Anzeige
Skip to content
Read full article about: Werbefrei: Auch Perplexity will sich von ChatGPT und Google abheben

Das KI-Startup Perplexity hat nach eigenen Angaben Werbung auf seiner Suchplattform eingestellt, weil sie das Vertrauen der Nutzer gefährden könnte. Perplexity war 2024 eines der ersten generativen KI-Unternehmen, das Anzeigen testete. Ende letzten Jahres begann das Unternehmen jedoch, diese wieder abzubauen.

Ein Perplexity-Manager sagte gegenüber der Financial Times, Nutzer würden bei Werbung anfangen, an allen Antworten zu zweifeln. Das Unternehmen sehe sich im "Geschäft der Genauigkeit" und setze stattdessen auf Abo-Modelle zwischen 20 und 200 Dollar im Monat. Perplexity hat laut eigenen Angaben über 100 Millionen Nutzer und wird mit 18 Milliarden Dollar bewertet.

Im Gegensatz dazu hat OpenAI gerade erst Werbung in ChatGPT eingeführt. Auch Google zeigt Anzeigen in seinem KI-Modus. Anthropic hat sich ebenfalls gegen Werbung in seinem Chatbot Claude entschieden und beim amerikanischen Super Bowl explizit damit geworben. Das Timing von Perplexitys Ankündigung ist insofern auch ein Marketing-Manöver – etwas, das das Unternehmen schon häufiger gemacht hat, etwa als es anbot, TikTok und Chrome zu übernehmen.

Read full article about: Warner Bros. wirft Bytedance Urheberrechtsverletzung von Batman, Superman und „Game of Thrones" vor

Warner Bros. wirft Bytedance vor, mit seinem neuen KI-Videodienst Seedance 2.0 Urheberrechte zu verletzen. Das Studio schickte am Dienstag einen Brief an Bytedances Chefjuristen John Rogovin, der früher selbst bei Warner Bros. arbeitete.

Nutzer hatten mit Seedance KI-Videos von Superman, Batman, "Game of Thrones", "Harry Potter", "Herr der Ringe" und weiteren Warner-Figuren erstellt. Warner Bros. betont, nicht die Nutzer seien das eigentliche Problem: Seedance komme bereits mit den geschützten Figuren vorgeladen, was eine bewusste Entscheidung von Bytedance gewesen sei.

Zuvor hatten bereits Disney und Paramount Unterlassungsschreiben verschickt. Bytedance kündigte daraufhin zusätzliche Schutzmaßnahmen an. Warner Bros. kritisiert jedoch, dass solche einfach umsetzbaren Schutzmechanismen nicht von Anfang an vorhanden waren. Das ist mittlerweile gängige Praxis, auch OpenAI entdeckt immer wieder Urheberrechte erst nach der Veröffentlichung seiner Modelle.

Deutsche Wikipedia-Community beschließt weitreichendes Verbot für KI-Inhalte

Die deutschsprachige Wikipedia-Community hat ein weitreichendes Verbot von KI-generierten Inhalten beschlossen. Damit geht sie einen internationalen Alleingang, denn andere Wikipedia-Sprachversionen und die Wikimedia Foundation setzen auf einen weniger restriktiven Ansatz.

Nvidia-CEO Jensen Huang halluziniert, Sprachmodelle würden nicht mehr halluzinieren

Nvidia-CEO Jensen Huang behauptet in einem CNBC-Interview, Sprachmodelle würden nicht mehr halluzinieren. Das ist falsch, und ihm wird nicht widersprochen. Ein Beispiel dafür, wie unsachlich die KI-Hype-Debatte mittlerweile geführt wird.

NeurIPS-Analyse zeigt: Selbst Google-Autoren sind vor KI-Halluzinationen nicht sicher

Eine Analyse von knapp 5.000 Papers der KI-Konferenz NeurIPS 2025 fördert halluzinierte Zitate zutage – in Arbeiten, die den Peer-Review-Prozess bereits durchlaufen haben.

Programmierte Loyalität: Grok zieht seinen Chef der Friedensikone Gandhi vor

Eine neue interaktive Demo der Non-Profit-Organisation CivAI zeigt, wie unterschiedlich KI-Modelle auf ethische und politische Fragen antworten. Und wieso Grok Elon Musk mehr mag als Mahatma Ghandi.

Read full article about: KI-Boom in Südkorea: Ausgaben für ChatGPT & Co. übertreffen Netflix

Südkorea gibt angeblich monatlich mehr für KI-Abos aus als für Netflix. Laut Hankyung Aicel erreichten die Zahlungen für sieben KI-Dienste wie ChatGPT und Gemini im Dezember 2025 schätzungsweise 80,3 Milliarden Won (rund 50–55 Millionen Euro) – mehr als die durchschnittlichen monatlichen Netflix-Abogebühren in Korea 2024 von 75 Milliarden Won (rund 45–50 Millionen Euro). Die KI-Zahl enthält allerdings auch Firmenzahlungen, Netflix ist ein reiner Endkunden-Dienst.

Die Kreditkartenzahlungen stiegen von 52 000 (Januar 2024) auf 1,666 Millionen (Dezember 2025). Im Schnitt zahlten Privatkunden 34 700 Won (grob 20–25 Euro), Firmen 107 400 Won (grob 60–75 Euro). ChatGPT kam auf 71,5 Prozent der Zahlungen, vor Gemini (11,0 Prozent) und Claude (10,7 Prozent). Hankyung-Aicel-Chef Kim Hyung-min sagt, der koreanische Abo-Markt befinde sich weiter im Wachstum, und generative KI etabliere sich als reguläres Abo-Produkt.

Zum Vergleich: Netflix weist für Asien-Pazifik einen Umsatz pro Abo von rund 7 US-Dollar aus, gegenüber circa 17 US-Dollar in den USA/Kanada, also deutlich mehr Umsatz pro Abo und Monat.