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China will Nvidia-Chip-Importe offenbar noch dieses Quartal genehmigen

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Midjourney prompted by THE DECODER

Kurz & Knapp

  • Die chinesische Regierung hat heimische Technologieunternehmen angewiesen, den Kauf von Nvidias H200-KI-Chips vorübergehend zu stoppen.
  • Peking steht vor einem Dilemma: Für das Training großer KI-Modelle sind Nvidias Chips unverzichtbar, gleichzeitig will die Regierung die technologische Unabhängigkeit fördern.
  • Eine mögliche Lösung ist eine Quote, bei der Käufer von H200-Chips auch einen bestimmten Anteil heimischer KI-Chips erwerben müssten.

Update, 8. Januar 2026:

Laut Bloomberg könnte China die H200-Importe noch in diesem Quartal genehmigen. Peking will heimischen Unternehmen den Kauf der Chips für kommerzielle Zwecke erlauben. Militär, Regierungsbehörden, kritische Infrastruktur und Staatsunternehmen bleiben aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen.

Die Tech-Riesen Alibaba und ByteDance sollen bereitstehen, jeweils mehr als 200 000 Chips zu bestellen, sobald die Freigabe erfolgt. Der H200 ist eine Generation älter als Nvidias neueste Blackwell-KI-GPUs, aber deutlich leistungsfähiger als der für China entwickelte H20 und heimische Alternativen.

Ursprünglicher Artikel vom 7. Januar 2026:

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Trotz Trump-Erlaubnis: China bremst Import von Nvidias Hochleistungschips für KI-Entwicklung aus

Die chinesische Regierung hat angeblich heimische Technologieunternehmen angewiesen, den Kauf von Nvidias H200-KI-Chips vorübergehend zu stoppen.

Peking prüft derzeit, unter welchen Bedingungen der Import dieser Hochleistungschips gestattet wird, um die eigene Halbleiterindustrie nicht zu gefährden, berichtet The Information. Vor rund einem Monat hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Nvidia den Verkauf der H200-Chips nach China zu erlauben, eine Lockerung der Restriktionen der Biden-Ära.

Nvidia soll bereits eine hohe Nachfrage aus China haben, die Rede ist von mehr als zwei Millionen H200-Chips für 2026. Peking will jetzt verhindern, dass lokale Firmen voreilig Lagerbestände aufbauen. Regierungsvertreter erwägen laut Insidern eine Quote: Wer Nvidias H200 kauft, müsste demnach auch einen bestimmten Anteil heimischer KI-Chips erwerben.

Chinesische Regierung zwischen KI-Fortschritt und Unabhängigkeit

Peking steht vor einem Dilemma: Die High-End-KI-Entwicklung erfordert Nvidias Chips, gleichzeitig will die Regierung die technologische Unabhängigkeit fördern. Beamte sehen den Zugang zu amerikanischen Chips als vorübergehende Lösung, während heimische Hersteller aufholen.

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Chinesische Firmen wie Huawei können zwar Chips für die Inferenz herstellen – also wenn KI-Modelle Antworten erzeugen –, doch für das Training großer Modelle fehlt ihnen die nötige Technologie. Deswegen ist der H200-Chip weiter wichtig für die chinesische KI-Entwicklung. Selbst das chinesische Wunder-Start-up für KI-Effizienz Deepseek soll massiv Nvidia-Chips geschmuggelt haben.

Peking fordert heimische Ausrüstung und prüft Meta-Deal

Laut Reuters müssen Chiphersteller bei Fabrikbauten bereits jetzt nachweisen, dass mindestens die Hälfte ihrer Ausrüstung von chinesischen Herstellern stammt. Langfristig strebt Peking 100 Prozent an. Die Vorgabe zeigt Wirkung: Chinas größter Chip-Ausrüster Naura Technology steigerte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2025 um 30 Prozent.

Parallel prüft China auch den Kauf des KI-Agenten-Start-ups Manus durch Meta. Die Sorge ist, dass Meta durch den Deal Experten-KI-Wissen aus China abzieht. Manus hatte im Sommer kurzfristig den Firmensitz von China nach Singapur verlegt, um US-Investments zu ermöglichen.

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