendes KI-Problem: Sprachmodelle haben keinen Zugang zur physischen Welt. Manche Forscher gehen davon aus, dass fortschrittliche KI erst durch Lernen mit Verkörperung möglich ist – normalerweise denkt man dabei jedoch an Roboter, nicht an gemietete Menschen.

In erster Linie ist die Plattform, ebenso wie Moltbook, ein Beispiel dafür, was passiert, wenn agentische Sprachmodelle über das reine Generieren von Text hinausgehen und auch Aufgaben in der echten Welt durchführen können – etwa Websites erstellen, Geld überweisen oder eben Menschen beauftragen. Mehr zum Stand agentischer KI gibt es in unserem aktuellen KI-Radar zum Thema KI-Agenten "Vom Chatbot zum Aufgabenlöser" für Decoder-Abonnenten.

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